Wenn Cola-Werbespots es in die Albträume schaffen

Werbespots sollen mit starken Bildern und Sounds unsere Sehnsüchte wecken und Spaß machen. Drei Niederländer zeigen, dass sich die manipulativen Elemente der Clips auch gut für einen Albtraum eignen.

Screenshot: Studio Smack/Vimeo

Hirsch oder Flaschenöffner? Das Studio Smack macht aus Werbemotiven ein Horrorszenario. Screenshot: Studio Smack/Vimeo

Wer glaubt, beim Shoppen rationale Entscheidungen treffen zu können, überschätzt sich: Circa zwei von drei Einkäufen tätigen wir, weil uns der Bauch dazu verleitet. Der Verstand hat dabei Sendepause. Das hat unter anderem die Uni Mainz festgestellt.

Weil wir so anfällig für Manipulationen sind, baut die Werbebranche Elemente in Spots ein, die uns emotional und unterschwellig für Produkt x begeistern sollen. Ziemlich offensichtlich wird die Strategie in der Werbung für Lebensmittel: Damit Obst frisch und Getränke kühl aussehen, kommen häufig Tropfen zum Einsatz – damit sie knackig und frisch wirken, muss es beim Biss ins Magnum und beim Öffnen der Cola-Dose schön krachen und zischen.

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Das niederländische Studio Smack aus Breda dekonstruiert in einem Video die Mechaniken der Cola-Spots – und verkehrt die Bilder ins Albtraumhafte. Aus Naturmotiven, die in der Werbung Freiheit symbolisieren, wird bei Ton Meijdam, Thom Snels und Béla Zsigmond ein schauriger Horrortrip.