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Vom Umgang mit der Geschichte

Debatten wie beispielsweise um die Mohrenstraße in Berlin zeigen, wie gegenwärtig die Vergangenheit ist. Ob Statuen, Straßen, Plätze oder U-Bahnhöfe: Viele Orte ehren in Deutschland Kolonialverbrecher*innen oder sind nach ihnen benannt. Heute stehen wir mehr denn je vor der Frage, wie verantwortungsbewusst mit diesen ererbten Zeugnissen umgegangen werden muss. Schließlich spielt das Erinnern für die Entwicklung von Menschen eine wichtige Rolle.

Man sollte und darf die Geschichte nicht in Vergessenheit geraten lassen, auch – oder gerade dann – wenn sie unbequem ist. Die Frage lautet viel mehr: Wie viel trägt dazu eine Statue eines Sklavenhändlers auf einem prunkvoll ausgeschmückten öffentlichen Platz bei?

Die Beschäftigung mit der Vergangenheit und deren "Bewältigung" sind nicht in einem einmaligen Kraftakt möglich – denn Geschichte wird in jeder Generation neu erzählt.

Editor's Pick von Markus