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Anne macht was mit Gründer*innen und Geschäftsideen von morgen

It’s a match: Anne arbeitet bei der mindbox der Deutschen Bahn und sucht passende Start-ups, die das Bahnfahren revolutionieren. Wie und wo sie nach Innovation sucht, erzählt sie uns heute.

Anne DB Screenshot

Anne ist eine von den Matchmaker*innen bei der Deutschen Bahn. Mindbox sucht nach Start-ups, die das Bahnfahren verbessern. Foto: Video "60 Sekunden mit ..."

ze.tt: Hallo, Anne! Was machst du denn bei der Deutschen Bahn?

Anne: Ich bin Anne Hauptmann. Ich bin 30, studierte Volkswirtin, und ich arbeite bei der Deutschen Bahn als Start-up-Managerin in der DB mindbox.

Okay, das klingt schon mal spannend. Wessen Hirn hast du denn da in der Kiste? Wen oder was managt ihr in der DB mindbox?

Wir haben hier bei der Deutschen Bahn ein konzernweites Start-up-Förderprogramm. Unser Ziel ist es, die Deutsche Bahn als großes Unternehmen mit Start-ups von außen zusammenzubringen. Wir wollen Innovationen dadurch fördern, dass die DB vermehrt digitale Technologien anwendet, die durch Start-ups bereitgestellt werden. Konkret sieht das so aus, dass Start-ups ihre Lösung erst mal drei Monate lang an einem ganz spezifischen Fall mit der DB testen. Danach wird dann geguckt: Wie sehen die Ergebnisse aus, und wollen wir weiter zusammenarbeiten, um da eine langfristige Kooperation zu schaffen?

Wir wollen Innovationen dadurch fördern, dass die Bahn digitale Technologien anwendet, die durch Start-ups bereitgestellt werden.

Wir von der DB mindbox bilden die Schnittstelle zwischen den Start-ups und unseren Fachbereichen bei der Bahn. Die DB mindbox ist aber auch der Ort, in dem wir uns befinden. Die Deutsche Bahn hat sich gedacht, wenn man innovativ sein will, wenn man junge Unternehmen und junge Leute ansprechen möchte, dann können wir das nicht in den normalen Büroräumen machen. Deshalb haben wir das Glück, einen eigenen Coworking-Space zu haben. Das ist ziemlich cool, unter den S-Bahn-Bögen, direkt an der Spree, mit einer Terrasse, die man gerade im Sommer natürlich super nutzen kann. Das ist eine tolle Location.

Aber die wichtigste Frage ist doch: Habt ihr einen Kicker?

(lacht) Wir haben natürlich auch ’nen Kicker. Und so ’ne kleine Tischtennisplatte, und ’ne Dartscheibe! Da sind wir also super ausgestattet. Das braucht man schon. Das schätzen die Start-ups dann auch sehr, wenn sie uns besuchen.

 

Wie findet ihr denn Start-ups, die zur Deutschen Bahn passen?

Meistens bekommen wir in der DB mindbox erst mal Themen, die für einzelne Fachbereiche bei der Bahn gerade mit konkreten Fragestellungen verbunden sind. Wir sind letztendlich die Experten, die sich dann auf die Suche machen nach Start-ups, die mit ihren Produkten auf diese Fragen passende Antworten liefern könnten, und die Lust haben mit der Bahn zusammenzuarbeiten. Es kommt auch vor, dass Start-ups schon ewig den Kontakt gesucht haben und in diesem riesigen Konzern einfach verloren gegangen sind. Wir machen dann quasi das Matchmaking.

Ihr seid das Tinder der Deutschen Bahn!

(lacht) Ja, so kann man das sagen.

Wenn ich sage, hey, ich hab die Idee für die Bahn – kann ich mich dann auch bei euch melden? Oder läuft das nach dem Prinzip, Don’t call us, we’ll call you?

Nein, man darf sich sehr gerne bei uns melden. Wir haben auch ein Bewerbungsformular auf unserer Webseite. Das ist offen für jeden; da ist erst mal kein Riesen-Aufwand dahinter. Grundsätzlich gehen wir als Team aber tatsächlich raus. Wir recherchieren, wir gehen auf Messen, wir sprechen interessante Leute an. Aber wir freuen uns tatsächlich auch über Initiativbewerbungen.

 Welche Projekte sind denn bisher aus der DB mindbox so entstanden?

Ich glaube, ein tolles Beispiel ist der sogenannte Leuchtbeton – die leuchtende Bahnsteigkante. Das ist etwas, was die Kunden tatsächlich erleben können. Da hatten wir anfangs eine Anfrage aus dem Bereich Bahnhöfe: Welche technischen Möglichkeiten könnte es geben, um da die Kundenzufriedenheit zu verbessern? Wir sind dann auf das Start-up Siut gestoßen, das leuchtenden Beton herstellt. Das fanden wir sehr spannend.

Wir arbeiten alle auf das gemeinsame Ziel hin: eine bessere Bahn.

Daraus ist dann recht schnell die erste leuchtende Bahnsteigkante in Deutschland entstanden, die anzeigt, wo bei einfahrenden Zügen die Türen sind – und auch, wie der Zug belegt ist. Das wird ermöglicht in Zusammenarbeit mit Open Capacity, einem Start-up aus England. Die meisten Leute steigen aus Gewohnheit ja erst mal vorne und hinten ein. Wenn ich nun aber beim Einsteigen direkt sehe, ach, der zweite oder dritte Waggon ist noch grün, dann lauf ich vielleicht doch mal die zwei Schritte. Da wird jetzt gerade an einem S-Bahnhof in Stuttgart getestet, ob das vielleicht hilft, die Haltezeiten der Züge zu verringern und damit die Pünktlichkeit zu verbessern.

Für Siut als sehr junges Unternehmen war das, glaube ich, der erste große Auftrag und natürlich eine super Chance. Aber es war auch für uns ein tolles Zeichen. Man zeigt den Kunden: Hey, wir versuchen hier was Neues, und man versucht aktiv, das Reiseerlebnis der Kunden angenehmer zu gestalten.

Das klingt alles auch nach einer Menge Arbeit. Wie seid ihr denn als Team aufgestellt?

Im Moment sind wir acht, neun Leute und wir bieten 30 Arbeitsplätze für Start-ups. Die Mehrheit der Kollegen war schon früher bei der Deutschen Bahn, aber wir haben auch Leute, die aus einem ganz anderen Umfeld kommen – Leute, die selbst schon mal was gegründet haben, die in einem Start-up gearbeitet haben oder so. Da kommen schon viele verschiedene Hintergründe und Perspektiven zusammen.

Bei uns geht’s nicht darum, was auf dem Papier steht, sondern was in der Realität einen Mehrwert bringt.

Einen Teamleiter haben wir auch, aber die Hierarchien sind hier eigentlich grundsätzlich ganz flach. Wir arbeiten alle auf das gemeinsame Ziel hin: eine bessere Bahn. Deswegen haben wir alle die gleiche Position hier – wir sind alle Start-up-Manager, wir sind alle dafür verantwortlich, coole Start-ups zu finden und die Bahn mithilfe digitaler Lösungen Stück für Stück attraktiver zu machen.

Was ist denn für dich persönlich das Coolste an dem Job?

Also, innovative Themen verfolgen und voranbringen zu können in so einem Unternehmen wie der Deutschen Bahn, das ist schon cool und unglaublich abwechslungsreich. Du kannst dich mit neuen Trends und Themen beschäftigen und selbst ein bisschen wie ein Start-up agieren – gleichzeitig hast du aber die Deutsche Bahn im Rücken und all die Vorteile, die so ein Großkonzern als Arbeitgeber mit sich bringt. Und: Du bleibst dabei immer super nah dran an den Geschäftsfeldern.

Die Start-ups, die wir ranholen, müssen ja wirklich mit der Bahn arbeiten können, am Gleis, im Zug oder im Bahnhof. Bei uns geht’s nicht darum, was auf dem Papier steht, sondern was in der Realität einen Mehrwert bringt. In meinen Augen ist das wirklich einer der attraktivsten Jobs, die es so gibt bei der Deutschen Bahn. Du hast jeden Tag mit neuen Leuten zu tun, mit neuen Ideen, mit neuen Problemstellungen. Da bleibt keine Zeit für Langeweile.

Die Deutsche Bahn und ze.tt stellen euch an dieser Stelle in den nächsten Wochen fünf Protagonist*innen vor, die über ihre Erfahrungen und Tätigkeiten in den Zukunftsberufen bei der Deutschen Bahn berichten. Wir begleiten Malte, Lena, Johannes, Armin und Anne jeweils einen Tag lang in ihren abwechslungsreichen Digitaljobs.