Sechs Tipps für weniger Drama in Whatsapp-Gruppen

Whatsapp-Gruppen sind manchmal wie ein Kindergarten-Ausflug ins Kino: Alle sitzen im Dunkeln, und keiner weiß, was eigentlich in den Sitzreihen los ist. Der eine schmeißt mit Popcorn, die andere heult; großes Chaos.

Gruppen-Chats in der weltgrößten Messenger-App der Welt können echt anstrengend werden. © Pexels

Gruppen-Chats in der weltgrößten Messenger-App der Welt können echt anstrengend werden. © Pexels

Whatsapp-Gruppen eigentlich eine tolle Idee: Ob mit Mitbewohnern, den Freunden oder für die Uni-Gruppe – Gruppen-Chats können ganz schön praktisch sein, würde in ihnen die Kommunikation nicht ständig daneben gehen. Absprachen werden nicht getroffen, alles ist unübersichtlich, irgendwer trollt.

Wir haben Regeln für den Straßenverkehr, Regeln für unser Liebesleben – höchste Zeit für eine Whatsapp-Etiquette!

Schreib was, oder tritt aus!

Niemand sollte Angst haben, in einem Chat etwas zu schreiben.
Niemand sollte Angst vor Gruppen-Chats haben, die tun nix Böses! Tumblr.com

Jede Gruppe hat diesen einen Typen, der sich einfach nie traut, etwas zu schreiben. Irgendwer hat ihn mal eingeladen, doch wochenlang ist nichts zu hören – und dann plötzlich, völlig grundlos, um zwei Uhr nachts schreibt er: „Haha!“ Und dann wird es wieder für Wochen still. Das ist irgendwie doof. Ein Gruppen-Chat verlangt nun mal aktives Mitreden. Und wer nichts zu sagen hat, der sollte vielleicht nicht dabei sein. Man kann ja trotzdem Freunde bleiben.

Wer zu viel schreibt, soll woanders weiterschreiben. Nur nicht in dieser Gruppe.

Auch Tasten brauchen mal eine Pause.
Jede Taste und jedes Chat-Mitglied braucht auch mal eine Verschnaufpause. Tumblr.com

Die Symptome eines Zu-viel-Schreibers sind leicht zu erkennen: Die eine Hälfte der Gruppe antwortet schon lange nicht mehr auf seine Fragen, die anderen Chat-Mitglieder lesen die Nachricht des Zu-viel-Schreibers, seufzen und schließen Whatsapp. Und irgendwann zwischen dem ersten und letzten Satz des Zu-viel-Schreibers ist die Sonne untergegangen. Was also tun? Einfach nur schreiben, wenn es wirklich etwas zu sagen gibt. Und wer dann immer noch zu starken Schreibdrang hat, kann sich ja mal mit der „The Most Dangerous Writing App“ austoben.

[Außerdem auf ze.tt: Die sadistische App, die uns zum Schreiben motivieren soll]

Leute, die mehr Lach-Emojis verschicken als sie in echt lachen, sind furchtbare Menschen

Selbst Kanye weiß: Irgendwann ist schluss mit lustig, Freunde!
Selbst Kanye weiß: Irgendwann ist Schluss mit lustig, Freunde!Reactiongif.com

Ein 😃 hier, ein 😂 dort sind ja in Ordnung. Aber es gibt auf der ganzen Welt niemanden, der sich schon einmal so gefühlt hat: „😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂“. Und falls doch, dann lebt dieser Mensch jetzt bestimmt nicht mehr. Emojis sind ein großartiger und abwechslungsreicher Weg, Gedanken und Gefühle kreativ auszudrücken. Allerdings steht es um den Emoji-Gebrauch genauso wie um die Dauer-Lacher im richtigen Leben: Wer ständig 😃 oder 😂 macht, steht bald relativ schnell alleine da. Deshalb: Zwei bis drei Emojis sind völlig in Ordnung, außer du bist noch in der Mittelstufe. Dann riecht alles unter zwölf Emojis schon nach leichter Depression.

[Außerdem auf ze.tt: Wie du dir dein Emoji selber basteln kannst]

Keine Insider-Gags, die nicht alle verstehen

Ihr denkt, ihr seid so lustig! Alle anderen so: "Ja..., lustig..."
Ihr denkt, ihr seid so lustig! Alle anderen so: „Ihr … seid … so … lustig?“MrwGifs.com

Weißt du noch, dieser richtig gute Insider, den nur du und deine beste Freundin kennen? Was ist der schlechteste Ort der Welt, den noch mal zu erzählen? Richtig, der Gruppen-Chat mit den 26 Leuten aus deiner Uni-Gruppe, die absolut keinen Plan haben, worüber ihr gerade sprecht. Ein Insider-Gag wird dann erst zum Insider-Gag, wenn auch alle wirklich „in-side“ sind – sonst ist er mehr so „un-cool“. Die Lösung ist also ganz easy: Keine Insider in Gruppen, in denen nicht alle an Bord sind – dafür umso mehr in den eigenen Chats!

Keine Humblebrags!

Ganz egal, wie toll du bist, sei toll woanders.
Ganz egal, wie toll du bist, sei toll woanders.Giphy.com

Gruppen mit deinen Freunden, Uni-Leuten oder der Familie sind nicht zum Angeben da – für Fotos und Berichte darüber, wie super-toll das eigene Leben doch ist, gibt’s schließlich immer noch Facebook. Gruppen-Chats sollten produktiver sein: Hier schließen wir uns zusammen, um Absprachen zu treffen, Probleme zu lösen, oder Verabredungen zu treffen. „Ich habe gerade den Oscar gewonnen …“, „Pasta gemacht …“, oder „Bin gerade aufgewacht …“ sind Informationen, die, wenn möglich, die ganze Welt erfahren sollte: Daher ab damit in das größte Forum deiner Wahl die eigene kleine Whatsapp-Gruppe sollte damit verschont werden (dürfen).

Mach den Chat nicht zu deinem Leben

Ja, das ist das zweite Jim Carrey-Gif in diesem Artikel...
Ja, das ist das zweite Jim Carrey-Gif in diesem Artikel.Giphy.com

Eigentlich war alles prima: Alle schrieben sich liebe Sachen, manchmal gab’s ❤, dann aber auch 😂. Doch dann plötzlich, ohne guten Grund, dreht steht die Diskussion Kopf: Streitereien, Flirtereien, Häme und randalierende Trolle – im Whatsapp-Chat geht’s zu wie am fünften Tag ohne Landgang auf einer Senioren-Kreuzfahrt. Die Gruppe hat zu viel Zeit miteinander verbracht, irgendwann dreht jeder durch. Deshalb ganz wichtig: Mach diesen einen bestimmten Chat nicht zu deinem Leben, es gibt auch andere schöne Dinge auf der Welt, wie zum Beispiel vor die Tür gehen und mit echten Menschen von Angesicht zu Angesicht zu sprechen.

Hier noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Wenn deine Whatsapp-Gruppe auch manchmal nervt, poste doch einfach den Link zu diesem Artikel, schalte dein Handy für 24 Stunden aus, und genieß den Tagen.

War nur ein Spaß! Niemand kann sein Handy für 24 Stunden ausschalten.