Sponsored Post Was ist das?

Warum es gut ist, mehr zu wollen

Manche Menschen denken, Entscheidungen, die sie einmal getroffen haben, seien unumstößlich: Sie halten ihren Job aus, ihre Beziehung, ihren Wohnort, auch wenn sie eigentlich unglücklich sind. Und warum? – Weil man „das immer so gemacht“ hat und weil man „seine Suppe gefälligst auslöffeln“ soll. Das finden wir nicht!

@ Pexels

Meine Großeltern waren bis ins hohe Alter zusammen. Bis mein Opa gestorben ist. Sie war Zeit ihres Lebens Näherin, er war Zeit seines Lebens Stahlarbeiter. Als er starb, hatten sie ein Kind und zwei Enkelkinder. Sie waren in ihrem Leben dreimal umgezogen, innerhalb des Dorfes aus dem sie kamen. So war das damals.

Ich hingegen brauche schon mehr Finger als ich habe, will ich die Wohnungen aufzählen, in denen ich gewohnt habe. Ich habe jetzt schon mehr gesehen. Meine Karriere hatte wesentlich mehr Zwischenstopps, mein Liebesleben auch. Wenn ich meiner Großmutter erzähle, dass ich noch einen Abschluss mache oder an meiner Beziehung zweifle, dann schaut sie mich groß an und versucht mir einzureden, dass es doch jetzt mal genug sei, dass ich mich mal zufriedengeben solle. Ich will mich aber nicht zufriedengeben. Ich will mehr.

Ich will mich aber nicht zufrieden geben.“

Ich bin dafür, das Leben immer wieder neu auszuloten, den Ist- und den Soll-Zustand miteinander zu vergleichen und dann gegebenenfalls an den Stellschrauben des Lebens zu drehen. Es sind nicht alle so. Ich kenne diese Menschen, die sich eigentlich permanent über ihr Leben, ihren Job oder ihre Liebe beschweren, aber nichts daran ändern. Eine meiner Freundinnen ist schon seit Jahren mit ihrer Jugendliebe zusammen und unglücklich. Er ist für sie in eine andere Stadt gezogen, nun hat sie Schuldgefühle, weil er alles aufgegeben hat, und trennt sich nicht. Eine andere hängt in einem Dead-end-Job in einer Kleinstadt ab. Sie sehnt sich immerzu nach Berlin. Sie ruft mich an, ich rede ihr gut zu. An ihrer Situation ändert sie aber nichts.

Man sollte sich nicht schämen, mehr vom Leben zu wollen

Geschichten wie diese gibt es zuhauf. Viele Menschen verharren in ihren Lebenssituationen, sei es aus Gewohnheit, aus Trott oder aus Pflichtgefühl. Manche finden es zu anstrengend, neu anzufangen, andere haben große Angst vor dem Alleinsein oder vor dem Scheitern. Und wieder andere meinen aus irgendwelchen Gründen, es gäbe einen Platz in der Gesellschaft für sie und den dürften sie nicht verlassen, bildungstechnisch meine ich. Auch Schuldgefühle spielen eine große Rolle: den Partner*innen oder Kolleg*innen gegenüber, weil man ja irgendwann einmal versprochen hat zu bleiben. Und auch sich selbst gegenüber, weil man sich auch eingestehen muss, dass man vor einiger Zeit vielleicht eine falsche Wahl getroffen hat.

Dabei gibt es so etwas wie eine falsche Wahl überhaupt nicht. Es gibt nur Entscheidungen, und keine ist besser oder schlechter als die andere und jede einzelne von ihnen ist immer auch wieder (mal mehr mal weniger einfach) revidierbar. Die Frage ist nur, ob man den Mut hat, eine Entscheidung zu treffen, die einen wirklich glücklich machen könnte.

Ein Neuanfang ist kein Eingeständnis gescheitert zu sein

Neu anzufangen bedeutet für viele noch immer, im bisherigen Lebensentwurf gescheitert zu sein. Die Angst vor dem Gerede der anderen ist groß – und berechtigt. Eltern, Großeltern, Onkel, Tanten, die Nachbarin von gegenüber oder auch der Briefträger des Großcousins deiner Arbeitskollegin – alle haben ganz ungefragt eine Meinung dazu, wenn du entscheidest, dich beispielsweise in Sachen Karriere zu verändern. Dann fliegen plötzlich Allgemeinplätze durch die Luft: „Das haben wir früher aber nicht so gemacht“ oder „Das hättest du aber eher wissen können“ oder mein persönlicher Liebling: „Du hast dir die Suppe eingebrockt, nun musst du sie auch auslöffeln.“ Dazu sage ich: nein, danke. Ich möchte hier gar nichts auslöffeln. Ich möchte meine Suppe wegschieben und lieber eine ganz ganz andere Suppe essen. Eine, die vegan ist oder exotisch schmeckt. Oder vielleicht möchte ich auch gar keine Suppe mehr. Vielleicht möchte ich für die nächsten Jahre einfach mal Spaghetti.

Du hast dir die Suppe eingebrockt, nun musst du sie auch auslöffeln.“

Die Vorstellung vom Neuanfang als Scheitern muss dringend revidiert werden. Denn erstens muss man sich fragen, was mit einem selbst nicht in Ordnung ist, wenn man Sachen, die einen nur unglücklich machen, untätig hinnimmt. Was bringt es, in diesen Situationen auszuharren? Es ist in jedem Falle ungesund und auch ganz sicher nicht cool. Und zweitens verdienen Menschen, die etwas Neues beginnen, sich einer Herausforderung stellen und Altes hinter sich lassen, ganz andere Adjektive als „gescheitert“. Sie sind mutig, ambitioniert und ehrgeizig. Sie haben Chuzpe und Visionen. Sie haben aus ihrem bisherigen Leben etwas über sich selbst gelernt – nämlich was sie glücklich und was sie unglücklich macht – und wissen nun, was sie wirklich wollen.

Was du vor Jahren gewollt hast, musst du heute nicht immer noch wollen

Auch wenn deine Oma etwas anderes sagt: Keine*r kann von dir erwarten, dass du mit 16 oder 18 dein ganzes Leben vorgeplant hast und dich dann auch noch an den Plan hältst. Manche Entscheidungen trifft man halt zu einem bestimmten Zeitpunkt in bestem Wissen und Gewissen und muss sie dann einige Jahre später – wenn man noch mehr dazu gelernt hat – noch einmal neu überprüfen. Wenn dann noch alles passt: super! Den meisten von uns wird es aber nicht so gehen. Oder wer macht heute das, was er*sie sich nach der Schule vorgenommen hat? Wer ist noch mit dem*r ersten Freund*in zusammen? Wer lebt noch immer in der ersten Wohnung? Und wer hat noch nie sein Studienfach oder den Job gewechselt?

Viele von uns müssen immer wieder nachjustieren oder von vorn anfangen. Und das ist vollkommen normal. Denn – auch wenn ich jetzt selbst mit einem Allgemeinplatz von anno dazumal um die Ecke komme – das Leben ist nun einmal Veränderung. Es definiert sich sogar darüber. Und genauso wie niemand für immer die gleiche Person bleibt, bleiben auch unsere Wünsche und Träume nicht gleich. Sie wachsen mit uns mit und Wünsche, die einmal erfüllt sind, kriegen „augenblicklich Junge“ (Das wusste sogar schon Wilhelm Busch). Das Dümmste, was man tun kann, ist, sich an den Plan nur um des Planes Willen zu halten, wenn man eigentlich nicht zufrieden ist.

Der Mensch will einfach mehr

Besonders auffällig ist das übrigens im Bereich Bildung. Hier wird noch zusätzlich von uns verlangt, die Konsequenzen von Entscheidungen zu tragen, die wir selbst gar nicht getroffen haben. Etwa welche weiterführende Schule man besucht hat: Die wenigsten haben in der vierten Klasse, wenn die Bildungsempfehlungen für Hauptschule, Realschule oder Gymnasium verschickt werden, ein Mitspracherecht, geschweige denn ein Verständnis dafür, wie weitreichend und lebensbestimmend dieser Brief von der*m Klassenlehrer*in sein kann. Manche Eltern helfen schon in der Grundschule mit Nachhilfe nach, andere können sich das einfach nicht leisten oder haben keine Zeit. Und auch die Bildungsempfehlungen selbst spiegeln nicht nur ganz sauber die Leistungen der Kinder wider, sondern eben auch Sympathien, Vorurteile und Rassismus der Lehrer*innen. Man muss sich also wirklich nicht damit zufriedengeben, was die Eltern oder Lehrer*innen vor Jahren eventuell verbockt haben, sondern Mut haben, noch einmal die Schulbank zu drücken.

Mach es einfach!

Wenn du das Gefühl hast, mehr aus dir machen zu wollen, dann tu es! Es kann ganz leicht sein, sich selbst ein paar Türen zu öffnen. Wir sollten das Bedenken darüber, was die anderen sagen könnten, über Bord werfen und einfach tun, wonach uns ist. Wer will schon das ganze Berufsleben lang die gleiche fade Suppe löffeln. Also trau dich! Denn es gibt viel zu gewinnen und nur das zu verlieren, was uns ohnehin schon nervt. Was wir brauchen, ist Mut zur Veränderung, Selbstbewusstsein und eine Bildungseinrichtung, die uns eine flexible Weiterbildung ermöglicht. Zum Glück gibt es dafür die FOM und zwar 29-mal in ganz Deutschland!

Die FOM ergänzt mit ihrem Angebot die deutsche Hochschullandschaft und ermöglicht die Weiterbildung neben dem Beruf. Die Studienprogramme sind so zugeschnitten, dass sie berufsbegleitend besucht werden können. So kannst du deinen Bachelor oder Master an der FOM machen, ohne dir Sorgen um deine Finanzierung machen zu müssen. Übrigens ist die FOM nicht nur zeitlich, sondern mit ihren Standorten in ganz Deutschland, zwischen denen ganz einfach gewechselt werden kann, auch räumlich flexibel. Informiere dich hier über Weiterbildungsmöglichkeiten an der FOM.