Wie der Start in den Arbeitstag am besten gelingt

Die meisten wissen, was sie von Montag bis Freitag zu tun haben, ab ins Büro oder Home-Office. Was so banal klingt, hat viele Tücken. Denn: Die ersten Minuten entscheiden, wie der Rest des Tages verläuft.

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Der perfekte Start in den Tag ist nicht leicht. © jba / photocase.de

Bei der simplen Aufgabe, mit der Arbeit anzufangen, kann viel falsch laufen. Wir haben für euch die gängigsten Fehler herausgesucht. Und wir sind sicher: Mindestens einen Leistungskiller begeht jeder von uns.

1. Ihr kommt zu spät

Nach Dienststart ins Büro kommen ist schlecht für euer Image. Chefs bewerten zu spät kommende Mitarbeiter als weniger gewissenhaft und leistungsstark – selbst wenn die Angestellten später länger ausharren. Zu diesem Ergebnis kam eine von der Huffington Post aufgestöberte Studie aus dem Jahr 2014.

Auch wenn es unlogisch ist – kommt lieber etwas zu früh und geht dafür pünktlich.

2. Eure Kollegen bekommen kein „Guten Morgen“

Nehmt euch am Morgen kurz die Zeit mit euren Kollegen zu quatschen. Die Arbeitsatmosphäre wird gleich viel angenehmer. Chefs untergraben sogar ihre Kompetenz, wenn sie es nicht schaffen, ihrem Team ein kurzes „Hallo“ entgegenzubringen. Merke: Niemals Schnurstraks auf den Schreibtisch zusprinten, auch wenn das besonders geschäftig aussieht.

3. Ihr schlürft den ersten Morgenkaffee zu früh

Es gibt zwei Typen von Kaffeetrinkern: Die einen kippen den ersten Wachmacher direkt nach dem Aufstehen hinunter, die anderen hechten bei der Ankunft im Büro zur Kaffeemaschine. Die beste Zeit für Kaffee ist allerdings erst nach 9:30 Uhr, legen Studien nahe.

Der Grund: Das Stresshormon Cortisol. Zwischen 8:00 und 9:00 Uhr sorgt das Cortisol im Körper dafür, dass ihr energiegeladen seid. Kaffeekonsum während dieser Zeit führt dazu, dass euer Körper weniger Cortisol produziert und mehr des aufputschenden Stoffs Koffein braucht. Nach 9:30 Uhr sinkt euer natürliches Cortisol-Level. Den Koffein-Kick könnt ihr dann vielleicht erst recht gebrauchen.

Tasse 1 von 5. Hi Mittwoch! #manchmalmusseseinfachmehrsein @dariadaria_com #regram

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4. Ihr beantwortet jede einzelne E-Mail

Auf den Bürostuhl plumsen lassen, in den Posteingang abtauchen und jede einzelne neue Nachricht abarbeiten. Ein Erfolgsgefühl ist garantiert, für viele verlockend! Besser: Kurz die eingetroffenen E-Mails checken und nach Wichtigkeit ordnen. Alles was nicht besonders dringend ist, wird später beantwortet. Ihr selbst – und nicht andere – bestimmt so eure Tagesordnung.

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5. Ihr startet ohne den geringsten Plan in den Tag

Sofort loslegen? Keine gute Taktik. Entscheidet zuerst, was ihr an diesem Tag erreichen wollt. Dann schreibt eine Liste mit Prioritäten. Wichtig ist auch ein Blick in den Kalender. Konferenzen oder Events müssen mitunter vorbereitet werden. So überrascht euch zehn Minuten vor Beginn nicht die Erinnerungsmail, wenn ihr gerade völlig in Gedanken versunken an einem Bericht sitzt.

6. Die einfachste Aufgabe zuerst erledigen — keine gute Idee

Eure Energie und Selbstüberwindung lassen im Lauf des Tages nach, sagt nicht nur euer eigenes Gefühl, sagen auch Studien. Umso besser ist es, die wichtigsten Aufgaben so früh wie möglich zu erledigen. Mark Twain hat die englische Redewendung „Eating the frog“ (auf Deutsch: den Frosch essen) geprägt. Sie beruht auf einem Zitat Twains, das übesetzt lautet: „Esse am Morgen als erstes einen lebenden Frosch und dir wird für den Rest des Tages nichts Schlimmes mehr widerfahren.“ Na dann, guten Appetit.

Woohoo, #freunde, schaut mal, was ich geschenkt bekommen habe. Bin ich nicht der coolste #frosch überhaupt? Ein von Jarne (@jarne_the_frog) gepostetes Foto am

7. Multitasking — auch keine gute Idee

Ihr schäumt nur so über vor Energie und habt morgens das Gefühl, ihr könntet gerade alles auf einmal erledigen. Das solltet ihr lassen. Multitasking, also das Abarbeiten von mehreren Aufgaben zur gleichen Zeit, könnte euch eure wichtigste Aufgabe schlechter ausführen lassen. Das legen Studien nahe. Konzentriert euch am Morgen deshalb besser auf eine einzige Sache.

#verdreht #deinmonitorischverdreht #computerraum #schule #bullit #konzentration #energiedrink #shool # Ein von Ari 18 ✌ (@arii_m.cola) gepostetes Foto am

 

8. Ihr schwelgt in negativen Gedanken

Negative Gedanken kennen wir alle. Eine größere Sache wie ein Streit mit dem Partner oder ein kleineres Ereignis, wie ein rempelnder Fußgänger, können unsere Stimmung trüben. Leichter gesagt als getan: Versucht euch trotzdem auf euren Job zu konzentrieren. Das geht nicht? Dieser Trick könnte helfen: Packt eure düsteren Gedanken in eine „Kiste“, sobald ihr ranklotzt. Wenn es unbedingt sein muss, könnt ihr euch die Miesmacher später noch einmal anschauen.

9. Konferenzen — sie halten euch auf

Ihr mögt keine Konferenzen? Mit diesem Gefühl liegt ihr richtig. Geistig am fittesten seid ihr, wie schon erwähnt, am Morgen und gerade diese wertvolle Zeit solltet ihr nicht mit Arbeitstreffen vergeuden. Legt erforderliche Konferenzen, wenn möglich, auf den späten Nachmittag – dann habt ihr ohnehin weniger Energie. Außer die Treffen erfordern mentale Stärke, dann gehören sie weiterhin ins Morgenprogramm.

10. Ihr habt keine Routine

Eure geistige Leistungsfähigkeit ist begrenzt, also nutzt sie mit Bedacht, sagen Forscher. Eine Morgenroutine spart eurem Gehirn Energie, denn dann läuft es automatisch. Entwickelt also eine feste Abfolge für wiederkehrende Aufgaben. Dann könnt ihr euch auf die wesentlichen Dinge konzentrieren. Wie den Feierabend.

Shana Leibowitz und Annette Dänisch für Business Insider Deutschland.


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