Wenn CO2-Moleküle Kügelchen wären, würde New York in einem Jahr im Bällebad versinken

Pro Sekunde werden etwa zwei Tonnen Kohlendioxid in die Luft geblasen – Alltag in New York. Ein Video zeigt, wie schnell die Metropole versinken würde, wäre das Gas sicht- und fassbar.

© Carbon Visuals

Schwups und weg: New York wäre sehr schnell verschwunden, würde man den Kohlendioxid-Ausstoß anfassen können. © Carbon Visuals

„Nur wenige haben eine Vorstellung davon, wie sehr die Atmosphäre verschmutzt ist“, schreiben die Initiatoren von „Carbonvisuals“. Das US-Umweltunternehmen animiert in verschiedenen Projekten Umweltverschmutzung und daraus resultierende Klimaveränderungen weltweit. 2012 veröffentlichten die Umweltexperten zusammen mit der NGO „Environmental Defens Fund“ dieses Video zu den Kohlendioxid-Ausstößen New Yorks.

Obwohl die US-Metropole mit rund 8,5 Millionen Einwohnern ihre Emissionen stetig reduziert (im Vergleich zu 2005 sank der Ausstoß 2010 um 12 Prozent), ist der Ausstoß umweltschädlicher Stoffe immer noch enorm. 2010 wurden 54 Millionen Tonnen Kohlendioxid produziert (aktuelle Zahlen bis einschließlich 2014 findet ihr hier in einer Übersicht des US-Umweltministeriums) und in die Atmosphäre gepustet. 75 Prozent davon entstünden alleine durch Gebäude (Heizungen, Klimaanlagen, Kühlschränke usw.), schreibt „Carbonvisuals“.

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In Berlin würden derzeit 21 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr erzeugt, schreibt die Berliner Zeitung. Auch hier seien Gebäude die größten Umweltverschmutzer: Ihr CO2-Ausstoß liegt bei 47 Prozent. Würden sie energieeffizienter gebaut und ausgestattet werden, könnte der Ausstoß bis 2050 auf 4,4 Millionen Tonnen reduziert werden.