Sponsored Was ist das?

Für eine bessere Zukunft – so bringt uns Kunst in den Dialog

Klimawandel, sozialer Zusammenhalt, Toleranz – die Herausforderungen sind gewaltig. Wir müssen etwas verändern, und zwar jetzt. Eine aktuelle Ausstellung zeigt, wie das gelingen kann. Wir haben den Schlüssel zu einer besseren Zukunft in der Hand.

DSGV Erfinde die Zukunft kunst recycling umwelt

Im Japanischen Palais in Dresden stehen etwa 130 Kunstobjekte, die uns helfen, Vielfalt zu leben. Foto: Alexander Peitz, SDK

Die Zeit des Zauderns ist vorbei. Das ist die Nachricht, die Jugendliche und junge Erwachsene aus aller Welt klipp und klar formulieren. Wenn wir eine Zukunft auf diesem Planeten haben wollen, dann müssen wir heute anfangen, ihn zu schützen.

Die Erde wird wärmer, unsere Gesellschaft bunter. Immer mehr Menschen mit unterschiedlichen Kulturen, Religionen und Wertvorstellungen leben auf einmal Tür an Tür. Manche sehen darin eine Bereicherung, andere fühlen sich bedroht. Die Debatte, wie dieses neue Zusammenleben funktionieren kann, polarisiert.

Wie kriegen wir das also hin? Eine Antwort: mit Kunst und Dialog!

Das ist der Ansatz, den die Ausstellung Die Erfindung der Zukunft verfolgt. Sie basiert auf einer Umfrage der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) aus dem vergangenen Jahr und wird unter anderem von der Sparkassen-Finanzgruppe gefördert.

Mehr als 500 Sächs*innen zwischen 15 und 35 Jahren wurden dazu befragt, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen. Nicht überraschend: Klimawandel und Umweltverschmutzung, soziale Gerechtigkeit und Toleranz nannten die jungen Menschen besonders häufig als Themen, die ihnen Sorgen bereiteten.

Die SKD zeigt nun im Japanischen Palais in Dresden etwa 130 Kunstobjekte, die aus fast allen Sammlungen des Museums stammen. Objekte, die dir helfen, dich mit genau diesen Zukunftsthemen auseinanderzusetzen.

Verschiedene Themenräume liefern dir Inspiration und Information zu Schwerpunkten wie unserem Umgang mit der Erde oder der Abbildbarkeit des Krieges. In den sogenannten Möglichkeitsräumen kannst du direkt selbst aktiv werden. In der Selbermach-Werkstatt warten zum Beispiel ausgesonderte Materialien darauf, kreativ zu individuellen Designerstücken zusammengebastelt zu werden. Recycling ist so viel mehr, als den richtigen Müll in den Gelben Sack zu schmeißen.

„Die Ausstellung zeigt, dass wir unser Verhalten ändern müssen, um Klima und Umwelt zu retten. Und nicht nur das meiner Generation, sondern auch das meiner Eltern“, sagt Gunda Habich. Sie absolviert ihr Freiwilliges Soziales Jahr bei den SKD. Ihre Generation, das sind die Greta Thunbergs und Luisa Neubauers, die Protestierenden von Fridays for Future und die Teilnehmenden der SKD-Umfrage.

DSGV Erfinde die Zukunft
Foto: Alexander Peitz, SDK

Diese junge Generation mit den Menschen zusammenzubringen, die heute an Lösungen für morgen arbeiten, ist ein Ziel der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Dafür haben zeitgenössische Künstler*innen nicht nur die oben erwähnten Möglichkeitsräume gestaltet, sondern auch öffentlich zugängliche Workshops.

Einer davon ist der Think Tank Zukunftsgesellschaft der Projektgruppe Reinigungsgesellschaft. Die Berliner Künstler Martin Keil und Henrik Mayer haben aus alten Labormöbeln einen – im wahrsten Sinne des Wortes – Diskussionsraum geschaffen. „Im Rahmen des künstlerischen Prozesses wurde aus dem Max-Planck-Labor ein Gesellschaftslabor“, so beschreibt es Keil.

Hier können Jugendliche und Wissenschaftler*innen zwischen alten Erlenmeyerkolben und Petrischalen die wichtigen Fragen der Zukunft erörtern. Mayer berichtet: „Bei ihren Diskussionen wurde schnell deutlich, dass sie neben den Folgen des Klimawandels der Rechtsruck in Teilen unserer Gesellschaft und die zunehmende Intoleranz am meisten bewegt.“

Wie wir mit diesen Herausforderungen umgehen können, zeigt der Prozess des Diskutierens selbst, wie Martin Keil betont. „Der Dialog ist eine wichtige und nachhaltige Antwort auf diese Entwicklungen. Ein offen geführter Dialog, der mit Neugier und Respekt dazu beiträgt, die Gesellschaft mental zu entgiften.“

DSGV Erfinde die Zukunft
Foto: Alexander Peitz, SDK

Zu einem Dialog der anderen Art lädt dich das Werk Untitled (Arena) ein, das ebenfalls im Rahmen der Ausstellung präsentiert wird. Es stammt von dem Künstler Felix Gonzalez-Torres und fordert Besucher*innen zum Tanz auf. Ja genau, zum Tanz. Immer zu zweit und zu unterschiedlicher Musik, abgespielt von guten alten Walkmen.

Improvisierter Paartanz im Museum, das klingt ziemlich spaßig. Die Auseinandersetzung damit, ob die globalen Ressourcen reichen werden, uns in Zukunft alle zu versorgen, und wie wir es verhindern, dass die zunehmende Technisierung uns vom Leben entfremdet – Das kann andererseits ganz schön heavy sein.

Sparkasse Zukunft Kunst gemeinsam leben
Foto: Alexander Peitz, SDK

Gunda Habich, die ihr freiwilliges Jahr bei den SKD absolvierte, ist sich bewusst, dass die Ausstellung der SKD uns auch herausfordert: „Nicht jedem gefällt es, einen Spiegel vorgehalten zu bekommen.“ Dabei sieht sie die Exponate und Workshops als Anregungen, nicht als erhobenen Zeigefinger. „Sie sollen uns helfen, unsere Zukunft bewusster zu gestalten.“

Das ist der Beitrag, den Kunst leisten kann. Anregen, inspirieren, motivieren. Die alltäglichen Entscheidungen, mit denen wir die Zukunft gestalten, nimmt sie uns nicht ab. Ob wir mit Zug oder Flugzeug reisen, Gemüse-Falafel oder Burger essen, Neuem offen oder skeptisch gegenüberstehen – all das bleibt uns selbst überlassen.

Doch darüber mit Freund*innen, Familie und (noch) fremden Menschen im offenen Dialog zu diskutieren, ist einer der Schlüssel zu einer nachhaltigen, besseren Zukunft für uns alle.

Möchtest du dich auch mit Gleich- und Andersgesinnten darüber austauschen, wie wir in Zukunft besser zusammenleben können? Dann schau in Dresden vorbei! Die Ausstellung Die Erfindung der Zukunft läuft noch bis zum 03.11.2019. Der Eintritt ist frei. Sie wird gefördert im Rahmen des Engagements der Sparkassen-Finanzgruppe als Hauptförderer der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.