ze.ttunes: Das hören Heaven Shall Burn

Wir lümmelten mit den Musikern von Heaven Shall Burn im Tourbus rum und fragten sie nach ihrer persönlichen Playlist. Wir bekamen gleich zwei.

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Maik und Christian mit der metalhaften HSB-Doppel-Playlist. © ze.tt

„Woah, voll Rock’n’Roll“, sagten wir, als wir im Tourbus Platz nehmen durften. „Nein. Das hier ist eher Punkrock“, sagte Christian Bass, Drummer von Heaven Shall Burn.

Mit ihm und Maik Weichert, einem der Gitarristen der Band, trafen wir uns standesgemäß bei den jährlichen „Metal Hammer Awards“ im Berliner Kesselhaus. Die Musiker machen nämlich weder Rock’n’Roll noch Punkrock, sondern extremen Melodic Death Metal. Seit 20 Jahren spielen sie Musik und gehören heute zu den wichtigsten Vertretern des deutschen Metal. Ihre Musik hat Botschaft: In den Texten geht es um den Kampf gegen Rassismus, gegen Überwachung und für den Respekt gegenüber der Natur.

2013 veröffentlichten sie etwa das Video zum „Hunters Will Be Hunted“, mit dem sie die Legitimation der Jägerschaften in Frage stellten. Die Bild-Zeitung warf ihnen vor, sie würden zur Gewalt gegen Jäger*innen aufrufen.

Maik nahm es locker und sagte damals im Interview mit dem Musikmagazin Laut.de: „Wäre es die Interpretation eines Gedichts auf dem Gymnasium gewesen, da hätte ich der Bild eine vier minus gegeben. Maximal. Das war schon ganz schön daneben gegriffen.“ Wenigstens Publicity habe es aber gegeben.

Zwei Musiker, zwei Playlists

Alle Musiker in der Band machen das übrigens nicht hauptberuflich – sie haben einen „normalen“ Job, Heaven Shall Burn ist ihr „sehr zeitaufwendiges Hobby“, wie Christian sagt. So könnten sie auf Tour gehen, um ihre Musik zu spielen – andernfalls müssten sie es tun.

Nachdem wir noch etwas über die Metalcore- und Hardcoreszene philosophierten („vieles der jungen Bands klingt leider viel zu glatt, da fehlt der Rotz“), fragten wir die beiden nach ihren persönlichen Lieblingssongs.

"Wie hieß das Lied noch gleich?" fragte der eine Musiker den anderen. © ze.tt
„Wie hieß das Lied noch gleich?“ fragte der eine Musiker den anderen. © ze.tt

Wie bekamen zwei Playlists in unser Büchlein geschrieben, die sie durch einen nicht-so-geraden Strich voneinander trennten. Natürlich steht viel Metal auf der Liste, aber offensichtlich hören die Jungs auch gerne Tschaikowsky:

Blümchen und Pentagram – Awwww, so metal! © ze.tt
Blümchen und Pentagram – awwww, so metal! © ze.tt

Hier könnt ihr euch die Songs von Chris‘ Liste anhören:

Diesen Song gibt es leider nicht auf Spotify, daher hier nochmal extra:

Hier könnt ihr euch die Songs von Maiks Playlist anhören:

Auch hier noch die zwei Songs, die es nicht auf Spotify gibt:

Das neue Album der Jungs ist kürzlich erschienen, derzeit sind sie dafür auf Promotour durch Deutschland.