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Was in deinem Kopf passiert, wenn du Hörbücher hörst

Es soll ja Menschen geben, die beim Hören eines Hörbuchs einfach einschlafen. Für unsere Autorin unvorstellbar. Wie kann man schlafen, wenn man gerade in eine andere Welt entführt wird?! Ein Liebesbrief ans Zuhören.

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Zuhören bedeutet, sich vollkommen in die Geschichte fallen zu lassen. Foto: Kinga Cichewicz / Unsplash | CC0

Neulich lag ich im Bett und hörte ein Hörbuch von Jonathan Safran Foer. Ich hatte es mir zum Einschlafen angemacht, so wie alle Menschen es mir immer empfehlen. Da war es 23 Uhr. Um 4 Uhr morgens lag ich immer noch wach und lauschte gespannt. Wie jemand schlafen kann, wenn ein anderer Mensch spricht, ist mir einfach ein Rätsel. Bei mir jedenfalls kein Anzeichen von Müdigkeit. Schließlich verursacht die Geschichte in meinem Kopf ein buntes Farbenspiel. Wer denkt denn da ans Schlafen?

Andere mögen auf TV oder Movie-Streaming schwören – ich schwöre auf Hörbücher! Denn ich will das volle Programm: Ich will, dass sich mein Kopf ein bisschen anstrengen muss. Dass sich eine ganz eigene Welt vor meinem inneren Augen entfaltet, die nur ich allein sehen kann. Und ich will den Originaltext, den der*die Autor*in für mich geschrieben hat, und nicht irgendeine für das Filmpublikum angepasste Version.

Wirklich fesseln kann mich nur, was direkt ins Ohr geht. Hörbücher berieseln mich nicht nur, sondern fordern meine Fantasie heraus. Sie bringen mich dazu, mich ihnen ganz und gar zu widmen, mich in die Figuren hineinzuversetzen, mit ihnen zu fühlen, zu lachen und zu weinen. So sehe ich nicht nur, wie Lizzy Bennet in „Stolz und Vorurteil“ um Fassung ringt  – nein, ich kann ihre Gedanken hören, ihre Ängste spüren, ihre Zweifel und ihre Gefühle nachempfinden. Es ist, als würde sie mir alles direkt anvertrauen  – sie flüstert in mein Ohr. So nahe komme ich sonst einer literarischen Figur nie.

Hörbücher sind einfach immer wunderbar – und auch ein bisschen reinigend

Überhaupt bin ich, wenn ich ein Hörbuch höre, immer wieder überrascht, wie sich die Geschichte mit meinen eigenen realen Erfahrungen mischt. Dann sehen plötzlich die Figuren den Menschen aus meinem Leben verblüffend ähnlich. Und dann spielen sich die Szenen an Orten ab, die ich kenne. Wenn beispielsweise Charlie und seine neuen Freunde in „The Perks of Being a Wallflower“ in ihrem Auto durch die Straßen heizen, dann sind sie für mich immer auf der Leopoldstraße in München unterwegs, selbst wenn ich das Buch auf Englisch gehört habe und es in Amerika spielt. Denn in München habe ich gewohnt, als ich das Hörbuch zum ersten Mal hörte. Draußen rauschten immer wieder Halbstarke in ihren teuren Cabrios vorbei. Das ist eine Verknüpfung, die ich nicht mehr loswerde. Ein perfektes Match.

Wenn hingegen Mr. Darcy mit Elisabeth Bennet in „Stolz und Vorurteil“ spazieren geht, dann immer auf dem Hügel mit der großen Kastanie, unter der wir als Kinder immer gespielt haben. Egal wie oft ich das Buch höre – und auch egal, dass ich es inzwischen eigentlich besser wissen müsste – Longbourn, der Wohnsitz der Bennets, sieht in meinem Kopf immer aus wie meine Heimatstadt. Und als ich vor einigen Jahren die „Känguru-Chroniken“ von Marc-Uwe Kling zum ersten Mal hörte, zog das Känguru ganz selbstverständlich in eine Wohnung ein, die der meiner Berliner Freundin Lotte zum Verwechseln ähnlich sah.

Ich liebe das. Wie sich im Kopf all diese Geschichten zusammenfügen und sich irgendwie dabei auch in meine Welt verirren. Wie ich mich von der Geschichte, die mir erzählt wird, entspannen oder auch aufwühlen lassen kann. Und ich liebe die Erzähler*innenstimmen, die sich ganz einfach in meinem Ohr einnisten. Sie sind wie alte Bekannte, die man immer gern wiedertrifft.

Hörbücher schaffen echte JoMO-Momente

Schon als Kind habe ich liebend gern Geschichten gehört. Damals waren es meine Mutter oder meine Oma, die sich mit den Märchen neben mein Bett setzten und mich – ungewollt – vom Schlafen abhielten. Auch sie hatten sich das sicher anders vorgestellt. Später übernahm dann der Kassettenrekorder ihre Rolle. Den konnte man selbst ein- und ausschalten. Und wenn die B-Seite dran war und man selbst zu faul zum Aufstehen, konnte man sich den schon hundertmal gehörten Text ganz einfach selbst vorsprechen. Ganz toll war das.

Seitdem ist sehr viel Zeit vergangen: Kassetten gibt es gar nicht mehr und die Mama ist auch nicht immer griffbereit. Aber dank neuer Angebote wie der Streamingplattform BookBeat kann ich meine Hörbücher jetzt immer und überall auf dem Handy hören.

Und weil man sich immer wieder in diese kuschelige, heile Bullerbü-Welt zurückversetzt fühlt, wenn man sich mal wieder ein Hörbuch anmacht, hat das Hören an sich auch gleich immer etwas Gemütliches. Und das nicht nur, wenn man sich mit einer Tasse Kakao abends ins Bett legt, sondern auch wenn man mal wieder stundenlang im Zug sitzen muss, einen Berg Gemüse für die Lasagne schnippelt oder auch, wenn man geblendet von der Sonne am Strand döst und einfach nicht zum Buch greifen will. Immer macht eine Geschichte, in die man sich hinein fallen lassen kann, alles besser – oder einen schon schönen Moment noch ein bisschen schöner.

Was ich meinen alten Astrid Lindgren-Kassetten verdanke

Heute weiß ich übrigens, dass Vorlesen für Kinder ganz besonders gut ist: Es steigert die Empathiefähigkeit, die Vorstellungskraft, das räumliche und logische Denken. Kinder, die vorgelesen bekommen, können sich besser konzentrieren und merken sich leichter Sachen. Sie haben einen größeren Wortschatz, lernen besser Lesen und können ihre Gedanken besser ordnen und in Worte fassen. Kurz: Zuhören ist einfach gut für den Kopf.

Wenn ich mir also heute so gern was vorlesen lasse, tue ich mir eigentlich kognitiv etwas Gutes! Ein weiterer wichtiger Punkt – wenn man mal wieder jemandem erklären muss, warum man lieber hört statt schaut. Und warum einzuschlafen Verschwendung wäre. Denn wie wir alle wissen, bekommt man vom Fernsehen ja viereckige Augen, vom Hören aber bekommt man all die eben genannten Superkräfte.

 

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Hörbücher gehen direkt ins Ohr. Sie können uns aufwühlen, entspannen, weiterbilden und sind überhaupt ein ganz gesunder Zeitvertreib. Bei BookBeat, der Streamingplattform für Hörbücher aller Art, findest du Hörbücher für jede Lebenslage – on demand. Hol dir hier deinen Rabattcode und hör für 1 Monat kostenlos rein.

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