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Der Pott kocht: Hier tanzt du in alten Industriegebäuden

Das Ruhrgebiet hat in Sachen Kultur eine ganze Menge zu bieten. Da kann sich Berlin hinten anstellen. 

Ruhr Industrie Landschaftspark Kultur feiern

Wo feiert es sich besser als vor so einer Kulisse? Der Landschaftspark Duisburg Nord im Ruhrgebiet wird bei Nacht beleuchtet. Foto: Ruhr Tourismus/Sascha Lamozik

Ganz ehrlich Berlin, manchmal nervst du. Klar, deine Kunst- und Kulturangebote sind nicht ohne. Aber wenn das Hipstertum mal wieder auf Hochtouren läuft, drängt man sich eher schlecht als recht mit einem Gläschen Sekt durch deine Galerien.

Manchmal hat man schon gar keine Lust mehr, auf diese hippe Vernissage oder jene geile Aftershowparty zu gehen, weil man genau weiß, wie alles ablaufen wird: In irgendeiner winzigen Hinterhof-Galerie in Neukölln drängt man sich mit 15 anderen vor einem Bild und tritt sich hinterher beim Peoplewatching gegenseitig auf die Füße. Wofür machen wir das? Für die Hippness?

Tschüss Berlin, dieses Jahr feiern wir im Pott

Ganz ehrlich: Andere Ecken des Landes haben auch schöne Angebote. Und Platz. Das Ruhrgebiet zum Beispiel. Hier hat die Kunst- und Kulturszene in den letzten Jahrzehnten vor sich hin gebrodelt und explodiert nun förmlich!

Ja, der Pott kocht! Das Ruhrgebiet strotzt nur so vor kulturellen Angeboten. Das ist längst kein Geheimtipp mehr. Wo früher Kohle gefördert und Stahl gegossen wurde, blieben nach dem Strukturwandel viele interessante Flächen und Gebäude zurück, die von jungen Kreativen erobert wurden. Sie haben schnell das Potenzial der Industriebrachen erkannt, merkten: Hier geht noch was!

Ruhrgebiet Industrie Kultur Kunst
Viele ehemalige Industrieflächen im Ruhrgebiet erstrahlen heute in einem neuen Licht. Foto: Ruhr Tourismus/Ravi Sejk

Mit ihren Initiativen zur Umnutzung haben sie den Kokereien wieder neues Leben eingehaucht. Heute befinden sich in den ehemaligen Zechen, Stahlwerken, Güterbahnhöfen und Werkhallen Ausstellungsorte, Ateliers, Konzert-Venues und Clubs. Es ist ein richtiges Netzwerk an Kunst- und Kulturzentren entstanden.

Wer sich da hinein wagt, kann auf den Spuren der Industriekultur wandeln und die tollsten Kulturhighlights in den atemberaubendsten Kulissen erleben.

Das geht im Ruhrgebiet?!

“Du bist keine Schönheit!”, sang Herbert Grönemeyer einst über seine Heimatstadt Bochum. Damit kann er die Jahrhunderthalle in Bochum aber nicht gemeint haben. Die Halle der ehemaligen Gaskraftzentrale ist mit ihrem einmaligen kathedralenartigen Aufbau ein richtiges Kleinod und natürlich denkmalgeschützt. Innen gibt es zwischen Stahl und Glas eine ganze Menge zu entdecken: Die Halle ist nicht nur Festspielhaus und Eventlocation für Galas, Festivals und Rock-, Pop- und Klassikkonzerte. Auch die umliegenden Bauten auf dem Areal haben es in sich: In der ehemaligen Turbinenhalle etwa könnt ihr zwischen denkmalgeschützten Turbinen Konzerten lauschen und im Dampfgebläsehaus gibt es immer wieder Lesungen, Kabarett oder Spoken Word Performances.  

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In der Jahrhunderthalle in Bochum ist viel los. Foto: Eva Berten

Früher Industrie, heute Industriekultur

In Dortmund haben sich junge Kreative gleich an die Umnutzung mehrerer Industriebrachen gemacht. Richtig sehenswert ist beispielsweise das Depot Dortmund. In dieser ehemaligen Straßenbahnwerkstatt, die um die Jahrhundertwende gebaut wurde, haben sich heute Architekt*innen, Designer*innen, Fotograf*innen, Grafiker*innen und Bildende und Darstellende Künstler*innen niedergelassen. Sie alle arbeiten unter einem Dach zusammen.

Das besagte Dach ist ein seltenes Stahlfachwerkdach und deswegen denkmalgeschützt. Kein Zweifel, dass auch das Gebäude selbst Kunst ist. Zum Glück hat es mitsamt seiner neoklassizistischen Ziegelfassade beide Weltkriege überstanden und erstrahlt heute in neuem Glanz. 

Besuchen kann man die Künstler*innen-Community bei einer ihrer zahlreichen Ausstellungen, Märkte, Tanz- und Theatervorstellungen oder Workshops. Zudem beheimatet das alte Bahndepot auch das Sweetsixteen, ein Programmkino, in dem ihr in den Genuss von Filmen abseits des Mainstreams kommen könnt. 

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Wie schick die nachgenutzen Industriegebäude im Ruhrgebiet sein können, sieht man am Depot in Dortmund. Foto: Ruhr Tourismus/Ravi Sejk

Nicht weit entfernt befindet sich das berühmte Dortmunder U. Das Wahrzeichen der Stadt, mit dem markanten U auf dem Dach, gehörte früher einmal der Union Bauerei. Heute haben sich hier ganz verschiedene Akteur*innen aus Kunst und Kultur, Bildung, Forschung und Wissenschaft zusammengefunden. Sie zeigen in Ausstellungen und (Bildungs-)Veranstaltungen, wie Kreativität in Zeiten der Digitalisierung aussehen kann. Und da man im Dortmunder U Kunst für alle macht, könnt ihr hier die zeitgenössischen Ergüsse in ganz verschiedenen Formaten erleben: Von Filmen, über Workshops und Vorträge, bis hin zu Konzerten, Klangkunst-Abenden und Clubbing ist alles geboten.

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Das Ruhrgebiet hat viele markante Gebäude zu bieten. Das Dortmunder U ist weltbekannt. Foto: Hannes Woidich

Im Ruhrgebiet tanzt es sich ganz herrlich zwischen Schrott

Wer sich abends oder nachts in Dortmund wiederfindet, dem*der sei der Weg auf den ehemaligen Schrottplatz empfohlen. Diese Location, die sich heute Junkyard nennt (wie sonst?), verspricht euch eine richtig geile Party. Und mit etwas Glück trefft ihr den ein oder anderen weltbekannten Act auf der Bühne oder hinter den Turntables.

Einmalig ist das schrottige Ambiente, das die Kulisse für eure Partynacht bildet. Die Bar war einst ein Schiffscontainer, die Sessel waren einst Autoreifen und getanzt wird zwischen rostigen Autowracks. Aus alt mach neu – eben echt Ruhrgebiet! Übrigens auch hier könnt ihr Kunst erleben: Neueste Errungenschaft der Junkyard-Crew ist ein alter gelber Omnibus, der für Ausstellungen genutzt wird.

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Auf dem ehemaligen Schrottplatz Junkyard in Dortmund lässt es sich heute sehr gut chillen. Foto: Ruhr Tourismus/Sascha Lamozik

Wo geht es hier zum Stahl – und zu den guten Beats?

Auch im Landschaftspark Duisburg-Nord kann unter freiem Himmel getanzt werden. In dieser riesigen Parkanlage steht die Kulisse für eine perfekte Party: ein stillgelegtes Hochofenwerk, in dem bis vor etwa 30 Jahren noch Roheisen für die Stahlindustrie erzeugt wurde. 

Ruhr Industrie Landschaftspark
Wo feiert es sich besser als vor so einer InsKulisse? Der Landschaftspark Duisburg Nord im Ruhrgebiet wird bei Nacht beleuchtet. Foto: Ruhr Tourismus

Der Koloss wird seither weitgehend sich selbst überlassen, sodass sich die Natur langsam das Industrieareal zurückerobert. Von Pflanzen bewuchert und nachts bunt beleuchtet, stellt der riesige Koloss aus Stahl eine atemberaubende Kulisse für Dreharbeiten und Fotoshootings, aber auch für Open-Air-Kino- und Theater-Events oder eben Festivals dar. Mittlerweile hat er sogar weltweite Berühmtheit erlangt.

Kleiner Tipp: Das denkmalgeschütze Hüttenwerk – bestehend aus Hochöfen, Bunkeranlagen und Gießhallen – wirkt noch einschüchternder, wenn man ihn bei einer nächtlichen Führung mit Lampen und Fackeln besteigt.

Industrial Design ist Kult – hier kommt es her

Wer sich noch weiter im Kulturnetz des Ruhrgebietes verfangen will, kommt an der schönen Stadt Essen und natürlich am UNESCO-Welterbe Zollverein nicht vorbei. Die berühmte Zeche galt bereits zu Bauzeiten als technisches und ästhetisches Meisterwerk der Moderne und sieht auch heute für uns noch echt gut aus!

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Blick auf die Kohlenwäsche der Zeche Zollverein. Heute gehört die ganze Industrieanlage zum UNESCO Weltkulturerbe. Foto: Ruhr Tourismus

Sie ist das Vorbild für Industrial Design und lässt das Herz von so manchem Architektur-Fan höher schlagen. Umso besser, dass man hier auch noch einiges erleben kann, wenn man schon einmal zum Gucken vorbeigekommen ist.

In der Umgebung findet ihr das RuhrMuseum, das Red Dot Design Museum und PACT Zollverein, ein Zentrum für Performing Arts, Tanz und Choreographie. Alles ganz besondere Orte! Ihr könnt euch sicher sein: Wenn ihr die Zeche Zollverein verlasst, werdet ihr berauscht von so viel kreativen Genüssen sein.

Hier ist Platz für avantgardistische und zeitgenössische Kunst

Das Gute am Ruhrgebiet: Hier ist tatsächlich Platz für all diese kreativen Strömungen und all den Avantgardismus. Große Räume schaffen Platz für die Kunst. Kurze Strecken im Kulturnetz (und übrigens auch im ÖPNV-Netz) machen es möglich, an einem Wochenende unglaublich viel davon zu sehen. Und das natürlich, ohne sich auf die Füße zu treten.  

Zum Schluss noch eine ganz besondere Einrichtung, die es ohne die industrielle Vorgeschichte der Region so sicher nicht gegeben hätte: Das Zentrum für Internationale Lichtkunst  in Unna.

Ruhrgebiet Industrie Kultur Kunst
Avantgarde im Ruhrgebiet: James Turrells Lichtkunstwerk Skyspace am Zentrum für internationale Lichtkunst in Unna. Foto: Frank Vinken

Dieses Museum erkennt man an seinem 52 Meter in den Himmel ragenden Schornstein. Dabei befindet es sich tief unter der Erde. In langen unterirdischen Gängen werden Lichtinstallationen internationaler Lichtkünstler*innen ausgestellt, die extra für die ehemals industriellen Räume geschaffen wurden.

Das Museum ist weltweit das erste und einzige, das sich auf die Präsentation von Lichtkunst konzentriert. Durch das Zusammenspiel von Licht und Schatten in der historischen Bausubstanz ergibt sich ein ganz individuelles und spannendes Erlebnis. Eins, das man so nur im Ruhrgebiet erleben kann.

Das Fazit fürs Ruhrgebiet

Unser Fazit: Das Ruhrgebiet ist auf jeden Fall die bessere Kultur-Location als Berlin. Warum? Hier kann man abseits des Haupstadt-Hypes richtig genießen, schlau über Kunst und Kultur klönen und natürlich auch richtig feiern. Und das alles auch noch in der tollsten Kulisse!

Industrial Design ist immer super. Die Orte sind einmalig und wunderschön und noch dazu schnell zu erreichen. Hier trefft ihr tolle Künstler*innen von Weltrang und auch sonst echt entspannte Leute.  Und der Preis passt bei alldem natürlich auch noch. Was genau ihr dort erleben könnt, erfahrt ihr vom #KULTRUHR-WhatsApp-Newsletter.

Übrigens: Am besten erkunden kann man das Kulturnetz des Ruhrgebiets während der Extraschicht – der Nacht der Industriekultur. Die nächste findet am 29. Juni 2019 statt. Wer ein Ticket ergattert, kann während des nächtlichen Kulturfestivals 50 Spielorte in 22 Städten besuchen und sich von den Performances von über 2.000 Künstler*innen in den ehemaligen Industrieanlagen und Museen begeistern lassen. Ihr könnt kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen und zusätzlich mit den bereitgestellten Shuttles von A nach B kommen. 

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Zur ExtraSchicht knallt es noch einmal ganz laut im Ruhrgebiet: Hier Feuerwerk im letzten Jahr über der Zeche Ewald in Herten. Foto: Christian Nielinger

Und jetzt das Beste: ze.tt und die Ruhr Tourismus GmbH schicken euch hin!

Alle, die ze.tt auf Instagram folgen, haben demnächst die Möglichkeit, ein Mal zwei Tickets für die Extraschicht am 29.06.2019 inklusive zwei Übernachtungen im Doppelzimmer im Hotel niu cobbles in Essen, Eintrittskarten für das Red Dot Design Museum am UNESCO-Welterbe Zollverein sowie Gutscheine für die WelcomeCard West zu gewinnen. Mit dieser bekommt ihr weitere freie Eintritte und könnt kostenlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Also schaut in nächster Zeit mal bei Instagram rein und erlebt mit etwas Glück schon bald ein richtig tolles Wochenende in der Metropole der Industriekultur!

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