8 Sätze, die dir in schwierigen Phasen mentale Stärke geben

Positives Denken gelingt zum Beispiel mit kleinen Mantras, die man verinnerlicht hat. Diese hier helfen dir in schwierigen Situationen und trainieren mentale Stärke.

Diese Mantras helfen dir dabei, mentale Stärke zu trainieren. Foto: Pexels | CC0 Lizenz

Mentale Stärke kannst du trainieren

Sind einige Menschen tougher als andere? Sicherlich. Viel von dem, was unseren Charakter ausmacht, ist angeboren und sehr empfindsame Menschen werden nie solche werden, die mit donnernder Faust auf den Tisch hauen. Bekanntlich ist es ja auch erst die Vielfalt von Persönlichkeiten, die zum Beispiel Teams beflügelt und kreativ werden lässt. Die Eigenschaft der mentalen Stärke lässt sich jedoch von allen Menschen trainieren – sie ist eine Fähigkeit des Geistes, die zum Beispiel dabei hilft, sich selbst zu motivieren, sich zu konzentrieren, wenn es darauf ankommt sowie sich selbst einschätzen zu können und auf das eigene Können zu vertrauen.

Mentale Stärke zeigt sich vor allem in schwierigen Zeiten, vielleicht bei Beziehungsproblemen, großen Projekten oder großen gesellschaftlichen Veränderungen oder Bedrohungen, wie zum Beispiel der Angst vor terroristischen Anschlägen. Sie zeigt sich dann darin, wie man über die unvermeidbaren Hürden des Alltags denkt und die schwierigen Entscheidungen und Phasen, die jeden von uns einmal treffen werden. Die Herangehensweise an diese Dinge ist mit das wichtigste Instrument, um in belastenden Momenten nicht den Kopf zu verlieren. Mentale Stärke ist dabei ein innerer Monolog, der negative Gedanken abhalten soll und stattdessen positive, aber immer noch realistische Affirmationen entgegensetzt.

Mentale Stärke hilft also auch dabei, auf Fragen wie „Muss es mir Sorgen machen, dass viele geflüchtete Menschen zuwandern?“, „Werde ich jemals wieder einen Job finden, der mir Spaß macht?“ und „Bin ich dazu verdammt, immer den falschen Partner zu finden?“ realistische Antworten zu finden – im Gespräch mit dir selbst.

Stell dir dieses Selbstgespräch, dass dich selbst bestärken soll, als Sammlung kleiner Mantras vor. Diese helfen dir in besonders schwierigen Zeiten.

1. Es ist mir wirklich wichtig, nach meinen Werten zu leben.

Du kannst es niemals allen Menschen recht machen. Was dir Sicherheit gibt, ist deine Werte zu kennen und danach zu leben. Wenn du selbst begründen kannst, warum du etwas entscheidest oder machen willst, wird es dir leichter fallen und mehr Selbstbewusstsein geben, als wenn du dich immer an anderen orientierst. Das erfordert Mut – aber sich die eigenen Werte immer wieder in Erinnerung zu rufen und sich selbst zu sagen „Diese Dinge sind mir wichtig“, macht dich schließlich sicherer, auch im Gespräch mit anderen.

2. Ich habe alles, was ich brauche, um diese Phase zu meistern.

Wer sich immer wieder selbst sagt „Ich schaffe das eh nicht“, wird es vermutlich auch nicht schaffen. Der positive Gedankenansatz ist hierbei, sich darauf zu konzentrieren, was du schon kannst, statt was dir noch fehlt. Rufe dir also deine Fähigkeiten ins Bewusstsein oder die Dinge, die du schon einmal geschafft hast. Du kannst schon ganz viel – und jeder von uns lernt jeden Tag Neues dazu. Du bist stärker, als du glaubst.

3. Ich kann mein Bestes geben – mehr nicht.

Perfekt ist niemand und es setzt dich unnötig unter Druck. Wenn du dir selbst keinen Raum gibst, um Fehler zu machen oder zu scheitern, wirst du ängstlich werden. Mental starke Menschen haben Mitgefühl für sich selbst und realistische Erwartungen. Wenn du dir klar machst, dass du genau so viel gibst, wie du kannst, wirst du dich stärker fühlen und damit auch besser werden in dem, was du tust.

4. In fünf Jahren denke ich an diese Zeit ganz anders zurück.

Manche Dinge im Leben gehen vorüber: Ja, du wirst diese Trennung verschmerzen. Du wirst einen neuen Job finden. Trauer über den Verlust eines Menschen dauert, aber sie wird vorbeigehen. In diesen Phasen, in denen man vielleicht erst denkt: „Das überstehe ich nicht“, „Mein Leben ist vorbei“, ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass viele Probleme zeitlich begrenzt sind und Zeit tatsächlich Wunden heilen kann, dass neue Begegnungen und Chancen dein Leben reicher machen werden – unerwartet oder verdient.

Viele Eltern zum Beispiel vergessen die Phase der chronischen Müdigkeit, wenn die kleinen Kinder nie schlafen wollten. Es mag im Moment hart sein, in ein paar Jahren lachst du wahrscheinlich darüber und wirst denken: „Hat sich doch gelohnt.“

5. Es ist okay, sich manchmal unwohl zu fühlen.

Es hat noch niemand eine schwierige Phase überstanden, der immer auf Harmonie bedacht war und es nicht aushalten konnte, dass man sich auch mal schlecht fühlt. Das ist okay, es gehört dazu. Gefühle wie Angst, Enttäuschung oder peinlich berührt zu sein, bringen dich nicht um. Ihnen ständig aus dem Weg zu gehen, bringt dich nicht weiter, vermutlich verbiegst du dich nur dabei. Mentale Stärke gewinnst du dann, wenn du die Komfortzone verlässt und ausprobierst was passiert, wenn du dich unbequemen Dingen stellst.

6. Ich bestimme selbst, was ich denke, was ich fühle und wie ich mich gebe.

Fremdbestimmung fühlt sich alles andere als gut an. Aber genau das passiert, wenn du immer bei anderen die Schuld dafür suchst, was gerade in deinem Leben passiert und ihnen die Schuld gibst, wie du dich fühlst. Denn tatsächlich hast du sehr viel Einfluss darauf und es ist einfacher, Veränderungen in deinem Leben selbst anzustoßen als passiv auf sie zu warten. Wenn du selbst nicht magst, wie du dich in bestimmten Situationen verhältst, mach dir bewusst, dass du auch das ändern kannst – und klar, kannst du dir dann dazu auch Unterstützung holen.

7. Ich bin schon einmal gescheitert, aber ich werde wieder auf die Beine kommen.

Hat es dich umgebracht, dass du mehr als eine Mathematik-Klausur nur mit einem „ungenügend“ absolviert hast? Hat die Absage, für einen richtig tollen Job, deine Karriere ruiniert? Auch wenn Scheitern ein großes Wort ist, sind Misserfolge etwas ganz Alltägliches, an denen niemand verzweifeln muss. Was dir in schwierigen Situationen helfen kann, ist dich an Momente zu erinnern, in denen du durchgehalten hast. Dieser Blick in die Vergangenheit kann helfen, die innere Stärke von damals für eine neue Situation abzurufen und dir zu vergegenwärtigen: „Ich kann das.“

8. Mein Weg ist der richtige für mich.

Mental starke Menschen vergleichen sich nicht. Das bedeutet, dass sie anderen Menschen ihre Erfolge gönnen und sie gleichzeitig nicht als Maßstab nehmen, sondern für sich selbst schauen, was sie brauchen, um zufrieden zu sein. Lebensentwürfe und Wege zum Glücklichsein lassen sich nicht kopieren. Anderen nachzueifern wird nur dazu führen, dass du dich verbiegst und in bestimmten Situationen nicht authentisch und selbstsicher reagieren kannst. Daher ist der beste Weg, sich erst einmal selbst kennenzulernen und dann deinen Stärken zu vertrauen.


Von Teresa Buecker auf EDITION F.

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