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„Es ist wichtig, dass man sich nicht schämt, Fragen zu stellen.“

Mini ist vor Kurzem in ihren ersten Job nach dem Studium gestartet. Als Junior Account Managerin trägt sie einen Titel, unter dem sich die wenigsten etwas vorstellen können. Hier berichtet Mini über ihre ersten 66 Tage im neuen Job.

Techniker Krankenkasse tk 100 Tage im Job berufseinstieg

Mini hatte ihren Berufseinstieg in einer Werbeagentur. Hier berichtet sie über ihre ersten 100 Tage im Job.

Minh-Hien Nguyen hat kürzlich ihren ersten Job nach dem Studium angefangen, nämlich als Junior Account Managerin in der Berliner Werbeagentur VCCP. Der Job ist ihr quasi zugeflogen, denn nachdem sie lange neben dem Studium in der Agentur gearbeitet und gute Arbeit geleistet hatte, wurde ihr die feste Stelle nach dem Studium einfach angeboten.

Die 23-Jährige wird von ihren Freund*innen nur Mini genannt. Auch in der Arbeit hat sich der Spitzname schnell etabliert, denn in der Agentur geht es sehr locker zu. Heute finden wir heraus, wie es Mini in ihren ersten 66 Tagen im Job ergangen ist.

Du machst deinen Job jetzt seit 66 Tagen. Wie gefällt es dir denn?

Es gefällt mir gut. Der Beruf ist sehr abwechslungsreich und ich lerne immer noch täglich viel dazu.

Bei unserem letzten Gespräch hattest du noch berichtet, dass du eher die leichten Aufgaben bekommst, auch solche, die du schon früher in deinem Studierenden-Job gemacht hast, um dich nicht zu überfordern. Wie sieht es jetzt aus?

Mittlerweile habe ich schon auch eigenständigere Aufgaben bekommen, auch im Bereich Budgetierung und Planung. Da müssen dann Timelines oder Kostenvoranschläge erstellt werden.

Das ist schon erst einmal fordernd. Ich dachte mir: „Okay, wie soll ich das jetzt einschätzen, wie lange ein Grafiker für diese oder jene Arbeit braucht oder wie lange ein Texter für einen bestimmten Text braucht?“ Um diese Kalkulationen machen zu können, braucht man eigentlich jede Menge Erfahrung, die ich ja noch nicht habe. Das fand ich dann schon krass  – und das finde ich eigentlich immer noch!

Natürlich sollten die Berechnungen valide sein, damit man am Ende niemanden über’s Ohr haut.

Natürlich sollten die Berechnungen valide sein, damit man am Ende nicht den Dienstleister über’s Ohr haut oder sogar den Kunden. Und man sollte natürlich auch so rechnen, dass noch ein bisschen was bei der Agentur hängen bleibt.

Hast du Unterstützung von deinen Mentor*innen bekommen?

Genau. Ich wurde dabei nicht allein gelassen, sondern ich frage natürlich nach Hilfe. Und das ist auch wichtig, dass man sich nicht schämt, Fragen zu stellen und dann vielleicht aus Scham oder falscher Eitelkeit eine Fehlentscheidung trifft.

[Außerdem auf ze.tt: Holger, Bauingenieur aus Leipzig: „Ich finde es wichtig, dass man sich und andere nicht hängen lässt.“] 

Meine Kolleginnen und Kollegen schauen mit mir gemeinsam auf die Berechnungen und geben mit Tipps, wie ich was zu berechnen habe. Ich habe also so gesehen keinen permanenten Mentor, der mich immer unter die Fittiche nimmt, aber es gibt Personen, die ich fragen kann und die mir zeigen, wie bestimmte Sachen gehen.

Hast du inzwischen schon ein Projekt ganz von Anfang an mitbetreut?

Nein, noch nicht. Derzeit arbeite ich noch den unterschiedlichen Projekten der Kolleginnen und Kollegen zu. Ich führe da ganz unterschiedliche Aufgaben in den laufenden Projekten aus und lerne sehr viel Neues.

Es ist wichtig, dass man sich nicht schämt, Fragen zu stellen.

Es wird sicher auch noch eine Weile dauern, bis ich eine Kampagne von Anfang an mitbetreuen kann. Das liegt daran, dass natürlich alle Projekte schon im Gange waren, als ich anfing. Das heißt, ich bin überall mitten rein gekommen. 

Aber bei den Meetings mit den Kund*innen bist du schon dabei, oder? Wie war das für dich?

Irgendwie ganz spannend. Ich habe auch etwas über mich selbst gelernt. Wenn man zum ersten Mal mit zu einem Kundentermin geht, wird man natürlich erst einmal vorgestellt und lernt auch alle kennen, die an dem Projekt so beteiligt sind.

[Außerdem bei ze.tt: Mini, Junior Account Managerin aus Berlin: „Es beruhigt mich, dass das, was ich mache, nicht in Stein gemeißelt ist.“]

Dabei bin ich so der Typ „stiller Beobachter“, habe ich festgestellt ­– denn was willst du da auch groß fragen?! Du weißt ja erst einmal nichts. Ich saß dabei und habe mir alles erst einmal angehört. Zum Glück verlangt in dieser Situation aber natürlich auch keiner, dass man als Neuling da direkt den Plan hat und schlaue Sachen sagt.

Du hast an der UdK, der Universität der Künste in Berlin, studiert. Jetzt bist du aber Account Managerin. Fehlt dir das Kreative in deinem jetzigen Beruf?

Ich habe mich bewusst dagegen entschieden, nur kreativ zu arbeiten, denn da muss man auf Knopfdruck sofort immer die perfekte Idee haben. Das liegt mir nicht so. Ich arbeite dann lieber an der Schnittstelle zwischen Kreation und Marketing.

Als Junior Account Manager bist du jetzt nicht nur der Buchhalter oder der Super-Organisator, sondern du musst auch ein Gefühl für Ästhetik haben und wissen, was gut aussieht und was auch funktioniert und was nicht.

Du musst auch ein Gefühl für Ästhetik haben und wissen, was gut aussieht und was auch funktioniert und was nicht.

Man ist schon mit einem kreativen Mindset dabei und man lernt irgendwann den Kunden so gut kennen, dass man mit der Zeit weiß, was er präferiert. Und das ist dann Gold wert für das Kreativteam, denn denen kann man dann gute Tipps geben, was der Kunde mag und was nicht. Also das habe ich jetzt natürlich noch nicht so drauf. Aber ich denke, dieses Feingefühl für den Kunden werde ich dann über die Zeit gewinnen.

Was würdest du derzeit sagen, ist das Wichtigste in deinem Job?

Ganz klar die Kommunikation. Du bist permanent dabei, Kundenmails zu schreiben und zu beantworten. Du bist permanent am Telefon, immer im Austausch mit den Kollegen, der Kreation, der Strategie, den Kunden. Alle wollen immer auf dem Laufenden gehalten werden, damit alle immer wissen, wo man gerade im Projekt steht. Zum Glück ist das etwas, was ich eigentlich sehr gut kann: Reden.

Hast du Tipps für andere, wie man an den Traumjob kommt?

Also für mich war bei der Wahl praktische Erfahrung besonders wichtig und hilfreich. Ich wusste nie so wirklich wohin. Nach dem Abi dachte ich: „Oh mein Gott, was wird nur aus mir?“ Ich habe das Speed-Abi in nur 12 Jahren gemacht, da hatte man gar keine freie Zeit zum Nachdenken.

Nach dem Abi dachte ich: Oh mein Gott, was wird nur aus mir?

Ich habe erstmal ein paar Praktika gemacht, um zu schauen, was es da draußen überhaupt so gibt. Weil meine Eltern nicht studiert hatten, hatte ich gar keine Ahnung, was man so studieren kann, außer vielleicht Medizin und Jura. Ich konnte vieles für mich ausschließen, aber was ich wollte, wusste ich nicht.

Erst über die Praktika und über Empfehlungen meiner dortigen Kolleginnen und Kollegen bin ich auf mein späteres Studium gestoßen. Ich würde daher jedem empfehlen, erst einmal Erfahrungen zu sammeln.

Die Techniker Krankenkasse und ze.tt stellen euch an dieser Stelle in den nächsten Wochen drei Protagonist*innen vor, die ihren ersten Job nach der Uni angefangen und ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben. Wir begleiten Lisa, Holger und Mini bei ihren ersten 100 Tagen im Job. Die drei berichten auch persönlich über ihre Erfahrungen in der deutschlandweiten Veranstaltungsreihe „Die ersten 100 Tage im Job“.  Termine und Anmeldung unter www.zeit.de/100tage. Wollt ihr mehr zur Aktion erfahren? Dann schaut hier rein!