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„Man arbeitet nicht nur, man ist auch noch ein Mensch.“

Mini arbeitet seit 100 Tagen als Junior Account Managerin in einer Berliner Agentur. Hier berichtet Mini über ihre ersten eigenen Projekte, den Support ihrer Kolleg*innen und die Suche nach der Work-Life-Balance.

TK 100 Tage Job Mini

Mini arbeitet seit 100 Tagen in ihrem neuen Job und merkt bereits jetzt, wie wichtig eine gute Work-Life-Balance ist. Foto: Julia Notkina

Minh-Hien Nguyen, genannt Mini, startete vor 100 Tagen in ihren ersten Job. Nach ihrem Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste in Berlin erhielt sie von der Berliner Werbeagentur VCCP überraschend ein Jobangebot als Junior Account Managerin. Dort hatte sie während ihres Studiums bereits am Empfang gearbeitet, doch in der neuen Position warteten völlig neue Herausforderungen auf sie.

In der dritten Folge der Artikelserie um Mini erzählt sie, wie ihre ersten 100 Tage im Job gelaufen sind, wie sie im Team angekommen ist und wieso es wichtig, aber schwierig ist, als Berufsanfängerin die Work-Life-Balance wiederzufinden.

Bei unserem letzten Gespräch hast du erzählt, dass du noch die Rolle der stillen Beobachterin einnimmst. Wie fühlst du dich in der Agentur mittlerweile und was hat sich geändert?

Ich fühle mich echt gut in der Agentur. Ich bekomme mehr Verantwortung zugesprochen, als das in anderen Agenturen gängig ist. Dort dauert es etwas länger, bis man mal ein eigenes Projekt übernimmt. Ich hingegen durfte jetzt schon eigenständig ein Projekt koordinieren.

Also ganz und gar nicht mehr die stille Beobachterin. Wie hast du dich mit der neuen Herausforderung gefühlt?

Wir haben unter anderem einen Workshop in Köln gemacht, um gemeinsam die neue Werbekampagne für einen Kunden zu erarbeiten. Das war mein erster Businesstrip und echt ziemlich cool! Auch wenn es weniger glamourös war, als man sich solche Trips immer vorstellt: Letztendlich steht man früh auf, setzt sich ins Taxi, fährt zum Flughafen, ist da und dann geht’s zurück. Ich habe mich vor allem um Organisatorisches gekümmert, sowohl die Reiseplanung als auch Rechnungen. Ich habe alles rund um den Workshop organisiert. Der Workshop selbst wird dann aber von den Menschen geführt, die da hinkommen.

Natürlich ist es etwas beängstigend, wenn man die neuen Kunden nicht kennt. Das ist wahrscheinlich in allen Berufen so: Wenn man neue Leute kennenlernt, muss man erst mal schauen, wie die so drauf sind. Zum einen muss man offen und freundlich sein, zum anderen stellt man sich als Berufsanfängerin vielleicht doch etwas zurück.

Ich wollte nicht zu extrovertiert sein und dann Fehler machen.

Ich wollte nicht zu extrovertiert sein und dann Fehler machen. Also habe ich viele Fragen gestellt und versucht, so viel wie möglich mitzunehmen. Es bringt nichts, so zu tun, als ob man schon alles wüsste. Für die alten Hasen im Geschäft ist es meistens gar nicht mehr so einfach, einzuschätzen, was ein Berufsanfänger schon weiß und was nicht.

[Außerdem bei ze.tt: Mini, Junior Account Managerin aus Berlin: „Es ist wichtig, dass man sich nicht schämt, Fragen zu stellen.“]

Du hast also in deinem Team das Gefühl, Unterstützung zu bekommen?

Absolut. Wir haben sogar Kollegen in London, wo unser Headquarter ist. Da gibt es Projektmanager, die mich durchgeführt und mir ihre Erfahrungen mitgegeben haben. Ich war also nicht völlig verloren, sondern wurde sogar von der Direktorin begleitet und konnte ihr jederzeit Fragen stellen. Außerdem frage ich meine Vorgesetzten immer, ob sie noch mal drüber schauen können, wenn ich zum Beispiel einen Kostenvoranschlag stelle. Wenn man verschiedene Leute fragt, dann sieht man, wie sie das machen und kann von jedem etwas lernen. Mein Tipp ist es, egal wie beschäftigt alle wirken, zu fragen, ob jemand die eigene Arbeit kontrollieren kann. Schließlich freuen die sich auch nicht, wenn etwas falsch läuft.

Das klingt so, als seist du schon richtig im Team angekommen.

Ja, ich bin definitiv gut im Team angekommen und verstehe mich super mit meinen Kollegen. Im Tagesgeschäft kommt man weniger dazu, direktes Feedback zu bekommen. Aber mir dieses Vertrauen entgegenzubringen, ist eine non-verbale Bestätigung meiner Arbeit.

Gibt es auch schon Kolleg*innen, die dich um Hilfe bitten?

Ja, wir haben eine neue Kollegin, die sich tatsächlich manchmal Tipps von mir holt. Sie macht diesen Job zwar schon länger, allerdings sind die Vorgänge von Agentur zu Agentur unterschiedlich. Also freue ich mich darüber, dass sie mich schon um Hilfe gebeten hat. Das ist ein ganz cooles Gefühl, auch mal Rat geben zu können.

Wie handhaben deine Kolleg*innen Feedback? Machen sie das schon richtig oder hättest du es lieber ganz anders? 

Ich finde, sie machen das super. Generell ist es bei Feedback sehr wichtig, dass es ehrlich ist. Es bringt nichts, zu sagen, dass eine Aufgabe super gemacht wurde und danach wird dann doch noch ganz viel daran geändert. Wenn man nicht offen und ehrlich ist, kann der andere nichts aus dem Feedback lernen.

Generell ist es bei Feedback sehr wichtig, dass man ehrlich ist.

Das erste Feedback-Gespräch mit meinem Chef nach drei Monaten war durchweg positiv und er ist mir sehr darin entgegengekommen, indem er mir einen Mentoren an die Hand geben möchte. Generell sind wir alle sehr offen miteinander.

[Außerdem bei ze.tt: Holger, Bauingenieur aus Leipzig: „Mit meinem Praktikum habe ich mir meine eigene Einstiegsstufe gemauert.“]

Was würdest du sagen, war für dich das größte und wichtigste Learning der ersten drei Monate im Job? 

Ich denke, das Wichtigste ist die klare Trennung zwischen Arbeit und Privatleben. Es ist wichtig, dass man, sobald man das Büro am Morgen betritt, wirklich da und aktiv ist und arbeitet. Also nicht die eigene Zeit da vertrödelt. Genauso wichtig ist es aber, dass man, wenn man das Gebäude verlässt, auch loslassen und abschalten kann. Das ist die Krux.

Wer zu Hause noch ewig über den Job nachgrübelt, stresst sich am Ende nur noch mehr. Und je mehr man sich in der Freizeit stresst, desto unproduktiver ist man auch im Job. Man braucht einen On-/Off-Knopf. Man arbeitet nicht nur, man ist auch noch ein Mensch.

Wie wirkst du in deiner Freizeit dem Stress entgegen?

Ich bin gerade auf der Suche nach einem Hobby. Nach Feierabend will man primär relaxen, was cooles anschauen, ins Kino gehen oder ähnliches, aber letztendlich ist das ja nur Berieselung. Und man macht nichts wirklich Aktives für sich selbst. Ich finde daher ein Hobby gut, um gezielt den Kopf richtig auszuschalten.

Pilates und Yoga finde ich spannend, weil man so einen Kontrast zum Schreibtisch erhält. Ich merke erst jetzt, wo ich den ganzen Tag am Schreibtisch sitze, wie viel ich mich während meines Studiums noch bewegt habe. Damals ist man immerzu von der Vorlesung zum Seminar zur Bibliothek gerannt und man hatte auch sonst mehr Möglichkeiten, sich den Tag selbst zu strukturieren. Das ist bei einem 40-Stunden-Job nicht mehr so. Darum möchte ich die Bewegung gezielt einplanen.

Die Techniker Krankenkasse und ze.tt stellen euch an dieser Stelle in den nächsten Wochen drei Protagonist*innen vor, die ihren ersten Job nach der Uni angefangen und ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben. Wir begleiten Lisa, Holger und Mini bei ihren ersten 100 Tagen im Job. Die drei berichten auch persönlich über ihre Erfahrungen in der deutschlandweiten Veranstaltungsreihe „Die ersten 100 Tage im Job“.  Termine und Anmeldung unter www.zeit.de/100tage. Wollt ihr mehr zur Aktion erfahren? Dann schaut hier rein!