Welche gesellschaftlichen Konventionen wirst du nie verstehen?

„Der Zwang, Kopfbedeckungen in geschlossenen Räumen abnehmen zu müssen, erschließt sich mir überhaupt nicht.“

Wie viele Küsschen sind gesellschaftliche Norm? ©FREDERICK BROWN/AFP/Getty Images

Es gibt Dinge, die uns von klein auf beigebracht werden. Zum Beispiel, dass man beim Bäcker Guten Tag sagt, dass man aufsteht, wenn jemand den Tisch verlässt oder dass man Frauen die Tür aufhält. Oft haben sich diese Dinge so eingegraben und automatisiert, dass man sie nie hinterfragt. Dabei stammen viele von ihnen aus Rollen- und Geschlechterbildern, die längst nicht mehr zeitgemäß sind. Wir haben euch gefragt: Welche Konventionen werdet ihr nie verstehen? Das sind eure von uns illustrierten Antworten:

  • Jemandem in die Jacke helfen.

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  • Ich finde Händeschütteln schrecklich. Es ist unhygienisch, viele Menschen haben schwitzige Hände, man weiß nicht, wann sie sie zuletzt gewaschen haben. Ich finde eine kurze Umarmung oder ein angedeutetes Wangenküsschen angenehmer.

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  • Bussi rechts und links und dann wieder rechts.

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  • Eine Umarmung jedes Mal, wenn man sich sieht, zur Begrüßung und Verabschiedung, auch wenn man sich am nächsten Tag direkt wieder sieht, finde ich extrem albern. Die Umarmungen sind dann ja ohnehin nur total oberflächlich, man schlingt die Arme umeinander, während zwischen den Körpern noch gefühlt ein halber Meter Abstand ist. Neulich sind wir in einer Vierergruppe aufeinander getroffen und jeder hat sich erstmal kreuz und quer umarmt. Da muss man dann ja gezwungenermaßen mitmachen, egal wie lächerlich es ist.

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  • An Heiligabend in die Kirche zu gehen, obwohl man sonst nie geht.

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  • Was mich nervt, ist, dass immer erwartet wird, dass man ein kurzes Gespräch führt, wenn man Bekannte zufällig in der Innenstadt trifft. Warum reicht nicht ein kurzes Hallo? Ich habe einfach keine Lust, mich mit den entferntesten Bekannten über mein Leben auszutauschen.

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  • Frauen und Mädchen werden zum Abschied umarmt, bei Jungs und Männern gibt es einen Highfive.

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  • Die Frage zur Begrüßung, wie es mir geht – obwohl der*die Fragende die ehrliche Antwort nicht hören will. Wer ehrliche Antworten nicht verträgt, sollte das Fragen lassen.
  • Immer diese nervigen Höflichkeitsfragen von Leuten, die man nicht wirklich kennt: „Und was machst du gerade so? Studierst oder arbeitest du?“

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  • Dass man Leute zu Festen einladen muss, nur weil man von ihnen auch mal eingeladen wurde. Dabei kann mindestens eine Partei die andere nicht leiden, ist aber gezwungen, den anderen auch einzuladen.

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  • Der Zwang, Kopfbedeckungen in geschlossenen Räumen abnehmen zu müssen, erschließt sich mir überhaupt nicht.

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  • In größeren Runden mit Getränken anstoßen und dabei sicherstellen, dass sich wirklich jedes Glas berührt hat und man immer in die Augen schaut.

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  • Dass man oftmals als Geburtstagskind in Deutschland selbst einen Kuchen für die Kolleg*innen mitbringen muss.
  • Dass jegliche Geräusche aus der Bauchregion (Rülpsen, Pupsen, Magenblubbern) als unangenehm angesehen werden.
  • Im Flugzeug nach der Landung klatschen. Warum dort und nicht im Zug, Bus oder Taxi?

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  • Farbvorgaben auf Hochzeiten! Weiß darf nur die Braut, Schwarz trägt man nur auf Beerdigungen, Rot bedeutet, dass du mit dem Bräutigam geschlafen hast und so weiter.
  • Die Verwendung der Worte behindert und schwul als Schimpfwörter.
  • Siezen, vor allem, wenn man gleich alt ist.
  • Ich werde nie verstehen, warum Frauen zuerst die Hand gegeben wird. Warum wird nicht einfach in der Reihenfolge begrüßt, wie man reinkommt? Egal welches Geschlecht vor einem steht?

Welche gesellschaftlichen Konventionen, Sitten und Bräuche verstehst du nicht? Schick uns gerne deine Antworten auf Tellonym.