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In diesen Industrieanlagen solltest du diesen Sommer tanzen

Industrielärm war gestern! Wenn du dich heute in den Pott begibst, kriegst du ganz andere Beats auf die Ohren.

Industriekultur Ruhrgebiet

In diesem Sommer wird im Ruhrgebiet getanzt – auf der Route der Industriekultur. Foto: Meertasae

Das Ruhrgebiet ist ein ganz besonderer Ort. Wie aus der Zeit gefallen wirken die großen Schornsteine, Hochöfen und Fördertürme, die weithin sichtbar in die Landschaft ragen. Sie sind die stummen Zeugen des Industriezeitalters und versprühen noch immer einen ganz eigenen Charme.

In den klobigen und brutal anmutenden Riesen, dort, wo früher Kohle gefördert und Stahl gegossen wurde, herrscht eine atemberaubende Atmosphäre, die eine*n schnell ganz andächtig werden lässt. Wer sich einmal beim Bestaunen der riesigen Anlagen den Hals verrenkt hat, weiß, wovon wir sprechen. Alle anderen sollten dringend mal ins Ruhrgebiet fahren!

Die Industrieanlagen im Ruhrgebiet sind was fürs Auge – und fürs Ohr

Den Charme der Industrieanlagen könnt ihr am besten erfahren, wenn ihr euch auf die Route der Industriekultur begebt. Sie führt euch seit 20 Jahren durch den ganzen Pott und verbindet Industriedenkmal mit Industriedenkmal. Hier gibt es nicht nur was auf die Augen, sondern auch auf die Ohren und aufs Herz. Denn aus den ehemaligen Zechen sind mittlerweile kulturelle Hotspots geworden. Hier treffen sich junge Künstler*innen, Musiker*innen und andere Kreative, um gemeinsam zu jammen und euch und eure Freund*innen zu begeistern.

Industriekultur Ruhrgebiet Duisburg Landschaftspark
Einer der atembraubendsten Orte der Industriekultur im Ruhrgebiet: Der Landschaftspark in Duisburg. Foto: Erbskorn

Die schönsten Orte auf der Route der Industriekultur

Ein ganz besonderes Highlight im Ruhrgebiet ist der Landschaftspark Duisburg-Nord. Hier wurde früher Eisen verhüttet. Heute zeugt davon ein riesiger Stahlkomplex, der 70 Meter in die Höhe ragt und von euch erklommen werden will. Von oben habt ihr einen atemberaubenden Ausblick über das Ruhrgebiet.

Das Industrieareal wird seit Jahren sich selbst überlassen, sodass sich die Natur das Gelände nach und nach zurückerobert hat. Herausgekommen ist ein ganz besonderer Look aus wilder Vegetation und Stahl, der sich nachts, wenn alles bunt beleuchtet ist, in eine surreale Zauberwelt aus Licht und Farben verwandelt.

Industriekultur Ruhrgebiet Traumzeitfestival
Beim Traumzeitfestival könnt ihr vor der surrealen Kulisse des Landschaftsparks tanzen. Foto: Berns

Vom 14.-16. Juni könnt ihr in der atemberaubenden Kulisse beispielsweise das Traumzeit-Festival erleben. Auf vier Bühnen heizen dann 35 Pop-, Rock- und Folk-Bands den alten Hochöfen noch einmal so richtig ein. Oder kommt Mitte September für die Ruhrtriennale nach Duisburg und lasst euch von verschiedenen Konzerten, Musik- und Tanz-Performances berauschen.

Im Ruhrgebiet gibt es die guten Beats

Im Ruhrgebiet hört man längst nicht mehr das Rattern der Maschinen oder das Wummern der Dampframme. Nein, heute kriegt ihr hier viel mehr die guten Beats auf die Ohren. Zum Beispiel beim Sunset Picknick am 07. September auf der Halde Hoheward in Herten. Hier könnt ihr bis tief in die Nacht unter freiem Himmel zu Elektrobeats tanzen und es euch richtig gut gehen lassen.

Industriekultur Ruhrgebeit Halde Haniel
Auf den Halden des Ruhrgebiets kannst du dich so richtig entspannen und die Aussicht genießen. Foto: Sejk

Auch bei Tag sind die zahlreichen Halden im Ruhrgebiet einen Besuch wert. Früher hatte jede Kohlezeche ihre eigene Halde, wo der ausgeschachtete Abraum abgelagert wurde. Die so entstandenen künstlichen Hügel und Berge sind heute beliebte Erholungsgebiete und laden zum Wandern, Sportmachen oder zum Picknicken ein. Außerdem bieten viele einen herrlichen Panoramablick über das sonst flache Ruhrgebiet. Nicht selten sieht man von Halde zu Halde und kann so die besonderen Landmarken der Region erkennen.

Einige Halden warten mit besonderen Kunstwerken auf, etwa die Halde Beckstraße in Bottrop: Hier erwartet euch ein riesiger Tetraeder aus Stahl, der schon von weithin zu sehen ist. Tagsüber wirkt die 50 Meter hohe Pyramide fast schwerelos und zerbrechlich, nachts allerdings sorgt die Beleuchtung für einen gegenteiligen Effekt. Ebenso gut sichtbar ist das sogenannte Geleucht auf der Halde Rheinpreußen in Moers. Die überdimensionale Grubenlampe, die natürlich an die lebensrettenden Lampen der Männer unter Tage erinnert, bewirkt bei Dunkelheit ein beeindruckendes Licht- und Schattenspiel, das bis hinunter an den Rhein zu sehen ist.

Industriekultur Ruhrgebiet Halde
Diese überdimensionale Grubenleuchte weist euch den Weg auf der Halde Rheinpreussen in Moers. Foto: Ziese

Früher Mühle, heute der Duisburger Louvre

Ein wichtiger Punkt auf der Route der Industriekultur ist auch der Duisburger Innenhafen. Hier könnt ihr den Wandel der Industriekultur hautnah erleben: Im 19. Jahrhundert befand sich hier noch ein reger Umschlagplatz, wo Holz gehandelt und in riesigen Speichern Getreide gelagert wurde. Heute sind die alten Getreidespeicher Museen, die Kontors Bars, Clubs und Restaurants und überhaupt ist im Quartier am Wasser eine Menge los. Anschauen könnt ihr euch das bunte Treiben zum Beispiel beim Innenhafenfest am 15. Juni.

Industriekultur Ruhrgebiet Duisburg
Der Duisburger Innenhafen ist ein wichtiger Punkt auf der Route der Industriekultur. Foto: Ruhr Tourismus

Dann lohnt sich auch ein Besuch im Kunstmuseum Küppersmühle, das eine der umfangreichsten Sammlungen deutscher Nachkriegskunst beherbergt. Darunter auch Werke von international gefeierten Künstlern, wie etwa Gerhard Richter, Anselm Kiefer oder Candida Höfer. Auch das Gebäude der Küppersmühle, ein riesiger Getreidespeicher mit Kesselhaus, Schloten und Getreidesilos, ist Kunst. Wenn ihr davor steht, wagt unbedingt den Blick nach oben.

Im Gasometer Oberhausen ist viel Platz für außergewöhnliche Kunst

Den Hals verrenken kann man sich auch in Oberhausen: Hier lohnt sich ein Blick in den 117 Meter hohen Gasometer. Ehemals wurde in dem imposanten Rundbau Gas gespeichert, heute dient er als Galerie für Ausstellungen, die echt viel Platz brauchen, um ihre ganze Wirkung zu entfalten. Einmal beherbergte der Gasometer etwa einen riesigen Mond! Derzeit kann man in der Ausstellung „Der Berg ruft“ das von der Decke hängende Matterhorn bestaunen. Ein Muss für alle, die von der Industriearchitektur begeistert sind.

Industriekultur Ruhrgebiet Gasometer
In der derzeitigen Ausstellung im Gasometer Oberhausen hängt das Matterhorn von der Decke herab. Foto: Wolf

Übrigens, in diesem Jahr feiert der Gasometer Oberhausen gleich zwei Jubiläen: Er steht seit 90 Jahren und fungiert seit 25 Jahren als Ausstellungsort! Am 7. und 8. September wird daher wild gefeiert, mit Musik, Führungen, kulinarischen Angeboten, Outdoor-Aktionen und dem halben Eintrittspreis für alle Besucher*innen.

Das Ruhrgebiet ist voller Industriedenkmäler und voller guter Ideen

In Dinslaken hat man sich etwas ganz Besonderes für die Nachnutzung einer Zeche einfallen lassen: das Kreativ.Quartier Lohberg. Im Kunstprojekt Kraftwerk wird die Kohle quasi mit Füßen getreten und die Region symbolisch in das Zeitalter der erneuerbaren Energien holt. Wenn ihr kreative Kurse, Workshops, Lesungen, das Fahrradkino oder das Theater im Komplex besuchen wollt, müsst ihr wahrscheinlich erst einmal in die Pedale treten. Jede*r Besucher*in darf sich aufs Rad setzen und mit ihrer*seiner Muskelkraft CO2-neutrale Energie erzeugen.

Industriekultur Ruhrgebiet
Industriekultur heißt auch Kunst – wie hier im Kreativ.Quartier Lohberg. Auf der ehemaligen Zeche tummeln sich heute Kreative. Foto: Sejk

 

Die Zeche, von der noch einige Gebäude, ein Förderturm, das sogenannte Ledigenwohnheim für Bergmänner sowie ein wiedererrichtetes Schaffnerhäuschen stehen, ist dank der Kreativen das Zentrum eines lebenswerten Quartiers geworden, durch das man auch Führungen machen kann. 

Industriekultur Ruhrgebiet AquariusWasserturm
Industriekultur gibt es auch in klein: Der Wasserturm in Mühlheim an der Ruhr ist ein Muss auf deiner Tour durch das Ruhrgebiet. Foto: Hoffmann

Das Ruhrgebiet hat viele Superlative. Und Mülheim.

Eine Kulturlandschaft wie im Ruhrgebiet gibt es kein zweites Mal. Aber auch hier muss es nicht immer der Superlativ sein. Beeindruckende Industriearchitektur gibt es auch im Kleinen, etwa in Mülheim an der Ruhr. Hier steht einer der schönsten Wassertürme des Ruhrgebiets. Der Broicher Wasserturm ist 100 Jahre alt, denkmalgeschützt und beherbergt in seiner Kuppel ein interessantes Kleinod: Ein Fotografiemuseum mit der größten Camera Obscura der Welt. Hier holt euch auf eurer Tour noch einmal ein ganz anderer Industrie-Charme ein: kein lauter, wummernder, sondern ein leiser, verträumter. Und er hat auch noch einen Panoramablick im Schlepptau, der auch den eingefleischtesten Ruhrgebiet-Fans bestimmt noch nicht bekannt ist.

Industriekultur Ruhrgebiet

Auf der Route der Industriekultur gibt es die unterschiedlichsten Sache zu entdecken. In diesem Jahr wird die Route der Industriekultur 20 Jahre alt! Überall im Ruhrgebiet wird gefeiert: Egal ob schwungvolle Festivals, interessante Vortragsreihen oder actionreiche Kinderfeste – in diesem Sommer ist für jeden Geschmack etwas dabei. Trotz der Vielfalt der Events haben doch alle Veranstaltungen eines gemeinsam – sie finden allesamt vor einzigartiger Industriekulisse statt. Feiere mit auf der Route der Industriekultur!