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Sind Plastikflaschen die Lösung für eine nachhaltige Mode-Industrie?

Kleidung aus Baumwolle? Das geht auch anders. Wie neue Materialien die Mode-Industrie revolutionieren und gleichzeitig die Umwelt schonen – und was gebrauchte PET-Flaschen damit zu tun haben.

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Eine Jacke aus Plastikflaschen? Ja, das ist möglich. Und umweltfreundlich. Foto: Levi's

Machen wir uns nichts vor: Unsere Kleidung belastet unsere Umwelt. Das wissen Konsumentinnen und Konsumenten, das wissen aber auch die großen und kleinen Mode-Labels. Deswegen denken sie sich neue Lösungen aus – und das ist auch höchste Zeit, denn unsere Ressourcen sind endlich. Die Lösung? Klingt einfach: Nachhaltige Produktionsprozesse sollten zur Regel werden und keine Ausnahme bleiben. Doch in der Praxis ist es eben nicht so leicht.

Aber es findet ein Umdenken statt. Und auch, wenn heute noch längst nicht alles tip top ist, gibt es schon einige Initiativen, Methoden und Prozesse, die die Mode-Industrie heute nachhaltiger machen, als sie noch vor zehn Jahren war. Genau darum geht es in diesem Schwerpunkt.

Schnell kann man denken: Das wird doch alles nie was! Wie soll das nur besser werden? Und während wir uns diese Frage stellen, übersehen wir vielleicht, welche Innovationen heute schon da sind. Deswegen wollen wir uns verschiedene Möglichkeiten anschauen: Wir besprechen, wie man Wasser in Fertigungsprozessen sparen kann, welche neuen Natur-Materialien die Umwelt weniger belasten, wie Recycling ein neues Image bekommt ­– und wie Materialien Einzug in die Modewelt halten, von denen man es einfach nicht gedacht hätte. Plastikflaschen zum Beispiel.

Plastic Fantastic?

Statt uns zu fragen, wovon wir zu wenig haben, können wir auch darüber nachdenken, von was es mehr als genug gibt. Na, fällt dir auch sofort was ein? Genau: Plastik! Es schwimmt in den Meeren, Mikroplastik ist schon längst in fast jedem Kreislauf, den man sich so vorstellen kein und die Mülldeponien sind voll mit dem Kunststoff. Nein, das ist keine gute Nachricht. Aber Produktentwickler*innen machen aus dieser schlechten Nachricht eine gute – nämlich dann, wenn sie Plastik zur Herstellung von Kleidung nutzen.

Plastik in der Mode ist eigentlich nicht neu: Es gibt synthetische Garne, Stoffe aus Polyester oder Nylon, Knöpfe und Verschlüsse. Viele weitere Komponenten von Kleidung können aus Plastik bestehen. Nicht immer hat Plastik in der Mode-Industrie einen guten Ruf. Wenn beispielsweise extra für ein Kleidungsstück Plastik produziert wird, ist die Frage berechtigt, warum man nicht einfach auf Plastik verzichtet – oder Materialien wiederverwertet, die es bereits gibt.

Wie das aussehen kann beweist zum Beispiel das Mode-Label Levi’s®: In der Herbst-Winter-Kollektion 2020 setzt die Marke neben anderen umweltschonenden Verfahren und Materialien in ihren „Sustainably Soft“-Styles auf recyceltes Plastik aus PET-Flaschen.

Nachhaltig oder stylisch – musst du dich entscheiden?

Kleidung aus gebrauchten Flaschen? Ja, das funktioniert. Teile der Kollektion, zum Beispiel Westen und Jacken, werden aus recyceltem Kunststoff und Kunststoffresten produziert, also eigentlich aus Abfallprodukten, die sonst auf der Mülldeponie gelandet wären. Mithilfe neuer Verfahren wird aus den Flaschen das Material Thermore® hergestellt, das aus 50 Prozent recyceltem Polyester besteht. Zusätzlich sind die Kleidungsstücke mit dem Daunenersatz EcoDown® gefüttert – dieses Material besteht sogar zu 100 Prozent aus wiederverwerteten PET-Flaschen.

Das ganze Verfahren hat gleich mehrere Vorteile: Zum einen wird Baumwolle gespart, deren Anbau sehr viel Wasser und Platz braucht. Das Verfahren braucht im Vergleich zur Herstellung von klassischem Polyester weniger Energie. Und Käufer*innen müssen sich auch nicht mehr zwischen Nachhaltigkeit und Stil entscheiden.

Plastik-Jacke, Hanf-Hose, extra soft?

Innovative Fasern mischen also die Mode-Branche auf. Kleidung besteht nicht mehr nur aus natürlichen Stoffen wie Baumwolle, sondern jetzt auch aus Plastik – und Hanf. Baumwolle braucht eine Menge Wasser, bis aus ihr eine Jeans wird. Für den Denim-Hersteller Grund genug, sich auch Gedanken über weitere Materialien zu machen. Eines davon ist Hanf. Die Pflanze braucht wesentlich weniger Wasser und Pestizide im Anbau, um sich in eine Jeans zu verwandeln. Allerdings war das Material bisher nicht sanft, eben bequem, genug. Das hat sich inzwischen geändert. Levi’s® hat mit Expertinnen und Experten ein Verfahren entwickelt, bei dem Hanf „kotonisiert“, also weicher gemacht wird. Dadurch soll sie genauso bequem sein, wie eine Levi’s® aus Baumwolle, so der Hersteller.

Wenn wir über die Zukunft unseres Planeten sprechen, dann müssen wir alteingefahrene Prozesse neu denken – insbesondere in den Branchen, die Verantwortung tragen. Etwa sieben Prozent der Treibhausgas-Emissionen weltweit gehen auf das Konto der Mode-Industrie. Aber schon heute gibt es eben auch Maßnahmen, die dagegen steuern von Firmen, die ihren Beitrag leisten wollen. Es geht vorwärts. Und wer weiß? Vielleicht ist unsere Jeans in zehn Jahren aus einem Material, das noch nachhaltiger ist und an das wir heute noch gar nicht denken. Wir sind gespannt.

Es steht nicht alles auf Stillstand. Welche Initiativen, Technologien und Erfindungen die Mode-Industrie schon heute verändern, das schauen wir uns in drei kommenden Artikeln mit verschiedenen Schwerpunkten gemeinsam mit Levi’s® an. Wir wechseln die Perspektive – und beantworten die Frage: Was ist heute schon besser als noch vor zehn Jahren?