Wie leben 500 Flüchtlinge in einem Rathaus?

Seit einer Woche leben über 500 Flüchtlinge im bürgerlichen Wilmersdorf mitten in Berlin. Wie sie dort untergebracht sind und wie die Anwohner auf die Menschen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan reagieren, erzählte uns Martina Schröder von der Hilfs-Initiaitive „Willkommen in Wilmersdorf“.

© Tobias Schwarz/AFP/Getty Images

Flüchtlinge stehen in Berlin Schlange, um sich im Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) zu registrieren. Viele von ihnen kommen jetzt auch in Wilmersdorf unter. © Tobias Schwarz/AFP/Getty Images

In das ehemalige Rathaus Wilmersdorf im Westen Berlins ist Leben eingekehrt – in den Beamtenräumen wohnen momentan hunderte Flüchtlinge. „Auf engstem Raum leben hier bis zu acht Menschen in einem Zimmer“, erzählt Martina Schröder, Gründerin der Initiative „Willkommen in Wilmersdorf“.

Mit der Kamera dürfen wir nicht hinein in das Haus, das bis vor Kurzem leer stand.: „Wenn ihr sie filmen würdet, könnte es sein, dass sie genau von den Menschen entdeckt werden, vor denen sie geflohen sind.“ Also filmen wir nur Martina Schröder vor dem Rathaus. Und aus dem Fenster winkende Kinder.

„Willkommen in Wilmersdorf“ begleitet Flüchtlinge zu Ärzten und Ämtern, bietet Deutschkurse und Kinderbetreuung an. Wenn ihr mithelfen wollt, dann klickt euch einfach durch die Facebook-Seite der Initiative, die dort einen Einsatzplan für freiwillige Helfer sowie eine Bedarfsliste für Spenden gepostet hat.