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Was du entdeckst, wenn du aus deinem normalen Leben ausbrichst

Manchmal lohnt es sich, mutig zu sein und den eigenen Weg zu gehen. Johanna hat sich für einen radikalen Bruch entschieden und ihren Kiez in Berlin gegen Budapest getauscht. Bereut hat sie es nie.

Johanna Stendal erinnert sich an diesen einen Moment, als sie die Zusage für die Andrássy Universität Budapest in der Tasche hatte. Sie war noch einmal nach Budapest gekommen, um eine Wohnung zu finden. Neben ihr ihr Bruder Bruno, vor ihr ein neues Leben. „Da war mir schon mulmig“, gibt sie heute zu. „Nicht zu wissen, wie alles kommen würde. Der Gedanke, meine Wohnung in Berlin vorerst aufgeben zu müssen. So viel im Leben meiner Familie und meiner Freunde zu verpassen, das hat mir schon Sorgen gemacht.“ Einige Wochen später schnappte sie sich dennoch ihre Katze, belud ein Auto und stürzte sich in den bunten Trubel der ungarischen Metropole.

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Doch was brachte sie dazu, alles Vertraute hinter sich zu lassen und einfach zu gehen? „Für mich gab es schon immer diesen Drang, Neues auszuprobieren, mich auszutesten“, sagt Johanna, die nun schon seit anderthalb Jahren in Budapest lebt. „Meine Mutter sagt, ich war schon im Kindergarten das Kind, das einfach losgestürmt ist, ohne sich noch einmal nach der Mama umzudrehen. Vielleicht hält das an. Vielleicht gehört es einfach zu meinem Charakter.“ Johanna hat durch ihre Offenheit und ihren Entdeckerinnendrang schon einiges auf der Welt zu Gesicht bekommen. Die 24-Jährige lebte einige Zeit in Boston, nun macht sie ihren Master in Europäischer und Internationaler Verwaltung in Budapest, demnächst wird sie in die Ukraine reisen und bald danach für ein halbes Jahr in die Mongolei. Wenn man sie fragt, warum sie es für wichtig hält, Sachen anders anzugehen als andere, hat sie einen klaren Standpunkt: Es hat für sie nicht nur mit Individualismus zu tun, wie man annehmen könnte, oder mit Fernweh und Langeweile. Johanna ist überzeugt, dass man während eines Abenteuers auch extrem viel über sich selbst und die eigenen Grenzen lernt, weil man nicht auf vertraute Mechanismen zurückgreifen kann: „Du kannst nicht einfach deine Eltern um Hilfe bitten, wenn du ein Problem hast. Du musst es alleine lösen und dann deine eigenen Wege und Strategien entwickeln.“ Dabei lernt man viel über sich selbst, auch wie man über sich hinauswachsen kann: „Du merkst, was du eigentlich leisten kannst und wie du dich durchsetzt.“

Studieren im Ausland? Eine gute Uni hilft dir

Wer zum Studium allein in eine fremde Stadt geht, muss sich auf jeden Fall einiges neu aufbauen: Man braucht eine Wohnung, einen Job und am allerwichtigsten ein soziales Netz aus Freund*innen und Bekannten, das einen hält. Das klingt nach viel Arbeit, aber wer etwas gewinnen will, muss auch etwas wagen. Das mulmige Gefühl gehört dabei zu großen Entscheidungen dazu. „Man darf sich nicht von den Zweifeln überwältigen lassen. Ich habe eigentlich immer nur gewonnen, wenn ich mich etwas getraut und mich ins kalte Wasser gestürzt habe“, erklärt Johanna.

Dabei hatte natürlich auch sie am Anfang Zweifel, zum Beispiel als ihre heutige Uni zum ersten Mal betrat. Da war sie erst einmal erschlagen von den Räumlichkeiten. Denn die Andrássy Universität Budapest hat ihren Sitz im sogenannten Festetics Palais, einem im 19. Jahrhundert erbauten Stadtpalais. Wer zur Vorlesung oder ins Seminar will, muss erst einmal durch ein spätbarockes Treppenhaus und an diversen Ballsälen und Ölgemälden vorübergehen. Kein Wunder, dass sich Johanna da erst einmal erschrocken hat: „Alles war so pompös. Ich hatte direkt Befürchtungen, dass ich nie wieder in Jeans und Turnschuhen in die Uni gehen könnte.“ Als sie dann aber die ersten Menschen vor Ort kennengelernt hatte, konnte sie sich schnell beruhigen.

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Als die Kurse dann begannen, kannte ich direkt alle möglichen Leute.“

Heute geht sie an all dem Prunk ganz unaufgeregt vorbei. Täglich und übrigens in Turnschuhen: „Alles war nur halb so wild. Es sieht alles wunderschön aus, ist aber mega entspannt.“ Witzigerweise hat die heute 24-Jährige dann aber doch fast alle ihre Bekannten ganz – man möchte fast sagen ‚ganz standesgemäß’ ­– auf einem Ball kennengelernt. Denn trotz der lockeren Stimmung haben Bälle an der AUB Tradition. Manche sind tatsächlich etwas festlicher, andere sind ganz normale 80er- oder Glam-Rock-Motto-Partys. Auf Johannas erstem Ball hat ihre Mentorin Katja ganze Arbeit geleistet und sie gleich allen vorgestellt: „Das war super! Als die Kurse dann begannen, kannte ich direkt alle möglichen Leute. Ohne meine Mentorin hätte ich sicher schwerer Anschluss gefunden.“Es ist wichtig, dass sich eine Universität mit einem Mentor*innen-Programm so um ihre Studierenden kümmert, insbesondere wenn der größte Teil der Studierenden aus dem Ausland kommt, denn: An der Andrássy Universität Budapest studiert man auf Deutsch. „Die Uni macht viel möglich“, erklärt Johanna. Neben den Bällen gibt es Konzerte, Vortragsreihen und Lesungen in den Sälen der AUB. Zudem gehören viele internationale Exkursionen zum Curriculum und die Kurse sind klein. So lernt man schnell alle kennen und ist auch immer gut beschäftigt. Auch die Studierendenschaft organisiert viel: „Vom Hofgrillen, über die Ersti-Woche bis hin zur Donau-Regatta ist alles dabei. Da kann man sich überall einklinken, muss es aber natürlich nicht.“

Da Budapest eh alles hat, was man sich wünschen kann, und einen hier ständig alle besuchen kommen wollen, braucht gar kein Heimweh aufzukommen.“

Neben ihren Kommiliton*innen, von denen viele aus Deutschland kommen, hat Johanna noch viele andere Expats kennengelernt, die es nach Budapest verschlagen hat. Und natürlich auch einige Ungar*innen. Der erwartete Kulturschock ist weitestgehend ausgeblieben: „Hier halten dir die ungarischen Männer die Türen auf und holen dir unaufgefordert ein neues Getränk, wenn dein Glas leer ist“, lacht Johanna, „aber außer dass die Jungs eine andere Höflichkeit haben als die daheim, ist eigentlich nicht viel anders.“ Und da Budapest natürlich eh alles hat, was man sich wünschen kann, und einen hier ständig alle besuchen kommen wollen, braucht auch gar kein Heimweh aufzukommen: „Manche Ecken erinnern mich sogar ein bisschen an Berlin. Das jüdische Viertel zum Beispiel mit seinen Bars, Cafés und Abriss-Clubs. Das steht meinem alten Kiez in Friedrichshain echt in nichts nach!“

Budapest ist die perfekte Stadt zum Studieren

Auch sonst ist die ungarische Hauptstadt total studierendenfreundlich: Museen kann man teils kostenlos besuchen, es gibt Rabatte für Kinos und Bühnen und für ihr ÖPNV-Monatsticket zahlt Johanna gerade einmal zehn Euro. Innerhalb des Rings ist alles fußläufig zu erreichen. Johanna lebt mit ihrer Mitbewohnerin und der Katze nur einige Gehminuten von der AUB entfernt. Morgens kann sie so eine Dreiviertelstunde länger schlafen als in Berlin, weil sie nicht erst den Fahrtweg quer durch die Stadt einberechnen muss. Am Wochenende fährt Johanna übrigens ganz gerne Öffis: Dann verabredet sie sich mit Freund*innen auf der Donau-Fähre kurz bevor die Sonne untergeht und bestaunt die beleuchtete Skyline bei Nacht: „Der Burgberg, die Brücken, die Promenade. Budapest ist einfach nur wunderschön!“

Erforderte der Schritt, nach Budapest zu gehen, eigentlich Mut? Johanna überlegt. Vielleicht erfordere es nicht unbedingt Mut, eine Entscheidung zu treffen, aber es erfordere Mut, sich der Entscheidung zu stellen und sie auch durchzuziehen, ist sie überzeugt. „Eigentlich waren viel mehr Menschen für meinen Studiengang zugelassen worden. Angefangen haben damals mit mir allerdings nur vier. Ich denke, die anderen haben auch so wie ich einmal in Budapest gestanden und haben überlegt, ob sie das tatsächlich machen sollen. Sie haben sich vielleicht gefragt: Kann ich das überhaupt? Will ich allein in eine fremde Stadt? Was, wenn ich keinen Anschluss in der Uni finde? Und im Endeffekt haben ihre Zweifel ihren Mut vielleicht überwogen.“ Schade, denn vielleicht haben sie sich um ein Abenteuer gebracht.

Johanna empfiehlt allen den Sprung ins kalte Wasser. Denn mit der richtigen Uni, kann es auch ganz leicht sein, mutig zu sein. Die Andrássy Universität Budapest hat nur etwa 200 ständige Studierende und setzt sich fürs Ankommen ganz besonders ein: Kleine Seminargrößen, enge Beziehungen zu Dozent*innen und Angestellten und viele Aktivitäten außerhalb des Lehrplans geben Neuankömmlingen schnell ein sicheres Gefühl. Hast auch du Lust, Sachen anders zu machen als andere? Dann komm an die Andrássy Universität im schönen Budapest.

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