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Armin macht was mit digitalem Reisen

Über 9 Millionen Menschen nutzen monatlich den DB Navigator, die wohl bekannteste App der Deutschen Bahn. Armin ist einer der Köpfe hinter der App und sowas wie ein alter Hase bei der Deutschen Bahn. Warum trotzdem nie Langeweile aufkommt, verrät er uns heute.

Screenshot Armin 10

Armin Böhmer erleichtert als Product Owner bei DB Vertrieb GmbH mit dem DB Navigator Millionen Menschen das Reisen. Foto: Video "60 Sekunden mit..."

Okay, die Basics zuerst: Wer bist du, und was machst du bei der Bahn?

Mein Name ist Armin Böhmer. Ich bin 38 und arbeite bei DB Vertrieb GmbH in dem Team, das sich um den DB Navigator kümmert.

Die App, über die ich immer meine Tickets buche?

Du und ein paar Millionen andere Leute. Die ist sozusagen auf unserem Mist gewachsen.

Den DB Navigator gibt’s doch aber schon ’ne ganze Weile, oder? Wie lange bist du denn schon bei der Bahn?

(lacht) Das ist jetzt ein bisschen so, als wenn man eine Dame nach ihrem Alter fragt…

Verzeihung.

Schon okay. Ich bin jetzt seit 2001 dabei – 17 Jahre also. Ich glaube, ich zieh‘ den Altersdurchschnitt in meinem Team auch ein ordentliches Stück nach oben. Die meisten sind so Ende 20, Anfang 30. Aber die Arbeit in einem jungen Team hält einen auch frisch.

Den DB Navigator gab’s 2001 natürlich noch nicht. Damals gab es nur die Bahn-Website. Selbst Online-Tickets waren noch jung und ein bisschen verrückt. Wir haben dann 2006 mit den ersten Handy-Tickets angefangen. Die wurden da noch über MMS verschickt.

MM – was?

Genau. Davon haben wir im Monat auch nur ein paar hundert Stück verkauft. Wir waren gefühlt echt von Tag eins an mit dabei.

Ich weiß noch, wie wir überlegt haben, wie das Ding denn jetzt heißen soll. Irgendjemand kam dann auf DB Navigator.

Wie bist du denn dazu gekommen? Ich meine, die Bahn ist ja normalerweise nicht das erste Unternehmen, an das du denkst, wenn es um IT-Jobs geht, oder?

Ja, warum eigentlich nicht? Ich meine, es kennt doch eigentlich jeder den DB Navigator. Schließlich reisen wir alle. Zugegeben: Damals, als ich auf Job-Suche war, war das noch ein bisschen anders. Da war E-Commerce noch ein großes offenes Feld mit vielen Fragezeichen, aber auch mit vielen Möglichkeiten. Die Deutsche Bahn hat das Potenzial ganz früh erkannt und konkret nach Leuten gesucht, die im E-Commerce-Bereich arbeiten wollen. Also bin ich auf so einer Messe zum DB-Stand gegangen und hab zu der Mitarbeiterin dort gesagt, „Hier bin ich; ich bin euer Mann!“

Und dann hat sie den Arbeitsvertrag aus der Schublade gezogen?

Nee. Dann musste ich trotzdem ins Assessment Center. (lacht) Aber das ging dann ganz fix.

Und wann kam der DB Navigator ins Spiel?

Den haben wir quasi selbst ins Spiel gebracht. Die erste Version gab es 2008. Ich weiß noch, wie wir mal in der Mittagspause am Imbiss standen und überlegt haben, wie das Ding denn jetzt eigentlich heißen soll. Irgendjemand  kam dann auf DB Navigator. Und das war dann der Name – ganz ohne Marketing-Abteilung oder sonst was. War ja damals auch nicht abzusehen, wie weit die Reichweite und der Erfolg dieser App letztlich sein würde. Wir haben da ganz praktisch gedacht.

 

Und das findet die Bahn auch okay?

Das möchte und fördert die Bahn sogar! Ziel ist es, dass das Team selbst Lösungen entwickelt. Du kannst dich auch locker mal zusammensetzen, eine Lösung für ein Problem brainstormen und die dann direkt umsetzen. Wir haben da viele Freiheiten und flache Hierarchien. Das Ziel ist immer, dass der Kunde möglichst rasch einen Nutzen aus dem zieht, was wir entwickeln.

Im DB Navigator-Team arbeiten wir deshalb auch nach dem Scrum-Framework. Das ist ein Ansatz, um Software agil zu entwickeln, ohne monatelange Planungsphasen und starre Prozesse. Das Verfahren setzt ganz stark auf Eigenverantwortung. Wir machen alle zwei Wochen irgendein Stückchen vom DB Navigator neuer und besser.

Du wirst nicht direkt von lauter Sheldon Coopers angefallen, wenn du durch die Tür kommst.

So können wir auch super auf Feedback von Kunden eingehen. Das bekommen wir ja reichlich, einerseits aus den App-Stores, aber zum Beispiel auch von Freunden. Wenn dann bei einem Kumpel die DB Navigator-App abstürzt, kann es sein, dass gleich danach mein Handy klingelt. Ich glaube, es ist nicht normal, dass man täglich so viel Feedback für seine Arbeit bekommt. Das ist ziemlich cool, und es hilft uns sehr weiter.

Wenn ich so ein Stück Software entwickle, dann kann ich mir so viele Gedanken machen wie ich will, Marktforschung betreiben und weiß der Teufel was – aber was der Nutzer wirklich will, weiß am Ende nur der Nutzer. Und das gehen wir dann direkt an.

Wie stell ich mir denn so einen Tag bei Euch im Büro vor? Bin ich dann direkt in einer Folge „The Big Bang Theory“ oder „Silicon Valley“?

Ach, ich finde eigentlich nicht, dass das hier Nerdistan ist. Also, du wirst nicht direkt von lauter Sheldon Coopers angefallen, wenn du durch die Tür kommst, keine Sorge. Es macht echt viel Spaß mit den Kollegen. Das Team arbeitet sehr fokussiert und mit viel Eigenverantwortung, es bleibt aber auch Zeit für ein Feierabend-Bier oder eine Runde Kicker. Manchmal auch für zwei oder drei. Solange die Ergebnisse passen, darf auch gerne mal gekickert werden. Ich glaube, die Deutsche Bahn weiß genau wie Google, Facebook und Co., dass eine gute Work-Life-Balance das Betriebsklima und die Arbeitsergebnisse ganz entscheidend beeinflusst.

Der DB Navigator zählt jeden Monat über 80 Millionen Besuche.

Und der Job macht dir nach 17 Jahren immer noch Spaß?

Auf jeden Fall! In meinem Team bin ich zwar der Dienstälteste, aber bei der DB gibt es noch einige Leute, die genauso lange dabei sind wie ich, oder sogar länger. Die Arbeit ist einfach extrem interessant. Die Webseite bahn.de und der DB Navigator sind mit die komplexesten Online-Vertriebssysteme, die es gibt. Da gibt es ständig neue Möglichkeiten, neue Fragen, neue Aufgaben. Das ist manchmal sehr herausfordernd, aber diese Komplexität macht den Job eben auch spannend. Der DB Navigator zählt jeden Monat über 80 Millionen Besuche. Es macht unglaublich viel Spaß, für eine der wichtigsten deutschen Apps verantwortlich zu sein. Das ist einfach ein Aushängeschild der Bahn, das jeder kennt. Wenn man da mitgestalten kann, dann ist das eine wunderschöne, spannende Aufgabe.

Die Deutsche Bahn und ze.tt stellen euch an dieser Stelle in den nächsten Wochen fünf Protagonist*innen vor, die über ihre Erfahrungen und Tätigkeiten in den Zukunftsberufen bei der Deutschen Bahn berichten. Wir begleiten Malte, Lena, Johannes, Armin und Anne jeweils einen Tag lang in ihren abwechslungsreichen Digitaljobs.