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„Es beruhigt mich, dass das, was ich tue, nicht in Stein gemeißelt ist!“

Mini ist Junior Account Managerin in einer Werbeagentur. Der Job ist ihr quasi zugeflogen, nachdem sie in einer ganz anderen Stellung im Unternehmen brilliert hatte. Hier berichtet Mini über ihre ersten 30 Tage im neuen Job.

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Mini ist Junior Account Managerin in einer Berliner Werbeagentur. Ihr kreatives Studium hat sie auf die Arbeit gut vorbereitet. Foto: Julia Notkina

Wer bist du?

Ich bin Minh-Hien Nguyen, aber alle nennen mich Mini. Ich bin 23 Jahre alt und habe an der Universität der Künste in Berlin Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation studiert. Das ist ein Bachelor-Studiengang, der dich, entgegen dem sperrigen Namen, auf alles vorbereitet, was man in einer Werbeagentur macht.

Genau in dem Bereich arbeite ich jetzt auch und zwar als Junior Account Managerin bei der Werbeagentur VCCP in Berlin.

Wie bist du zu diesem Job gekommen?

Mein Jobeinstieg ist eigentlich ganz cool gelaufen. Ich habe nämlich schon während meines Studiums auf 450-Euro-Basis in der Agentur gearbeitet, allerdings saß ich da am Empfang. Neben meinen eigentlichen Aufgaben im Office Management habe ich ab und an den Kollegen unter die Arme gegriffen und habe unter anderem Recherchen durchgeführt und Präsentationen erstellt.

Im Nachhinein betrachtet, war diese Zuarbeit wohl der ausschlaggebende Punkt, warum sie mich auf dem Schirm hatten.

Im Nachhinein betrachtet, war diese Zuarbeit wohl der ausschlaggebende Punkt, warum sie mich auf dem Schirm hatten. Denn nachdem ich eigentlich schon gekündigt hatte, um für ein halbes Jahr Erasmus in Frankreich zu machen, bekam ich eine E-Mail, in der mir der Job als Junior Account Managerin angeboten wurde. Erst war ich etwas überrascht, denn ich musste ja auch erst noch meine Bachelorarbeit fertig schreiben. Aber ich habe dann doch zugesagt und telefonisch einen etwas späteren Einstiegstermin verhandelt.

Wie muss ich mir den Beruf der Junior Account Managerin denn vorstellen?

In der Agentur machen wir klassische Werbung, das kann TV-Werbung sein oder Anzeigen, aber auch digitale Kampagnen, zum Beispiel auf Social Media. Und wir Berater sind quasi an der Schnittstelle zwischen den kreativen Köpfen der Agentur und den Marketing-Vertretern der Kunden.

Der Kunde, also eine bestimmte Firma, kommt mit einem Wunsch zu uns und wir schauen, wie wir das Werbeziel des Kunden am besten mit dem Team umsetzen können. Erst einmal gibt es ein sogenanntes Briefing, dann schreiben wir ein Konzept und daraufhin geht es immer wieder in Feedback-Runden hin und her, bis der Kunde zufrieden ist und wir in die Produktion gehen können.

[Außerdem bei ze.tt: Laura, Gründerin aus München: „Ich glaube, kein Job kann einen so erfüllen wie mein Job!“]

Einen großen Teil meiner Arbeit macht auch die Budgetplanung aus. Wir schauen, was möglich ist mit dem Geld, das ein Kunde uns zur Verfügung stellt. Daher auch die Bezeichnung Account Manager, weil wir die Personen sind, die quasi den Account managen.

Hat dich dein Studium gut auf diesen Job vorbereitet?

Im Grunde ja. Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste ist ein sehr kreativer Studiengang. Er bedient alles, was eine Werbeagentur macht und gibt einem ein ganzes Toolkit an kreativen und organisatorischen Fertigkeiten mit. Mein Studium war sehr projektbasiert und echt praktisch ausgerichtet. Wir haben beispielsweise Filme gedreht, vertont und geschnitten. Wir hatten kreatives Schreiben, aber eben auch BWL-Kurse, die dann wiederum total zahlengetrieben waren.

Du bist dann aber nicht in die Kreativ-Ecke gegangen? Das wäre ja in der Werbeagentur auch möglich gewesen.

Ja, das stimmt. Aber ich habe gemerkt, dass mir das Organisatorische besser liegt. Ich umgebe mich zwar unheimlich gern mit dem Kreativen, aber ich merke auch: Ich selbst bin nicht kreativ genug. Du musst ja auf Knopfdruck immer gleich eine richtig gute Idee parat haben. Und du hast dafür auch nicht so viel Zeit. Da ist dann auch viel Druck dahinter, auf Anhieb kreativ sein zu müssen.

Wie hast du dich beim Zurückkommen in die Agentur gefühlt?

Tatsächlich war es ganz natürlich, in die alte Umgebung zurückzukommen. Es hat sich ein bisschen angefühlt, wie nach Hause kommen, weil man ja schon viele Menschen und auch die Umgebung kannte. Aber es war schon auch aufregend – aber eben nicht wegen der Leute, sondern vielmehr wegen der neuen Aufgaben.

War es denn dann auch sehr anders?

Ja, auf jeden Fall. Ich hatte am Empfang eher so eine Meta-Perspektive auf alles. Ich sah: Okay, da kommt jetzt ein Kunde X und der hat mit Berater Y einen Termin und die gehen in Raum Z. Das war es dann aber auch schon. Weiter hatte ich mit dem Prozess ja nichts zu tun. Jetzt bin ich plötzlich in einer Lage, in der ich mit im Besprechungsraum bin. Und ich sehe die Schritte, die dazu führen, dass beispielsweise ein TV-Spot entsteht. Das ist schon etwas ganz anderes.

[Außerdem bei ze.tt: Holger, Bauingenieur aus Leipzig: „Mit meinem Praktikum habe ich mir meine eigene Einstiegsstufe gemauert.“]

Und auch plötzlich nicht mehr so nebenbei da zu sein, sondern in Vollzeit. Das gibt dir auch erst einmal ein ganz anderes Gefühl. Acht Stunden am Tag! Da ist plötzlich dieses Büro eine ganz eigene Welt, in der du gefühlt dein Leben verbringst.

Viele deiner Kolleg*innen kannten dich beim Jobeinstieg ja schon. Glaubst du, du wurdest in den ersten 30 Tagen anders behandelt als eine ganz neue Mitarbeiterin?

Meine Kolleg*innen wussten schon, dass ich die Dinge zum ersten Mal mache und haben darauf Rücksicht genommen, um mich nicht zu überfordern. Zu Anfang habe ich die leichten Aufgaben bekommen, unter anderem auch Aufgaben, die ich früher schon einmal gemacht habe, wie etwa Recherche.

Plötzlich nicht mehr so nebenbei da zu sein, sondern in Vollzeit. Das gibt dir auch erst einmal ein ganz anderes Gefühl.

Allerdings ist mir schon aufgefallen, dass mir nicht von Grund auf alles neu erklärt worden ist. Ganz banale Sachen über den Büroalltag wurden schon vorausgesetzt. Beispielsweise hat mir keiner gesagt, wann wir anfangen, weil in den Köpfen war: Ach, die weiß ja, dass 9:30 Uhr die Agenturzeit ist. Das wusste ich aber nicht. Dann war ich schon kurzzeitig verunsichert und dachte so: Hmm, wenn mir das keiner gesagt hat, gilt das dann auch für mich?

Wie fühlt sich dein erster Job nach den ersten 30 Tagen an?

Mein Job fühlt sich gut an. Es gefällt mir, erst einmal die kleinen Aufgaben zu machen und mich an die Arbeit heranzutasten. Derzeit arbeite ich den unterschiedlichen Projekten der Kolleg*innen zu und lerne sehr viel Neues. Und es beruhigt mich, dass das, was ich tue, nicht in Stein gemeißelt ist! Wenn ich einen Fehler mache, dann richte ich damit nichts Schlimmes an. Sondern da schaut immer noch einmal einer drüber. Ich bin in der „safety zone“. Das stresst einen weniger, als wenn man direkt an ein eigenes Projekt gesetzt wird, wo man dann gar nicht richtig weiß, was man machen soll.

Die Techniker Krankenkasse und ze.tt stellen euch an dieser Stelle in den nächsten Wochen drei Protagonist*innen vor, die ihren ersten Job nach der Uni angefangen und ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben. Wir begleiten Lisa, Holger und Mini bei ihren ersten 100 Tagen im Job. Die drei berichten auch persönlich über ihre Erfahrungen in der deutschlandweiten Veranstaltungsreihe „Die ersten 100 Tage im Job“.  Termine und Anmeldung unter www.zeit.de/100tage. Wollt ihr mehr zur Aktion erfahren? Dann schaut hier rein!