Wintergemüse für Dummies: Was Rote Beete alles kann

Blutrot, knollig und vielseitig: Das ist die Rote Beete. Der Großteil unter uns kennt sie wahrscheinlich aus Omas Vorratskeller oder süß-sauer eingelegt aus dem Glas im Angebot bei Penny. Dabei kann sie mehr. Viel viel mehr.

Foto: VICUSCHKA/Photocase.de

Vielfalt der Beete. Foto: VICUSCHKA/Photocase.de

Für mich persönlich ist die Rote Beete mehr als Gemüse. Sie ist ein Wunder der Natur, wie Omi so schön sagte. Oder auch: Kunst auf dem hölzernen Schneidebrett. Wenn die Messerschneide die erdige Knolle zweiteilt, springt einem das dunkelrote, manchmal mit weisslichen Adern durchzogene Innere nur so ins Auge. Und alles färbt sich dunkelrot. Herrlich! Kein Wunder, dass das Gemüse früher als Färbepflanze eingesetzt wurde.

Allein durch ihre Ästhetik kann die Rote Beete, die wir übrigens auch Rote Rübe oder im Süddeutschen Rahner nennen, überzeugen. Neben der roten gibt es auch gelbe oder weiß geringelte Varianten. Liebe für das Auge und den Magen.

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Ähnlich wie die Pastinake und der Kürbis, wird auch die Rote Beete regional angebaut: Sie müssen also nicht, wie viele andere Gemüsesorten im Winter um die halbe Erdkugel nach Deutschland geschifft oder geflogen werden, um unsere exotischen Bedürfnisse zu befriedigen und dem Klima dabei einen Tritt zu versetzen.

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Bereits in Mai kommen die ersten frisch geernteten Knollen auf den Markt. Ein Großteil der Roten Beete ist dann noch sehr klein und geschmacksintensiv und eignet sich gut für rohe Salate. Die größeren, ausgewachsenen Rüben kommen dann im Juli auf den Markt. Im Oktober beginnt die Haupternte. Zum Glück lässt sich die Rote Beete (wie die Kartoffel oder der Apfel) gut im kalten Dunkeln lagern, sodass sie den ganzen Winter über bis zur neuen Ernte erhältlich ist.

Darüber hinaus gehört die Knolle auch zu den gesünderen Gemüsesorten. Sie hat einen hohen Folsäuregehalt, ein Vitamin, welches unter anderem wichtig für die Blutbildung ist. Zudem enthält das Gemüse viel Vitamin C, Kalium und Eisen – besonders wichtig zur kalten Jahreszeit! Im Geschmack ist die rohe Rote Beete nussig, leicht süsslich und hat eine knackige Konsistenz: Viel zu schade, um sie einzukochen oder vorgekocht und in Folie eingeschweißt zu kaufen.

Was Mensch also mit der rohen roten Knolle kochen kann, anstatt sie eingelegt zu kaufen, wissen folgende drei Rezept-Vorschläge. Auf die Plätze – BEETE – LOS!

Schneller Rote Beete-Apfel-Salat


Rezept (für zwei Personen):

  • 2 Rote Beeten
  • 1 Apfel
  • Zitrone (gepresst)
  • Salz & Pfeffer
  • Öl
  • 1 EL Senf
  • 1 EL Agavendicksaft
  • Walnüsse (geröstet)

Die Rüben gut waschen und mit einer Reibe klein häckseln. Auch den Apfel reiben. Für das Dressing Agavendicksaft mit Senf und etwas Zitronensaft in einem verschließbaren Behälter mischen bzw. schütteln. Dann erst das Öl hinzugeben und mixen, bis das Dressing eine sämige Konsistenz bekommt. Das Dressing zu dem Salat geben und nach Belieben mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit den gerösteten Walnüssen garnieren. (Die rot gefärbten Hände lassen sich übrigens gut mit Zitronensaft wieder entfärben!)

Gelbe Beete Suppe


Rezept (für zwei Personen)

  • 1 große Gelbe Beete (ca. 400 g, in Würfel geschnitten)
  • 150 g Rote Linsen, gewaschen
  • Ingwer, klein gehäckselt
  • Wasser
  • 1 EL Gemüsebrühe
  • Salz & Pfeffer

Beetewürfel, Ingwer und Linsen in einem Topf mit dem Wasser und Gemüsebrühe aufsetzen (ohne Salz) und ca. 20 Minuten kochen. Dann pürieren.

Rote Beete Schokobrownie


Rezept (für ein Blech):

  • 200 g Rote Beete, gekocht
  • 125 g gemahlene Mandeln
  • 30 g Kakaopulver zum Backen
  • 150 g Zucker
  • 2 EL Öl
  • 50 g Schokolade, gehackt
  • 2 TL Vanillezucker
  • etwas Salz

Die Rote Beete weichkochen, abkühlen lassen und pürieren. Das Püree mit den weiteren Zutaten in eine Schüssel geben und gut mischen, bis eine zähe, etwas stückige, dunkelrote Masse daraus wird. Blech oder Form nach Belieben mit Backpapier auslegen oder einfetten. Den Teig glatt darin verstreichen.
Das Ganze ca. 45-60 Minuten backen. Wenn bei nach der Stäbchenprobe kein Teig mehr kleben bleibt, sind die Brownies fertig.


Aus der Reihe: Wintergemüse für Dummies. Denn Winter bedeutet: Mehr Zeit, weil weniger Freizeitstress, gemütliche Abende auf dem Sofa, mit Freunden kochen, gutes Essen zelebrieren. Lerne zum Beispiel HIER, was der Kürbis alles kann!