Sponsored Was ist das?

„Es gehört sich, etwas abzugeben.“ So denkt ihr über Hilfsbereitschaft

Schon mal darüber nachgedacht, aus welchen Gründen du hilfsbereit bist oder ob es überhaupt Gründe gibt? Hilfst du aus Eigennutz oder Selbstzweck? Diese Fragen haben wir euch gestellt, um herauszufinden, welche Rolle Hilfsbereitschaft in unserer Generation spielt.

© pexels

© pexels

Mit dem Helfen ist das so eine Sache. Ob, wann, warum und wie man anderen hilft, ist bei jedem Menschen unterschiedlich. So unterschiedlich, dass sich in Diskussionen darüber schon Freundschaften entzweit und Familien zerstritten haben. Die einen spenden regelmäßig einen großen Teil ihres Geldes, die anderen stehen nicht mal für Schwangere oder Ältere in der Bahn auf, und wiederum andere engagieren sich mit ihrer Zeit. Das Spannende bei der Hilfsbereitschaft ist, dass fast jede*r das Gefühl hat: So wie ich es mache, ist es richtig.

Gerade jetzt zur Weihnachtszeit schwirren die Themen Helfen und Nächstenliebe wieder vermehrt in unseren Köpfen herum. Sei es durch die Geschichte von Maria und Josef, denen niemand die Tür öffnen wollte, oder einfach weil wir Obdachlose bei bitterer Kälte auf der Straße sehen. Wir waren neugierig und wollten wissen, was unsere Generation zum Thema Hilfsbereitschaft wirklich denkt und haben auf der Straße nachgehakt. Auch die Deutsche Fernsehlotterie fragt sich, wie es um Hilfsbereitschaft und Engagement in unserer Gesellschaft bestellt ist und stellt diverse Fragen zum Thema Solidarität auf Du-bist-ein-Gewinn.de zur Diskussion. Dafür wurden auch in vielen deutschen Städten die Bus- und Bahnhöfe mit Fragen plakatiert. Fragen, die zum Nachdenken anregen sollen – und im besten Fall zum Umdenken. Diese und andere Fragen haben wir euch gestellt. Hier sind eure Antworten:

Würdest du helfen, auch wenn es keiner mitbekommt?

„Natürlich würde ich Gutes tun, wenn es keiner mitbekommt. Wenn es beim Gutes-Tun um die Außenwirkung gehen würde, wäre das ganz schön schrecklich. Es geht schließlich um den Menschen, den Gegenstand, dem geholfen wird, und nicht um mich. Deswegen sind Charity-Veranstaltungen auch so eine Farce.“ – Katha

„Es kommt ganz darauf an. Wenn es ein Projekt ist, das mir wahnsinnig am Herzen liegt und das ich aus tiefster Überzeugung unterstützen möchte, dann würde ich auch Gutes tun, ohne dass es jemand mitbekommt. Wenn es aber nun olles Klamotten-Spenden ist oder so, würde ich es nicht machen, ohne dass es jemand mitbekommt. Sondern anderen davon erzählen, so dass mein Nutzen das gute Gefühl ist.“ – Felix

Es ist mir sogar eher unangenehm, wenn jemand mitbekommt, dass ich helfe.

„Ich kann ja dafür sorgen, dass es jemand mitbekommt. Wenn ich helfe, egal, in welcher Form, erzähle ich es meistens meinen Freunden. Allerdings nicht, damit sie mir auf die Schulter klopfen, sondern weil ich hoffe, dass sie sich von meiner guten Tat angesteckt fühlen und nachziehen.“ – Anna

„Es ist mir sogar eher unangenehm, wenn jemand mitbekommt, dass ich helfe. Wenn ich den Zeitungsverkäufer*innen in der U-Bahn Geld gebe, habe ich das Gefühl, alle beobachten das. Ich denke, es ist auch für sie eine unangenehme Situation: Sie sind mit ihrer Bedürftigkeit auf dem Präsentierteller. Mir wäre es manchmal lieber, man könnte diese Situationen vermeiden und ganz unsichtbar helfen.“ – Simon

„Ich gebe sogar einen relativ großen Teil meines Einkommens monatlich für gemeinnützige Initiativen aus. Ich erzähle es keinem. Ich finde, es gehört sich, etwas abzugeben an die, die das Geld dringender benötigen als ich.“ – Mandy

„Man kann ja immer dafür sorgen, dass es jemand mitbekommt und sei es, dass man sich ein Ehrenamt in den Lebenslauf schreibt, für ein Stipendium erwähnt oder was auch immer. Bei mir stellt sich eher die Frage: Warum tust du eigentlich nichts Gutes, obwohl du sogar selbst Nutzen draus ziehen könntest?!“ – Lisa

Kannst du Hilfe erwarten, wenn du selbst keine gibst?

„Natürlich kann auch jemand Hilfe erwarten, der selbst keine gibt. Helfen ist ja keine Tauschbeziehung. Von den Schwachen kann man nicht erwarten, genauso stark zu sein wie die Starken. Wer aber in der Lage ist zu helfen, der soll es auch tun.“ – Katha

„Es ist ganz einfach: Wenn ich möchte, dass mir jemand eine Tür aufhält, kann ich sie nicht anderen vor der Nase zuschlagen.“ – Felix

Auch wenn es mitunter enorme Überwindung kostet: Ein Verbrecher sollte im Notfall genauso Hilfe erwarten können wie ein enger Freund.

„Ich glaube, bei Personen, die man kennt, läuft es darauf hinaus, dass man sich gegenseitig hilft. Eine*r geht in Vorleistung, ein*e andere*r revanchiert sich. Wer nie einem Freund bei etwas aushilft, muss sich auch nicht wundern, wenn ihm*r dann keine*r helfen will.“ – Simon

„Wenn man selber nicht hilft, sollte man sich nicht wundern, wenn einem nicht geholfen wird. Klar kann man Hilfe verlangen, sollte sie aber nicht voraussetzen und vor allem nicht, wenn man selber ständig wegsieht.“ – Özlem

„Geben und Nehmen kann ja nie gleichzeitig stattfinden. Mal hilfst du, mal brauchst du eben Hilfe. Und zwar ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.“ – Lisa

„Aus meiner Sicht ist es ein Grundprinzip einer funktionierenden und demokratischen Gesellschaft, fair miteinander umzugehen. Auch wenn es mitunter enorme Überwindung kostet: Ein Verbrecher sollte im Notfall genauso Hilfe erwarten können wie ein enger Freund – beispielsweise bei einem Unfall. Und das Gleiche gilt dann entsprechend auch für mich selbst.“ – Max

„Erwarten kannst du Hilfe nie. Du kannst nur hoffen, dass du Hilfe bekommst, wenn du sie brauchst, und eben genug dafür tun, um die Chancen zu verbessern. Andererseits weiß jemand, der mir hilft, nicht, ob ich anderen gegenüber hilfsbereit bin. Aber: Karma is a bitch, also ruh‘ dich nicht darauf aus.“ – Thomas

Wann hast du das letzte Mal geholfen?

„Ehrlich gesagt, geht meine Hilfe selten über Münzen für Obdachlose hinaus. Neulich stürzte eine Frau direkt vor mir, und ich verfalle in solchen Momenten immer in eine Schockstarre und weiß nicht so recht, was ich tun soll. Spontanes Helfen überfordert mich.“ – Anna

„Neulich habe ich einem Obdachlosen, der in etwa in meinem Alter war, eine Zigarette gegeben. Kleingeld hatte ich nicht dabei. Und dann habe ich ihm ein paar Minuten zugehört, während wir zusammen geraucht haben. Ich denke, letztendlich hat ihm mein offenes Ohr mehr geholfen als die schnöde Zigarette. Es kann auch Hilfe sein, wenn man Menschen Wertschätzung entgegenbringt, die sonst wohl von den meisten gemieden werden.“ – Simon

„Ich spende regelmäßig für soziale Projekte, von denen ich überzeugt bin. Meist gibt es dafür einen konkreten Anlass. Als ich von den Giftgasangriffen auf syrische Zivilisten gehört habe, habe ich sofort eine Überweisung an Ärzte ohne Grenzen getätigt. Ich kann die Gewalt, die derzeit in Syrien und im Irak herrscht, nicht beenden. Aber ich kann versuchen, denen finanziell zu helfen, die das Leid der Menschen lindern möchten.“ – Mandy

Das letzte Mal geholfen habe ich gestern, im Einkaufszentrum: Ein Kind hatte seine Eltern verloren. Wir haben sie dann zusammen ausrufen lassen.

„Ich habe schon öfter für Menschen angehalten, die auf dem Standstreifen der Autobahn standen und ihnen beim Reifenwechseln geholfen. Das ist selbstverständlich. Ich war auch schon öfter unter den Ersten am Unfallort. Da leiste ich natürlich Nothilfe und rufe 112. Das letzte Mal geholfen habe ich gestern, im Einkaufszentrum: Ein Kind hatte seine Eltern verloren. Wir haben sie dann zusammen ausrufen lassen.“ – Yvonne

du-bist-ein-gewinn-logo

Und? Wie siehst du das? Auf Du-bist-ein-Gewinn.de lädt die Deutsche Fernsehlotterie zur Diskussion ein und gibt dir die Möglichkeit, deinen Standpunkt mit anderen zu teilen und auch darüber zu streiten. Was macht eine Gesellschaft zu einer Gemeinschaft? Und was macht den Menschen menschlich? Diskutier‘ mit und finde mit dem Selbsttest heraus, welcher Helfer*innentyp du eigentlich bist. Nebenbei kannst du doch noch über die Projekte informieren, die bereits Großartiges für ein solidarisches Miteinander leisten.