Was uns auch im Winter glücklich macht

Es wird wieder dunkler und immer kälter – der Winter naht. Vielen Menschen schlägt diese Jahreszeit aufs Gemüt. Selbst Depressionen sind in dieser Zeit keine Seltenheit. Doch was hilft gegen den Herbstblues und wie kann man ihn vermeiden? Bernhard Finkbeiner von Frag-Mutti.de weiß Rat.

Odd Andersen/AFP/Getty Images)

Im Winter fehlt uns Licht. Tagsüber rausgehen ist die beste Medizin. Odd Andersen/AFP/Getty Images)

Die Tage werden grauer, die Nächte kälter und die Bäume kahler – alles klare Zeichen für den nahenden Winter. Vielen Menschen schlägt diese kalte, dunkle und oft auch nasse Jahreszeit jetzt schon aufs Gemüt: Starke Stimmungsschwankungen und depressive Verstimmungen sind da keine Seltenheit.

Diese Depressionen äußern sich oftmals in Schlafmangel, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und verminderter Antriebskraft. Besonders oft betroffen: Menschen, die morgens früh im Dunkeln zur Arbeit müssen und abends erst im Dunkeln wieder nach Hause kommen.

Zu wenig Tageslicht

Von dieser Winter-Depression oder saisonal abhängigen Depression (SAD = saisonal affective disorder) sind zumeist Frauen betroffen. Die Krankheit entsteht durch den übermäßigen Lichtmangel in den Monaten November bis Februar, weswegen sie auch häufig als Lichtmangel-Depression bezeichnet wird. Im Frühling ist diese saisonale Depression dann meist wieder vorbei.

Es gilt als wahrscheinlich, dass auf Grund eines Mangels des Neurotransmitters Serotonin im Gehirn solche Verstimmungen auftreten. Die Betroffenen versuchen diesen Mangel häufig mit vermehrtem Süßigkeiten-Konsum auszugleichen.

In Europa leiden schätzungsweise ein bis drei Prozent der Erwachsenen regelmäßig an einer Winter-Depression. In Deutschland soll jeder Vierte zumindest leicht beeinträchtigt sein.

Bewegung und Licht gegen Stimmungsschwankungen

Um solchen Winter-Depressionen vorzubeugen, hilft es, sich draußen an der frischen Luft und idealerweise bei Tageslicht zu bewegen. Egal ob Nording-Walking, Joggen oder einfach nur ein Spaziergang – Verstimmungen sollen so verhindert werden. Sitzt man jedoch den ganzen Tag im Büro, kann eine Tageslichtlampe Abhilfe schaffen und zumindest minimal die Tageslichtknappheit ausgleichen.

Wichtig dabei ist, dass eben das Licht aufs Auge fallen kann, also auf die Netzhaut. Natürlich nicht direkt reinschauen, aber es sollte natürlich Licht auf die Netzhaut fallen, denn dadurch wird eben genau dieser Effekt erzeug, dass diese Winterdepression zurückgedrängt wird.

– Berhard Finkbeiner von Frag-Mutti.de

Was sonst noch gegen eine Winterdepression hilft und welche Mythen sich um bestimmte Heilmethoden ranken, das hat Bernhard Finkbeiner von Frag-Mutti.de im Gespräch mit detektor.fm-Moderatorin Doris Hellpoldt verraten.

Redaktion: Mirjam Ratmann


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