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Von der Uni auf die Rennstrecke – Svea schraubt neben dem Studium an Rennwagen

Svea Kaneblei aus Stuttgart legt ein rasantes Studium hin: In der Uni lauscht sie Dozent*innen und anschließend schraubt sie in der Werkstatt an Autos rum. Damit tritt sie auf der Rennbahn gegen andere an. Wie sieht ihr spannender Alltag aus?

DHBW Studium Rennbahn

Auf der Rennbahn und in der Werkstatt findet Svea den Ausgleich zur Uni. Foto: Svea Kaneblei

Urlaub, das heißt für viele von uns Sonne, Strand, Relaxen. Für Svea Kaneblei sieht das anders aus. Einen Teil ihres Urlaubs verbrachte sie dieses Jahr am Circuit de Barcelona-Cataluny, einen anderen am ebenso berühmten Hockenheimring. Urlaubssaison, das heißt für Svea: Renn-Saison. Sie gehört zum Team um den Elektro-Rennwagen eSleek 18.

Man könnte jetzt vermuten, die 20-Jährige sei die nächste große Nummer im Motorsport. Tatsächlich studiert Svea im fünften Semester Maschinenbau an der DHBW in Stuttgart. Als duale Studentin verbringt sie je drei Monate an der Hochschule und drei Monate auf ihrer Praxisstelle. Ihr Schwerpunkt im Bereich Fahrzeug-System-Engineering machte Svea außerdem zur perfekten Kandidatin für die Formula Student.

Formula Student: Von null auf Auto

Auf den Konstruktions-Wettbewerb wurde Svea durch ihren Mitbewohner aufmerksam. Die Formula Student lädt Studierende aus aller Welt ein, ihr technisches Können unter Beweis zu stellen, indem sie einen eigenen Rennwagen an den Start zu bringen. Anfangs gingen ausschließlich klassische Bezinfresser ins Rennen; inzwischen bauen die Teilnehmer*innen des Wettbewerbs auch Elektro-Autos und autonome Fahrzeuge, die gänzlich ohne Fahrer*in auskommen.

Mit den selbst gebauten Wagen treten die Studierenden auf denselben Strecken an wie die Profis der Formel 1. Zu den unterschiedlichen Rennen kommen außerdem die sogenannten statischen Disziplinen: Beim Design-Event etwa gilt es, die Konstruktion des eigenen Wagens zu verteidigen. Im Cost Report macht der Wagen mit der besten Kostenoptimierung das Rennen, und auch der überzeugendste Businessplan wird ausgezeichnet.

Was mich fasziniert ist, dass man dann am Ende ein fertiges Auto auf die Straße stellt.

Bevor so ein Hochschul-Flitzer sein erstes Rennen fährt, braucht es aber erst mal viele helfende Hände. Deshalb tüfteln an der DHBW gleich 80 bis 100 duale Studierende zusammen an einem Wagen wie dem eSleek 18. So lässt die Arbeit sich auf breitere Schultern verteilen. Als Leiterin des Fahrwerk-Teams konstruierte Svea den Radträger des Rennwagens und sprang ein, wann immer es nötig war. „Man trifft sich einmal in der Woche im Sub-Team und alle zwei Wochen im Groß-Team, um Organisatorisches zu klären“, erläutert Svea die Zusammenarbeit. „Das sind die offiziellen Termine. Wie oft man sonst noch in der Werkstatt ist, weicht ab.“

Zu tun gibt es nämlich immer was. Von der Konzeption über die Finanzierung bis hin zur Konstruktion liegt jeder Schritt in der Hand der Studierenden. Jedes Fahrzeugteil wird neu gefertigt. Und auch die Fahrer*innen rekrutieren sich aus den Reihen der Studierenden. Auch Svea ist den eSleek 18 schon bei einem Rennen gefahren.

Die DHBW unterstützt ihre Studierenden, wo es geht

Bis man sich tatsächlich hinters Lenkrad klemmen kann, ist es allerdings ein langer Weg. Ohne Unterstützung wäre dieses Projekt für die Studierenden nicht zu stemmen. „Unsere Werkstatt haben wir in Stuttgart in einem Gebäude der DHBW“, erklärt Svea. „Da dürfen wir rumtüfteln und unser Fahrzeug zusammenschrauben. Für Besprechungen können wir auch in die Vorlesungsräume. Der Rest läuft dann über Sponsoring. Wir haben verschiedene Sponsoren, die uns finanziell unterstützen und auch teilweise Teile für uns fertigen, wenn wir nicht die Maschinen dafür haben.“

Es kommt schon mal vor, dass die Studierenden stundenlang telefonieren, ehe ein möglicher Partner Interesse anmeldet. Umso größer ist dann aber auch die Freude über eine Zusage. Das gemeinsame Ziel motiviert. „Was mich fasziniert“, sagt Svea, „ist, dass man dann am Ende ein fertiges Auto auf die Straße stellt – eins, das auch wirklich fährt und Performance bringt.“

Mehr Praxis geht nicht

Fast jede freie Minute hat Svea im vergangenen Jahr in der DHBW-Werkstatt verbracht. Bereut hat sie keine einzige. Tatsächlich mal an einem echten Auto zu schrauben, dazu kommt die  duale Studentin sonst einfach nicht. Im Studium lernt sie die Theorie kennen, die sie in der Praxis direkt anwenden kann. Die Formula Student ist neben dem Praxisanteil im dualen Studium eine weitere wertvolle Chance, theoretisch Erlerntes in der Praxis umzusetzen.

Was ich in einem Jahr da gelernt habe, übersteigt wahrscheinlich das, was ich im Studium vorher gelernt habe.

„Das, was ich in einem Jahr da gelernt habe, übersteigt wahrscheinlich das, was ich im Studium vorher gelernt habe“, meint Svea. „Da kann man alles direkt praktisch anwenden. Aber man lernt nicht nur das Technische umzusetzen, sondern auch im Team zusammenzuarbeiten, sodass man am Ende wirklich ein Auto auf die Beine stellt. Wenn man 80 bis 100 Leute im Team hat und die so koordinieren muss, dass alles funktioniert, steckt da harte Arbeit dahinter, von der man unglaublich viel mitnimmt.“

Svea wird ihr Studium bald abschließen. Nach ihren Erfahrungen bei der Formula Student kann sie sich aber gut vorstellen, dem Hobby weiter treu zu bleiben. Gut möglich also, dass sie doch noch die nächste große Nummer im Motorsport wird.

Du willst auch wissen, wie es sich anfühlt, in einem selbst gebauten Rennwagen über den Asphalt rasen? Bei der DHBW Stuttgart bekommst du die Gelegenheit dazu. Und das ist nur eine von vielen spannenden Perspektiven, die sich aus dem Studium ergeben. Nähere Informationen findest du hier.