Anzeige Was ist das?

So finanzierst du dein Sabbatical

Eine Pause vom Job, einfach mal eine Auszeit nehmen – klingt verlockend, oder? Dank immer flexibler werdenden Arbeitsmodellen muss das Sabbatjahr – neudeutsch auch Sabbatical – kein Traum bleiben. Wir verraten, auf was du bei der Vorbereitung achten solltest, damit dein Wunsch nach einer beruflichen Auszeit Wirklichkeit werden kann.

Sabbatical DSGV Sparkasse Geld

Wer ein Sabattical machen will, muss sich vorher Gedanken um die Finanzierung machen. Foto: Sparkasse

Warum eigentlich Sabbatical?

Alle reden davon, doch woher kommt der Begriff überhaupt? Sabbatical leitet sich vom hebräischen Wort „Sabbat“ ab. So heißt es in der Tora: „Im siebten Jahr soll das Land eine vollständige Sabbatruhe zur Ehre des Herrn halten.“ Wörtlich übersetzt bedeutet es „innehalten“ oder „mit etwas aufhören“.

Viele nutzen die Auszeit zum Reisen oder brauchen einfach eine Pause im Job. Bei anderen steht die Zeit mit der Familie oder eine persönliche Neuorientierung im Fokus.

Für dich bedeutet ein Sabbatical im Klartext: Endlich mal raus aus dem Alltag und so richtig abschalten. Völlig egal, ob du als Backpacker durch Kolumbien und Peru reist, ein Buch schreibst oder an einem Hilfsprojekt mitarbeitest – du kannst während deines Sabbatjahres das tun, was du schon immer tun wolltest.

Habe ich gesetzlichen Anspruch auf eine Auszeit?

Jein – grundsätzlich hast du in Deutschland keinen gesetzlichen Anspruch auf ein Sabbatjahr. Es sei denn, du bist Beamter oder Angestellter im öffentlichen Dienst – hier gibt es eine entsprechende Regelung im Arbeitsrecht.

Aber Fragen kostet ja bekanntlich nichts: Viele Arbeitgeber stimmen einer Auszeit zu. Schließlich erhalten sie im besten Fall gut erholte und motivierte Mitarbeiter zurück.

Was muss ich vor meinem Sabbatjahr beachten?

Wie überall kommt es auch bei deinem Sabbatical auf die richtige Vorbereitung an. Mit unserer Checkliste wird deine Auszeit in nur sechs Schritten zur Erfolgsstory:

1. Auszeit beantragen

Sprich rechtzeitig mit deinem Arbeitgeber. Je nachdem, wie bekannt das Sabbatical in deiner Firma schon ist, kann es sein, dass du vielleicht mehrfach fragen musst. Ist deine Auszeit bewilligt, ist eine schriftliche Sabbatical-Vereinbarung ratsam, in der folgende Punkte eindeutig geregelt sind:

  • Dauer des Sabbatjahres
  • Rückkehr an den Arbeitsplatz
  • Art und Weise der Zeitansparung
  • Regelung zur Bezahlung (wenn Du weiter Gehalt erhältst, sollte festgehalten sein, dass Du während deiner Auszeit nicht zur Arbeit verpflichtet bist, aber das Arbeitsverhältnis weiterläuft)
  • Ausschluss oder Anrechnung von Krankheitstagen
  • Kündigungsausschluss während der Abwesenheit
  • Regelung für den Todesfall
  • Insolvenzsicherung des Arbeitszeitkontos

2. Was ist dein Projekt?

Die freie Zeit während eines Sabbaticals ist zu wertvoll, um sie ungenutzt verstreichen zu lassen. Überlege dir am besten vorher, was du alles erleben und machen willst.

3. Finanzen regeln

Reicht dein Geld für die gesamte Zeit des Sabbaticals? Bleibt genug Geld übrig für eine Übergangszeit, falls du nach dem Sabbatical nicht nahtlos wieder im alten Job weiterarbeiten kannst?

4. Familie und Freunde

Besprich deine Pläne mit allen in deinem Umfeld, die sie möglicherweise betreffen.

5. Auszeit vorbereiten

Besonders wenn es ins Ausland geht, ist die richtige Planung essenziell: Ansprechpartner und Anlaufstellen, Anschaffungen oder auch notwendige Impfungen – all das solltest du rechtzeitig klären.

6. Rückkehr nicht vergessen

Eine längere Auszeit bedeutet auch immer: Du musst neu in deinem alten Leben ankommen. Achte auch danach auf eine gute Work-Life-Balance – so profitierst du langfristig von deinem Sabbatical.

Wie finanziere ich ein Sabbatical?

Damit dir auch während deiner Auszeit das Geld nicht ausgeht, ist die Finanzierung eine der ersten Fragen, die du klären solltest. Wenn du unbezahlten Urlaub nimmst, musst du dich selbst um Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung kümmern. Deine Rentenversicherung solltest du unbedingt auf freiwilliger Basis weiterführen. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung ist das aktuell mit einem Mindestbeitrag von 83,70 Euro möglich.

Willst du deine Sozialversicherung nicht unterbrechen, kannst du bis zu vier Wochen unbezahlten Sonderurlaub beantragen – für kleinere Unternehmungen reicht das oft schon aus. Vorteil: Dein Arbeitgeber lässt sich von einer kurzen Auszeit vielleicht ein bisschen leichter überzeugen.

Wenn die Auszeit etwas länger sein soll, sind Überstundenabbau oder der teilweise Gehaltsverzicht im Vorfeld beliebte Modelle. Der Vorteil hier: Dein Sabbatical ist bezahlt und du bist sozial abgesichert – denn die Beiträge zur gesetzlichen Renten-, Pflege- und Krankenversicherung laufen auch während deiner Auszeit ununterbrochen weiter.

Beim Modell Gehaltsverzicht arbeitest du beispielsweise drei Jahre Vollzeit, bekommst aber nur 75 Prozent deines Gehalts ausbezahlt. Im vierten Jahr – deinem Sabbatjahr – erhältst du dann ebenfalls weiterhin dein reduziertes Gehalt.

Damit du besonders bei den finanziellen Fragen nicht den Überblick verlierst, hilft dir die Sparkasse gerne im persönlichen Gespräch weiter. Hier findest du Antworten auf deine Fragen.