Wird die Jackfrucht das neue Tofu?

Wenn es mal kein Tier im Gulasch sein soll – nimm ’ne Jackfrucht! ze.tt probiert es aus.

Foto: © Tasnim Rödder

Die Jackfrucht. Foto: © Tasnim Rödder

Wer Seitan, Lupine, Tofu, Tempeh satt hat und neugierig auf neue Beilage-Alternativen hat, kann sich glücklich schätzen. Denn es wandert gerade ein neuer Foodtrend auf die Teller: die tropische Jackfrucht.

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[Außerdem bei ze.tt: Warum Sojawürstchen besser als Fleisch sind]

Die Jackfrucht wird bis zu 20 Zentimeter lang und zehn Kilogramm schwer. Äußerlich erinnert sie an einen länglichen Kugelfisch mit Ananas-Haut. Sie wächst am Jackfruchtbaum, der in allen tropischen Gebieten der Erde vorkommt. Hauptsächlich wird die Frucht jedoch in Indien angebaut.

ze.tt gibt dem Tofu-Konkurrenten eine Chance – zuerst einmal der frischen, süßen Version: Sie erinnert geschmacklich an eine Mischung aus Mango und Ananas, die für das Müsli eine willkommene Alternative darstellt. Damen hoch!

Die in Salzwasser eingelegte Version eignet sich besser für herzhafte Gerichte. Mit wenig Aufwand – Gemüse und Jackfrucht anbraten, Sonnenblumenkerne anrösten, asiatische Pilzsoße drüber – lässt sich die Dosenfrucht aus dem Asialaden fix zu einem leckeren Gericht zaubern.

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Gemüsepfanne mit Jackfrucht-Stücken in asiatischer Pilzsoße. Foto: Tasnim Rödder

Während sie ähnlich wie der Naturtofu neutral schmeckt, gleicht die Konsistenz der Jackfrucht-Stücke dank dem interessanten, fasrigen Fruchtfleisch der Konsistenz von Hühnchenbrustfilet. Ein für Vegetarier und Veganer ungewohnter Biss.

Auch die Kerne der Jackfrucht können verarbeitet werden, indem sie circa zehn Minuten in Wasser kochen, bis sie weich sind. Geschmacklich erinnern sie dann an Maronen. Zudem sind sie reich an B-Vitaminen, Magnesium und Eisen.

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Die Jackfrucht-Kerne. Foto: Tasnim Rödder

[Außerdem bei ze.tt: Zurück an den Herd!]

Von regionaler, nachhaltiger Küche kann dabei allerdings nicht die Rede sein. Die Jackfrüchte müssen erst einmal über den halben Planeten geschifft oder geflogen werden, um von uns verzehrt werden zu können.

Mit einem Preis von fünf Euro für etwa ein Sechstel der frischen Frucht hat der Import auch seinen Preis. Für zwei Euro bietet der Asia-Laden jedoch noch die Dosen-Version der potentielle Fleisch-Alternative an. Damit ist der Preis ähnlich hoch, wie der eines Stück Tofus.

Mit einem läppischen Gehalt von einem Gramm Eiweiß auf hundert Gramm Frucht steht die Jackfrucht dem Tofu mit circa neun Gramm in einigem nach.

Das Fazit: Kann man mal machen, ist aber kein Muss. Wir bleiben lieber beim regionalen Tofu.