Wer Kaffee trinkt, könnte länger leben

Kaffee hilft nicht nur, um in den Tag zu kommen. Laut einer neuer Studie soll das Getränk auch gut für die Gesundheit sein.

Jonathan Rubio H., Flickr, CC BY: https://flic.kr/p/bhXQBH

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Kaffeetrinker leben länger. Seit Jahren schon gibt es Untersuchungen dazu, inwiefern sich Kaffee positiv auf die Gesundheit auswirken kann. Eine neue Studie aus der Fachzeitschrift Circulation geht noch einen Schritt weiter.

Ein Forscherteam um Frank Hu von der Harvard School of Public Health untersuchte Datensätze von mehr als 200.000 Personen. Diese stammten aus drei Langzeitstudien, in denen seit mehr als 35 Jahren die Ernährungsgewohnheiten von medizinischen Angestellten untersucht werden. 31.956 Teilnehmer sind in dieser Zeit gestorben. Die Datenmenge ist also gewaltig.

Bei der Auswertung der Daten fanden die Forscher einen Zusammenhang zwischen dem Kaffeekonsum und der Sterbewahrscheinlichkeit. Laut der Studie leben Kaffeetrinker länger als Leute, die keinen Kaffee trinken. So erkranken sie seltener an Herz-Kreislauf-Störungen und haben seltener neurologische Beschwerden.

Die beste Menge: zwischen drei und fünf Tassen am Tag. Bei dieser Anzahl liege, so die Wissenschaftler, das Risiko eines vorzeitigen Todes 15 Prozent unter dem Wert der Nicht-Kaffeetrinker. Bei mehr als fünf Tassen am Tag fanden die Forscher diesen Zusammenhang nicht mehr, negativ wirkt sich diese Menge laut Studie aber auch nicht aus.

Ob mit oder ohne Koffein spielt keine Rolle

Diese Ergebnisse gelten übrigens nicht nur für Kaffee mit Koffein: bei Personen, die entkoffeinierten Kaffee trinken, zeigten sich dieselben Ergebnisse.

Die Studie untersucht einen statistischen, linearen Zusammenhang – dass es auch wirklich eine Kausalität zwischen dem Kaffeekonsum und der Sterbewahrscheinlichkeit gibt, beweist sie nicht. Denn es können noch zahlreiche weitere Faktoren eine Rolle spielen. Denkbar wäre beispielsweise, dass sich die Kaffeetrinker unter den Probanden gleichzeitig auch gesünder ernähren. Dann läge zwischen dem Kaffeekonsum und der Sterbewahrscheinlichkeit eine Scheinkausalität vor.

Trotzdem, so argumentieren die Forscher in ihrer abschließenden Diskussion, seien ihre Ergebnisse aussagekräftig, vor allem, weil sie einen langen Zeitraum und viele Fälle untersuchen konnten. Die Ergebnisse seien außerdem deckungsgleich mit vielen Vorgängerstudien. Im letzten Satz schließen die Forscher deshalb: „Die Ergebnisse dieser und vorheriger Studien zeigen, dass Kaffeekonsum in einen gesunden Lebensstil eingegliedert werden kann.“

Wer alle Ergebnisse nochmal selbst nachlesen will, findet die Studie hier.