Work hier! Flüchtlingsbörse „Workeer“ gestartet

Am Montag ging die erste Jobbörse für Flüchtlinge online. Workeer​ will Arbeitgeber und Geflüchtete zusammenbringen und so Heimatvertriebenen neue Chancen ermöglichen.

© Christopher Furlong/Getty Images

Die Flüchtlingsbörse Workeer hilft Heimatvertriebenen einen Job zu finden © Christopher Furlong/Getty Images

Wir sprachen mit Mit-Gründer David Jacob (24) über die ersten Erfolge der Webseite nach dem Start.

David Jacob, was wollt ihr mit Workeer erreichen?
Relativ viele Flüchtlinge können nach drei Monaten Aufenthalt in Deutschland eine Ausbildung oder ein Praktikum anfangen. Da wollen wir ansetzen, weil schon so der Einstieg in spätere Jobs gelingen kann.

Wie stellt ihr sicher, dass sich nur Flüchtlinge anmelden?
Wir haben großes Vertrauen, dass sich wirklich nur Flüchtlinge anmelden. Und wir haben gemerkt, dass das bis jetzt auch der Fall ist. Wenn wir merken würden, dass sich jemand angemeldet hat, der kein Flüchtling ist, würden wir den erstmal fragen, warum er sich angemeldet hat und ihn darauf hinweisen, sonst sein Profil zu löschen.

Bei Workeer können sich Flüchtlinge anmelden, um einen Job zu finden.
Bei Workeer können sich Flüchtlinge anmelden, um einen Job zu finden.

Screenshot: Workeer

Wie viele Flüchtlinge haben sich bisher registriert?
Angemeldet haben sich schon 300. Öffentlich einsehbare Profile gibt es momentan 24.

Wie werden die Flüchtlinge auf euch aufmerksam?
Momentan meistens über News in sozialen Medien und Mitarbeitern von Flüchtlingsinitiativen.

Hattet ihr auch mit rassistischen Äußerungen zu kämpfen?
Wir hatten ehrlich gesagt mit mehr gerechnet. Es gab ein, zwei rassistische Äußerungen, gestern Abend eine ekelhafte Mail und in den Kommentaren zu Artikeln über uns ein paar unschöne Bemerkungen.