Wintergemüse für Dummies: Was Kürbis alles kann

Welche Gemeinsamkeit haben Ofengemüse, Marmelade und vegane Carbonara? Genau: Kürbis. Der geht einfach immer und fast immer ganz einfach.

Kürbis

Aus Kürbissen kann man so viel machen – nicht nur Halloween-Laternen © Couleur/Pixabay

Du „kochst“ am liebsten Käsebrot oder Nudeln mit Ketchup? Schluss damit! Es wird Winter und das bedeutet mehr Zeit, weil weniger Freizeitstress, gemütliche Abende, mit Freunden kochen, gutes Essen zelebrieren. Vor allem mit dem König des Wintergemüses: dem Kürbis.

[Außerdem bei ze.tt: Diese sechs Gemüsesorten kennst du nicht – solltest du aber!]

Mit dem Kürbis verhält es sich in etwa so wie mit der Kartoffel: Seine Verarbeitung und sein Geschmack sind facettenreich; er muss nicht (wie vieles andere Gemüse im Winter) um die halbe Erdkugel transportiert oder im Gewächshaus unter chemisch fragwürdigen Bedingungen aufgezogen werden; er lässt er sich kühl und trocken mehrere Monate lagern (ja, auch ohne Kühlschrank), das ökologische Gewissen kann beim Kürbiskauf also aufatmen. Und ein Gourmet muss man auch nicht sein, um Kürbis zuzubereiten: Kürbis, Gewürze, etwas Öl und ein Ofen reichen, um den Hunger zu stillen.

Und es gibt nicht nur den einen Kürbis. Nein, es gibt Butternut, Moschuskürbis, Spaghettikürbis und so weiter. An der Spitze steht der allerseits beliebte Hokkaido. Jede Kürbis-Sorte eignet sich für ein Gericht mehr oder weniger gut. Was, wie, wo? Moment, geht gleich los.

Regional, gesund, lecker

Gesund ist der orangefarbene Klotz auch noch. Ganz besonders toll: Kalium, das den Wasserhaushalt im Körper reguliert, und Beta-Karotin, das in Vitamin A umgewandelt und gut für Sehkraft und (Schleim-)Häute ist.

Ein weiteres Kürbis-Feature und das königliche Topping des Alleskönners: Kürbiskerne und Kürbiskernöl. Kürbiskerne sind angeröstet herrlich geschmacksexplosiv auf Salat und Suppen. Das in Österreich zur Grundnahrungsmittel zählende Kürbiskernöl ist sehr geschmacksintensiv und überzeugt allein durch seine dunkelgrüne Farbe. Es passt zum Beispiel gut ins Dressing oder zu anderen neutralen Gerichten, die noch eine dominante geschmackliche Note brauchen.

Was du außergewöhnlich leckeres mit Kürbissen anstellen kannst, erfährst du in folgender Rezeptauswahl. Auf die Plätze – Kürbis – Los!

Vegane Carbonara

Zutaten (für 4 Personen)

  •  2 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer, Paprika
  • 1 kg Butternut (geschält, entkernt und in Würfel geschnitten)
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst oder gehackt
  • 2 Tassen Gemüsebrühe
  • Pasta

Rezept:

Butternut, Zwiebeln, Knoblauch und Gewürzen in Öl anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Etwa 8 bis 10 Minuten braten bis die Zwiebel glasig wird. Dann Brühe hinzufügen. So lange köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist (etwa 15 bis 20 Minuten). Masse abkühlen lassen und zu einer Soße pürieren. Zwischendurch die Pasta kochen und anschließend beides vermengen. Wer mag, kann mit veganem Parmesan (ganz einfach zum Selbermachen) garnieren.

Ofenkürbis

Zutaten (für 2 Personen):

  • 1 Hokkaido-Kürbis
  • 1 Zwiebel, 2 Knoblauch
  • Öl
  • Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Zimt

Rezept:

Hokkaido-Kürbis, Knoblauch und Zwiebel in grobe Streifen oder Stücke schneiden und in Öl mit Gewürzen marinieren. Etwa 30-40 Minuten bei 170 Grad Umluft im Ofen backen.

Kürbissuppe

Zutaten (für zwei Personen):

  • 1 kleiner Kürbis (z.B. Hokkaido)
  • 1 Zwiebel, 1 Knoblauch
  • 1 Stück Ingwer (ca. 4 cm)
  • 1 Dose ungesüßte Kokosmilch
  • Salz, Pfeffer, Gemüsebrühe
  • Öl

Rezept:

Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer in kleine Stücke schneiden und anbraten. Wenn die Zwiebeln glasig sind, Kürbis hinzugeben und mitdünsten. Dann etwa 1 Liter Gemüsebrühe dazuschütten. Aufkochen und 20 Minuten köcheln lassen. Dann pürieren, Kokosmilch hinzugeben und mit Gewürzen abschmecken. Falls die Masse noch zu breiig ist: Einfach Sojamilch oder Wasser hinzufügen.

Kürbis-Marmelade

Zutaten (für 4 Gläser):

  • 1 kg Kürbis, entkernt und geschält
  • Saft einer Zitrone, Saft einer Orange, 100 ml Apfelsaft
  • 1 EL frisch geriebener Ingwer
  • 500 g Gelierzucker

Rezept:

Kürbis-Fleisch in schmale Streifen schneiden. Saft von Zitrone, Orange und Apfelsaft sowie den Ingwer mit dem Kürbis zum Kochen bringen und circa 20 Minuten kochen lassen. Ab und zu umrühren. Wenn der Kürbis weich ist, den Gelierzucker einrühren und die Masse 4 Minuten unter ständigem Rühren sprudelnd kochen lassen. Die Marmelade heiß in Gläser füllen und sofort verschließen.