Sponsored Was ist das?

Wir haben euch gefragt, was ihr von berufstätigen Frauen gelernt habt

­Eigentlich sollte dieser Artikel Antworten auf die Frage finden, was man von erfolgreichen Frauen lernen kann. Jetzt fragt sich aber unsere Autorin: Wie definiert man Erfolg überhaupt? Unternehmerin Ann-Katrin Schmitz hat Antworten.

Es gibt immer was zu lernen. Was hast du gelernt? Foto: Canva Studio / Pexels | CC0

Meine erste Begegnung mit einer berufstätigen Frau – das war wohl mit meiner Mutter. Meine Mutter ist Bauzeichnerin. Sie hat gearbeitet, während ich im Kindergarten und in der Schule war, Mittagessen gekocht, und weitergearbeitet, während ich neben ihrem Leuchttisch auf dem Teppichboden mit meiner Schwester spielte. Meine Mutter hatte immer was zu tun. Ich kenne sie nicht anders.

Sie hat es gemacht, weil sie finanziell darauf angewiesen war. Sie hat es aber auch gemacht, weil es sie erfüllte. Mir gefiel meine Mutter in der Rolle der berufstätigen Frau, weil ich gesehen habe, dass sie etwas kreiert. Weil ich gespürt habe, dass es ihr Spaß macht – auch wenn es sicherlich anstrengend war. Sie mochte das Gefühl, dass sie etwas besonders gut kann und das andere genau das gut gebrauchen können. Dass eine Frau gerne ihren Beruf ausübt und diese Arbeit priorisiert – das habe ich von ihr vorgelebt bekommen. Aber war meine Mutter auch beruflich erfolgreich?

Wann ist eine Frau eigentlich beruflich erfolgreich?

Das ist natürlich eine Frage der Definition. „Eine Frau ist für mich dann beruflich erfolgreich, wenn sie sich ungeachtet von Titel oder Branche selbst verwirklichen kann. Das gilt genauso für die Altenpflegerin wie auch für die Vorstandsvorsitzende eines Automobilkonzerns“, sagt Ann-Katrin Schmitz.

Foto_AKS
Ann-Katrin Schmitz ist Unternehmerin – und damit erfolgreich. Foto: Linda Böse

Sie ist Co-Gründerin der Marke „Novalanalove“ und für Management und Vermarktung verantwortlich. Das ist aber nur ein Teil ihres Jobs. Als selbstständige Expertin und Beraterin für Social Media- und Influencer-Marketing hat sie sich auf ihrem Instagram-Kanal Himbeersahnetorte eine über 100.000 Follower*innen große Community aufgebaut. Und in ihrem Podcast Baby got Business spricht sie mit verschiedenen Gästen über Branchenthemen. All das erfüllt sie. Kurz: Ann-Katrin ist nicht nur – auch nach ihrer eigenen Definition – eine beruflich erfolgreiche Frau, sie kennt auch einige.

„Eine Frau ist für mich dann beruflich erfolgreich, wenn sie sich ungeachtet von Titel oder Branche selbst verwirklichen kann.“

Ann-Katrin Schmitz

Berufliche Selbstverwirklichung ist für Ann-Katrin eben nicht zwingend an ein bestimmtes Gehalt oder Personalverantwortung gebunden, sondern bedeutet vielmehr, dass man sich persönlich durch die Tätigkeit erfüllt fühle. Nach Ann-Katrins Definition wäre meine Mutter eine erfolgreiche Frau.

Frauen, die in ihrem Job komplett aufgehen und deren Job sie erfüllt – davon kenne ich einige: Die Bekannte, die sich mit ihrem eigenen Label selbstständig macht. Die Freundin, die für ihre Beförderung hart gearbeitet hat und jetzt zurecht stolz auf sich ist. Und die, die ihre Arbeit schätzt, aber ihren Feierabend eben auch. Ich glaube, dass wir viel von diesen Frauen lernen können. Die Frauen, mit denen wir uns täglich umgeben, können Vorbilder sein.

Erfolg braucht auch Vorbilder. Sie zeigen, was möglich ist

Vorbilder hat auch Ann-Katrin. Bei ihnen ging es besonders um eine gewisse Machbarkeit, sagt sie: „Ich habe mich schon immer an Vorbildern orientiert, deren Karrieren für mich nachvollziehbar und irgendwie erreichbar schienen.“ Das Geschlecht der Vorbilder habe für sie gar keine so große Rolle gespielt – klar, man kann auch von Männern eine Menge lernen. Trotzdem sind es vor allem weibliche Vorbilder gewesen, die Ann-Katrin dazu inspiriert haben, sich etwas Eigenes aufzubauen.

Selbst zum Vorbild wurde Ann-Katrin spätestens am vergangenen Weltfrauentag. Da hat sie auf ihrem Instagram-Kanal ein Bild von sich im Bikini gepostet und dazu geschrieben, dass dies keineswegs bedeute, dass sie keine seriöse Geschäftsfrau sei. Für das Statement hat sie viel Lob und Zuspruch erhalten, mehr als 300 Kommentare sammeln sich unter dem Posting mit mehr als 13.000 Likes. Mit dem Post thematisiert sie einen Spagat, den viele beruflich spüren: Entweder man ist zu freizügig oder zu verklemmt. Zu feminin oder zu maskulin. Zu laut oder zu leise. Die Reihe könnte lange fortgeführt werden – sie gilt für Frauen und für Männer. „Es ist verrückt. Aber manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich selbst mit inneren Vorurteilen zu kämpfen habe. Für mich ist das noch ein andauernder Prozess, ein seriöses Auftreten nicht an Äußerlichkeiten, beispielsweise der Kleidung, festzumachen“, sagt Ann-Katrin.

Es gibt also noch viel zu lernen. Weil das gemeinsam noch besser geht, wollten wir von euch wissen, was ihr von berufstätigen Frauen gelernt habt:

Auch in den Antworten zeigt sich: Vorbilder sind wichtig. Weibliche Vorbilder im Arbeitskontext sorgen für eine Präsenz weiblicher Perspektiven im Job. Sie inspirieren und zeigen, welche Möglichkeiten verfügbar sind. Als ich jung war, gab es noch einen Bundeskanzler, keine Bundeskanzlerin. Die heutige Jugend wächst mit einem anderen Verständnis davon auf, wie geschlechtsspezifisch Berufe und beruflicher Erfolg überhaupt sind. Vieles ist für mich heute möglich, was für – bleiben wir beim Beispiel – meine Mutter noch undenkbar gewesen wäre. Führen in Teilzeit zum Beispiel. Oder sich mit dem Lebenstraum selbstständig machen, etwas wagen. „Und trotzdem sind Frauen strukturell im Arbeitsleben benachteiligt. Das ist Fakt“, sagt Ann-Katrin.

Es ist also leichter, aber noch längst nicht selbstverständlich ­ – das zeigt sich besonders, wenn man sich klassische Karriere-Wege anschaut. Denn auch, wenn man sich Erfolg nicht zwingend durch eine Führungsposition definiert, kann Führungsverantwortung ein Indikator dafür sein. Leider ist der Frauenanteil in den Vorständen der 30 DAX-Konzerne momentan sogar wieder rückläufig, obwohl der Trend eigentlich aufwärts ging: Laut einem Bericht der AllBright-Stiftung liegt er am 1. September 2020 lediglich bei 12,8 Prozent. Für Ann-Katrin Schmitz ist das ein guter Grund, um noch solidarischer miteinander umzugehen: „Wenn wir Frauen in den nächsten Jahren noch näher beruflich zusammenrücken, dann sehe ich da einen starken Hebel für schnelle Veränderungen in der Arbeitswelt.“

Ann-Katrin Schmitz teilt gerne ihr Wissen – und ist damit auch ein Vorbild für viele junge Mädchen und Frauen, die sich vorstellen können, Führungspositionen zu ergreifen, sich selbstständig zu machen oder die nach ihren Maßstäben erfolgreich sein wollen. Am 5. November 2020 spricht sie dazu im digitalen und kostenlosen Live-Talk „Die Durchstarterinnen: Was du von erfolgreichen Frauen für deinen Karriere-Start lernen kannst“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe How it works von Die Techniker und ZEIT Campus. Melde dich jetzt an!