Wie aus einem kleinem Schneepenis ein großer wurde

Im schwedischen Göteborg entfernten Stadtmitarbeiter einen Penis, der in den Schnee gezeichnet war. Auf Facebook formierte sich Protest. Dann fasste sich einer der städtischen Angestellten ein Herz – und schritt zur Tat. 

© Emilian Sava

Prachtstück. © Emilian Sava

Es gibt wichtige Dinge, über die man berichten sollte (etwa Asylbewerber, Klimawandel, IS), Dinge über die man berichten kann (Was mache ich nach dem Studium? So essen die Deutschen) und dann gibt es: Schneepenisse.

Die Geschichte des Göteborger Schneepenisses zeigt, was Leute wirklich bewegt – und wofür sie ihre Zeit einsetzen. Die Fakten in Kürze: In Göteborg hatte ein Unbekannter ein überdimensionales Gemächt auf die Schneedecke eines zugefrorenen Sees in einem Park gezeichnet.

Die Stadt: Weg damit. Daraufhin 3000 Bürger auf Facebook: Wir wollen unseren Schwanz zurück.

Der Protest rührte einen der Penis-Entferner. Er bat um Verzeihung und fasste ein Ziel: Ein neuer, größerer Penis muss her. Er zeichnete. Und erhielt Dankbarkeit. „Alles ist vergeben, alles ist vergessen. Ein Prachtstück“, schrieb jemand. Ein anderer war zu „Tränen gerührt“.

Ende der Durchsage. Danke Göteborg. Douze points to Sweden.