Mit Selfie-Stick im KZ – ist das geschmacklos?

Tausende junger Israelis begeben sich jedes Jahr auf eine besondere Klassenfahrt: Die „Reise nach Polen” führt sie in ehemalige Konzentrationslager. Doch wie relevant ist das Thema Holocaust für die 4. Generation überhaupt noch? Und interessiert dich das überhaupt?

Der Holocaust bedeutet für mich, die Erinnerung wach zu halten. Es ist meine Pflicht, der nächsten Generation vom Holocaust und den Grausamkeiten zu erzählen.

– Lior Zilber, Schülerin

Eine Woche lang sind Lior, Shlomi, Yael und ihre Mitschüler*innen auf den Spuren ihrer Vorfahren, die in Polen durch das Nazi-Regime ums Leben kamen. Sieben Tage, vier Konzentrationslager, drei Massengräber, zwei Gettos, 14 Gedenk-Zeremonien, 200 Teenager in einem Hotel.

Ja, harter Tobak: Der „Holocaust“ ist das Wort, mit dem man die systematische Ermordung der europäischen Juden durch die Nazis bezeichnet. Gaskammern, Auschwitz, mehr als 6 Millionen Tote – das sind oft die ersten Gedanken, die einem in den Kopf schießen. Holocaust = das düsterste Kapitel in der deutschen Geschichte.

Ihr kennt das aus der Schule, aus Filmen, Büchern. Aber irgendwie ist das auch schon alles 70 Jahre her – interessiert dich das überhaupt? Hängt dir das Thema längst zum Hals raus oder müssen wir nur anders drüber reden?

Stell dich allen Fragen und sag uns deine Meinung auf www.uploading-holocaust.com

In einer fünfteiligen Reihe zeigen wir diese besondere Klassenfahrt, die als Suche jedes Einzelnen nach Spuren seiner Familiengeschichte beginnt, doch mehr und mehr zu einer Art gemeinsamer Pilgerfahrt wird, die es den Teilnehmern ermöglicht, den Verlust und das Leid ihrer Vorfahren nachzuvollziehen.

Wie geht es den Schüler*innen dabei? Ihre Eindrücke halten die Jugendlichen in YouTube-Videos fest. Während der Reise kommen viele Fragen auf: Was ist mit meinen Vorfahren passiert? Was macht das mit mir heute? Aber auch: Auf Gräbern Selfies machen – geschmacklos oder total in Ordnung?


#uploading_holocaust ist eine gebrueder beetz filmproduktion, in Koproduktion mit udiVsagi production, BR und rbb, gefördert durch das Medienboard Berlin-Brandenburg, Nationalfonds Österreich, Zukunftsfonds Österreich und der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildung.