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Come As You Are #2: Sind Frauen die besseren Chef*innen?

Der Frauenanteil in deutschen Führungsetagen stagniert seit Jahren bei 26 Prozent. Wir sprechen in der zweiten Folge des neuen Podcasts Come As You Are über Ursachen und Lösungen.

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Die Zahl der Frauen in Führungspositionen stagniert seit Jahren bei 26 Prozent. Wie können wir das ändern? Foto: Rawpixel

2016 wurde das Gesetz für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen verabschiedet, in der Hoffnung, den Frauenanteil in Unternehmen auf oberster Ebene zu erhöhen. Bisher hat sich diese Hoffnung nur bedingt erfüllt, was auch daran liegt, dass bei der Umsetzung auf die Freiwilligkeit von Unternehmen gesetzt wird. Dass das nicht reicht, um wirklich etwas zu verändern, beweisen die Zahlen: Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) liegt der Anteil von Frauen in Führungspositionen in Deutschland nur bei 26 Prozent – und zwar seit 2016. Tendenz nicht gerade steigend.

Nun ist es ein Leichtes, allen Unternehmen einfach Nachlässigkeit und bösen Willen vorzuwerfen. Schließlich kriegen sie es ja nicht hin, ebensoviele Frauen wie Männer einzustellen und zu befördern. Doch so einfach ist das nicht, denn die Lage ist komplex.

Frauen in Führungspositionen zu kriegen ist schwerer als man denkt

Nicht alle Stellen lassen sich von heute auf morgen mit qualifizierten Frauen besetzen. Einerseits weil die Stellen einfach schon besetzt sind und man nicht einfach alle Männer grundlos entlassen kann und will. Andererseits weil es in vielen Bereichen einfach noch nicht genügend qualifizierte Frauen gibt. Gerade junge Frauen müssen erst einmal die Chance zum Aufstieg in die höheren Ebenen bekommen, sie brauchen Netzwerke, von denen sie profitieren können, Kolleg*innen und Vorgesetzte, die ihnen helfen und die ihnen auch Vorbilder sein können. Doch an diesen Sachen mangelt es in vielen Unternehmen. Vorurteile gegenüber Frauen und sogenannte Gender Bias, die Menschen dazu bringen, Frauen oder Männern bestimmte positive oder negative Eigenschaften zuzuschreiben, tun ihr Übriges. Sie bewirken, dass Frauen seltener befördert werden als ihre männlichen Kollegen.

Zudem werden in unserer Gesellschaft bestimmte Aufgaben, etwa Hausarbeit und Care-Arbeit, noch immer vorrangig von Frauen übernommen. Diese ungleiche Verteilung von unbezahlter Arbeit führt dazu, dass Frauen, die eine Karriere anstreben, oft auf flexiblere Arbeitszeitmodelle angewiesen sind, weil sie Familie und Beruf irgendwie miteinander vereinbaren müssen. Doch familienfreundliche Modelle, von denen übrigens auch Männer profitieren würden, sind längst nicht in allen Branchen, Unternehmen und Positionen möglich. Auch darum bleiben Frauen, wenn es um Beförderungen geht, häufiger auf der Strecke als Männer. 

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Wie kriegen wir mehr Frauen in Führungspositionen? – Rabea Reitmeier (r.) und Julia Spatz sprechen mit ze.tt im Studio in Berlin. Foto: © Mae Becker, ze.tt

Wie können wir also vorgehen, wenn wir mehr Frauen in den höheren Etagen sehen wollen? Welche eingefahrenen Mechanismen und Strukturen müssen wir als Gesellschaft aufbrechen? Wie geht das überhaupt? Und wie müssen sich Unternehmen verändern, um mehr Frauen in die Führungsetagen zu bekommen? Welche Anreize gibt es? Und was hat sich vielleicht in den letzten Jahren schon getan?

Um diese Fragen zu beantworten, haben wir für die zweite Folge des neuen Podcasts Come As You Are Julia Spatz und Rabea Reitmeier vom IT-Dienstleister Avanade ins Studio eingeladen. Als Mitarbeiterinnen in einem  Tech-Unternehmen haben sie Einblicke in Bewerbungs-, Auswahl- und Beförderungsprozesse und können mit uns ihre ganz persönlichen Geschichten, Einschätzungen und Wünsche teilen.

Diversität ist ein komplexes Thema. Deswegen wollen wir im Podcast Come as You Are über ganz viele Facetten von Vielfalt sprechen: Über Feminismus, Antirassismus, Anti-Ageism und LGBTQIA-Themen zum Beispiel, um ganz unterschiedliche – eben vielfältige – Perspektiven auf Diversität zu bekommen. Wir wollen lernen, zuhören und Fragen stellen. Hier findest du alle Folgen auf Podigee, Spotify und iTunes