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„Ich glaube, kein Job kann einen so erfüllen wie mein Job!“

Lisa hat gemeinsam mit Freunden in München ein Tech-Start-up gegründet, das Firmen dabei hilft, die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) umzusetzen. Sie waren damit genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort, denn ihr Unternehmen läuft super an. Geholfen haben Lisa ihr Background in Recht und IT sowie ein Händchen fürs Gründen. Hier berichtet Lisa über ihre ersten 30 Tage im neuen Job.

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Lisa berichtet in den nächsten Wochen über ihre ersten 100 Tage als Gründerin. Foto: Lisa Gradow

Wer bist du?

Ich bin Lisa Gradow. Ich bin 23 Jahre alt und komme ursprünglich aus Frankfurt. In München habe ich Jura und Informatik studiert. Während der Schulzeit und neben dem Studium bin ich schon an diversen Gründungen beteiligt gewesen und habe in echt vielen Start-ups gearbeitet.

Heute bin ich CPO und Mitgründerin des Münchner Start-ups usercentrics, das ich gemeinsam mit meinen Freunden Mischa Rürup und Vinzent Ellissen aufgezogen habe. Wir haben ein Tool entwickelt, mit dem Unternehmen ihre Webseiten an die neu in Kraft getretene Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) anpassen können. Unser Ziel ist es, in dem Bereich marktführend zu werden – am besten weltweit! Mein Spruch: „Not Data is the new gold, consent is!“ 

Warum hast du dich für die Gründung entschieden?

Immer wenn ich in meinem früheren Job in einem Start-up die Gründer gesehen habe, dachte ich mir: „Geil, deinen Job will ich machen!“ Einfach, weil ich es mir so toll vorgestellt hab, wie es sein muss, wenn du eine Firma in so kurzer Zeit hochziehst und du einfach alles entscheidest.

In meinen früheren Jobs fand ich es immer unbefriedigend, dass man nur ein eingeschränktes Themengebiet hatte – das war in meinem Fall halt Recht. Das war mir immer nicht genug: Ich wollte auch was Kreatives machen und auch Strategie und gern auch mal Sales. Ich wollte immer alles. Business Development!

Aber das kannst du nicht im normalen Job, außer du bist im Management oder du bist halt der Gründer. Mir war also schon immer klar, ich kann eigentlich nur gründen, anders werde ich persönlich in meiner beruflichen Karriere nicht glücklich. Ich kenne mich selbst gut genug, um zu wissen, was meine Rolle ist: Gründerin und Unternehmerin.

Und wie kam es dann dazu?

Ich habe während meines Studiums nebenher in einem Start-up gearbeitet. Das war eine Night Life-App, mit der du Clubs und Bars in deiner Umgebung entdecken konntest. Wir waren nur 5 Leute, sodass ich da schon handeln konnte wie eine Gründerin. Mit diesem Unternehmen sind wir dann irgendwann in andere Bereiche – also nicht mehr nur Night Life – expandiert, haben die Firma sogar in die USA verlegt und dort noch einmal neu gegründet. Das war alles sehr aufregend.

Als ich wieder in Deutschland war, habe ich angefangen, neben meinem Jurastudium noch Informatik zu studieren. Ich war einfach fasziniert davon, was die Entwickler machen. Wollte wissen, wie das alles funktioniert und wie viele Zeilen Code hinter einem einzelnen Button stecken.

Ich dachte mir: Komm, ich mach das jetzt einfach!“

In meinem letzten Job neben dem Studium habe ich dann Legal und Compliance und vor allem Informationssicherheit und Datenschutz gemacht. Da landete dann eines Tages die neue DSGVO auf meinem Tisch, die ich umsetzen sollte. Und da kam es mir einfach: Da sind so viele Punkte drin, die eigentlich nicht umsetzbar sind für ein Unternehmen beziehungsweise die technische Lösungen erfordern. Auf der anderen Seite ist sie so voller toller Sachen, die umgesetzt gehören und die wichtig für die User sind, wie eben Datenschutz und More Privacy.

Ich habe dann zunächst eine App entwickelt, mit der Endkunden ihre Rechte mit wenig Klicks geltend machen können. Daran wollte ich weiter arbeiten, habe dann aber meinen alten Freund Mischa wiedergetroffen, der schon einmal erfolgreich gegründet hatte und zufällig auch gerade an einer DSGVO-Geschäftsidee arbeitete. Dann haben wir uns zusammen getan.

Welche Gefühle, Sorgen und Bedenken hattest du beim Start?

Eigentlich hatten die Menschen um mich herum mehr Bedenken als ich selber. Meine Eltern waren beispielsweise total dagegen! Teilweise hab ich ihnen erzählt, ich gehe in die Bibliothek, obwohl ich zum Start-up gegangen bin. Weil ich wusste, sie wollten nicht, dass ich da all in gehe. Aber jetzt sehen sie ja, dass es anläuft. Und es ist alles gut.

Dieses ständige „Aber was ist, wenn es nicht klappt?“ von allen anderen hat mich erst nachdenklich gemacht, dann aber trotzig. Ich war richtig genervt davon, wenn mal wieder jemand diese Frage gestellt hat. Ich dachte mir dann: „Komm, ich mach das jetzt einfach! Egal, was passiert, ich kann jederzeit was anderes machen!“ Und so ist es ja auch. In dem Moment, wo ich aus meinem alten Studentenjob raus war und die Sache mit usercentrics richtig anfing, war ich nur noch happy!

Welche Hürden musstest du in den ersten 30 Tagen überwinden?

Die Anfangsphase war total verrückt und ist es eigentlich immer noch. Normalerweise fängt so ein Start-up ja langsam an: Man entwickelt sein Produkt und akquiriert dann langsam Kunden. Bei uns war es umgekehrt. Es ging von Anfang an einfach ab. Es war ein komplettes Durcheinander. Einfach dadurch, dass das Gesetz plötzlich da war, kamen so viele Anfragen von selbst. Die Unternehmen brauchten schnell Hilfe und es gab wenige Lösungen wie unsere.

Die Telefonnummer auf unserer Webseite ging direkt auf mein Handy!“

Und wir waren auf diesen Sturm gar nicht richtig vorbereitet: Wir waren dafür zu wenige Leute und mussten alles selber machen! Ich war plötzlich der eine Ansprechpartner für gefühlt 100 Kunden – ich habe Technischen Support gemacht, Human Resources, Marketing, Sales, Buchhaltung, alles. Teilweise haben uns Großkonzerne angerufen und gesagt: „Wir müssen morgen live gehen, könnt ihr das machen?“ Und die Telefonnummer auf unserer Webseite ging direkt auf mein Handy. So habe ich die ersten beiden Monate eigentlich nur in einem Modus von einem anderen Stern verbracht.

Die größten Hürden waren also einfach Arbeitsüberlastung, wenig Schlaf, viel Stress.

Wie fühlt sich dein erster Job nach den ersten 30 Tagen an?

Sobald das Start-up anlief, war ich nur noch happy – und ich bin es immer noch. Denn wir haben Medienaufmerksamkeit bekommen und gleich glückliche Kunden und es war einfach nur toll! Ich bin total erfüllt. Klar ist es sehr stressig, aber ich glaube, kein Job kann einen so erfüllen wie mein Job. Es sei denn, du bist Arzt und rettest Menschen oder so. Aber in einem normalen Bürojob haben, glaube ich, wenige so eine Zufriedenheit wie ich.

 

 

Die Techniker Krankenkasse und ze.tt stellen euch an dieser Stelle in den nächsten Wochen drei Protagonist*innen vor, die ihren ersten Job nach der Uni angefangen und ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben. Wir begleiten Lisa, Holger und Lena bei ihren ersten 100 Tagen im Job und finden heraus, wie das so für sie war, plötzlich im Arbeitsleben zu stecken. Die drei berichten auch persönlich über ihre Erfahrungen in der deutschlandweiten Veranstaltungsreihe „Die ersten 100 Tage im Job“.  Termine und Anmeldung unter www.zeit.de/100tage. Wollt ihr mehr zur Aktion erfahren? Dann schaut hier rein!