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Bedürfnisse am Arbeitsplatz – warum sie wichtig sind und wie sich die Arbeitswelt wandelt

Nicht die Jobwelt verändert sich, sondern wir verändern die Jobwelt. Drei Thesen darüber, wie die Bedürfnisse von Mitarbeiter*innen die Arbeitswelt prägen, was die Gen Z damit zu tun hat und wie man einen Job findet, der wirklich zu einem passt.

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Junge Arbeitnehmer*innen haben Bedürfnisse. Und trauen sich, Forderungen zu stellen. Das verändert die Jobwelt. Foto: Artem Podrez / Pexels | CC0

Die Ausbildung oder das Studium ist Vergangenheit, jetzt wird es Zeit für die Zukunft: Hallo, Arbeitswelt! Und die ist heute eine andere, als noch vor wenigen Jahren. Wir haben uns in drei Thesen angeschaut, wie sich die Bedürfnisse der Mitarbeitenden und mit ihnen die komplette Arbeitswelt wandelt.

These 1: Haltung, Baby!

Die Haltung einer Firma ist ein Entscheidungskriterium für oder gegen einen Job. Denn wenn man sich selbst nicht mit den Werten des Unternehmens identifizieren kann, oder wenn sie sogar den eigenen Werten widersprechen, wie soll man sich dann eigentlich motivieren? Viele Menschen geben gerne ihr Bestes und zwar für Dinge, an die sie wirklich glauben.

Sinnstiftendes Arbeiten kann dabei ganz unterschiedlich aussehen und viele Lebensbereiche berühren: Legt das Unternehmen Wert auf Klimaschutz? Versteht das Start-Up Diversität eher als Buzzword, oder ist es gelebte Strategie aus Überzeugung? Welche Aufstiegschancen haben Menschen, wenn sie nicht männlich oder weiß sind? Werde ich nach Feierabend auch wirklich in Ruhe gelassen? Ist ein Kinderwunsch für meine Vorgesetzten ein Risiko, oder sehen sie diese Entscheidung als Potenzial – oder zumindest als gesellschaftlich relevant? Und ändert sich ihre Meinung dazu, wenn ein Mann länger als drei Monate in Elternzeit gehen will?

Wenn wir von einem Wandel der Arbeitswelt reden, dann ist er bei der Wertedebatte längst da. Besonders die Generation Z und Millennials stellen Forderungen, von denen auch andere Generationen profitieren. Für viele Angehörige dieser Generationen ist Arbeit eben nicht mehr nur ein Instrument zum Geldverdienen, sondern ebenso ein fester Bestandteil ihres Soziallebens. Sie trennen nicht mehr strikt Privates und Berufliches, sondern suchen Inhalte, Selbsterfüllung und Sichtbarkeit ihres Handelns auch im Berufsleben. Das wiederum kann dazu führen, dass Menschen motivierter zur Arbeit gehen und mit ihrem Job eben nicht mehr nur das Bedürfnis nach Existenzsicherung haben. Das macht Sinn, oder?

Natürlich heißt das nicht, dass junge Arbeitnehmer*innen auf alle Fragen bereits Antworten haben. Im Gegenteil: Sie trauen sich eben auch, Nichtwissen auszuhalten und es als etwas Positives zu verstehen. Als Chance für Denkanstöße und Raum für Überlegungen rund um die Frage: Wie will ich eigentlich leben? Und wie arbeiten? Wenn sich dann die Haltung des Unternehmens mit der eigenen deckt, stehen die Chance gut, dass alle zufrieden sind.

These 2: Wir arbeiten so flexibel wie noch nie. Und doch noch nicht flexibel genug.

Seit Jahren gibt es die Forderung, Arbeit flexibler zu gestalten – übrigens längst nicht nur von einer Generation, sondern eigentlich von allen. Dazu zählen Homeoffice und fließende Arbeitszeiten. Dazu gehören aber auch flexiblere Jobprofile statt starre Berufsdefinitionen. Und, dass sich Flexibilität immer mehr den individuellen Bedürfnissen der Arbeitnehmer*innen angleicht: Nur weil eine Mitarbeiterin gerne um 10 Uhr anfängt zu arbeiten, heißt das nicht, dass eine andere nicht auch schon um 7 Uhr morgens anfangen kann, wenn das eher ihrem Rhythmus entspricht. Flexibilität innerhalb eines Jobs ist wichtig, denn sie lässt zu, dass jede*r genau so arbeiten kann, wie er oder sie das gerne möchte und besonders gut kann.

Wie unterschiedlich Bedürfnisse sein können und wie wichtig deswegen eine individuelle Flexibilität ist, das haben auch die Antworten der Community gezeigt. Eigentlich haben wir euch gefragt, was ihr in eurem ersten Job gelernt habt. Die Antworten verraten aber auch, dass jedem Mitarbeitenden andere Dinge im Arbeitskontext wichtig sind: Mal ist es das Team, mal das Geld und mal die Freiheit, eigene Projekte umzusetzen, oder mehr über sich selbst zu erfahren.

Direkt nach der Uni einen Job zu finden erfordert auch ein hohes Maß an Flexibilität: Bist du bereit, für den Traumjob in eine andere Stadt zu ziehen? Was ist, wenn es keine passende Stelle für das gibt, was du eigentlich machen willst? Für viele Absolvent*innen war der Arbeitsmarkt vor der Corona-Krise aufgrund der guten Konjunktur von vielfältigen Möglichkeiten und einer hohen Dynamik geprägt. Aber auch jetzt gibt es viele Chancen, denn viele Unternehmen suchen noch immer die besten Köpfe und sind deswegen auch flexibel. Wäre der*die neue Mitarbeiter*in noch vor einem Jahr für den Job in eine andere Stadt gezogen, gibt es jetzt immer häufiger auch die Möglichkeit, remote zu arbeiten. Flexibilität ist also keine One Way Street: Wer Flexibilität verlangt, sollte auch bereit sein, selbst flexibel zu agieren.

Aber da geht doch eigentlich noch mehr, oder? Denn auch wenn durch Corona Konzepte wie Homeoffice viel normaler geworden sind, kann man auch hier noch eine ganze Menge ausbauen. Führen in Teilzeit zum Beispiel. Jobsharing. Oder auch einfach ein Verständnis dafür, dass E-Mails nicht sofort beantwortet werden müssen und man auch im Ausland arbeiten kann. Natürlich klappt das nicht bei jedem Job. Aber doch bei ziemlich vielen. Und wenn es die Motivation der Mitarbeitenden fördert, dann haben da alle was von.

Wir können auch überlegen, wie wir soziale Interaktion im Arbeitskontext neu denken können: Müssen wir alle im Büro nebeneinander auf unsere Rechner starren? Wäre es hier nicht viel sinnvoller, Präsenzzeit auch an soziale Interaktion zu knüpfen? Auch hier wandelt sich gerade die Arbeitswelt, weil diese Debatten endlich geführt werden.

These 3: Veränderung ist wichtig. Sie sorgt dafür, dass wir mit unserem Job zufrieden sind.

Wer mal mit seinen Eltern über ihr Berufsleben gesprochen hat, wird es vielleicht kennen: Noch vor wenigen Jahren war es ganz normal, sehr lange, vielleicht sogar sein komplettes Arbeitsleben, bei einer Firma gearbeitet zu haben.

Inzwischen ist es jedoch ganz selbstverständlich hin und wieder seinen Arbeitgeber zu wechseln – und zwar nicht nur, weil man unbedingt mehr Geld möchte. Es gibt viele gute Gründe, auch abseits von ausstehenden Beförderungen oder Gehaltserhöhungen beruflich einen anderen Weg einzuschlagen. Zum Beispiel, wenn man merkt, dass man nichts mehr lernt. Oder sich das Themengebiet in eine Richtung entwickelt, für die man sich immer weniger interessiert.

Umgedreht heißt das aber auch: Nichts spricht dagegen, zu bleiben. Wenn man sich im Team so richtig wohl fühlt und das Gefühl hat, dass die Leistungen wahrgenommen und gesehen werden. Denn eure Antworten haben auch gezeigt, dass man sich zwar andere Sachen wünschen kann, aber eben auch schätzen sollte, was man hat. Jede*r muss dann für sich selbst herausfinden, was überwiegt: Das Bedürfnis nach Wandel und Veränderung, oder die vorhandene Zufriedenheit mit Faktoren, auf die man nicht verzichten will. Und das kann natürlich auch heißen, den Job zu wechseln, wenn er einem nicht guttut oder nicht zu einem passt.

Aber wie findet man überhaupt einen Job, der wirklich zu einem passt? Die einfachste Antwort darauf lautet wohl: indem man sucht. Und das bedeutet eben auch, sich auszuprobieren. Die eigenen Stärken, Schwächen und die sich auch ändernden persönlichen Interessen erkennen – all das wird immer wichtiger, wenn man sich Gedanken darüber macht, womit man eigentlich sein Geld verdienen will. Dazu gehört auch, sich bei den ständig ändernden Rahmenbedingungen ein gewisses Maß an Flexibilität und Mut zur Veränderung zu bewahren und Chancen zu erkennen und zu nutzen. Wenn du nach vier Jahren in der Werbeagentur lieber noch einmal studieren willst, um Lehrer*in zu werden – go for it.

Du möchtest mehr zum Thema Arbeitswelt im Wandel erfahren?

Dann halte dir den 19.11.2020 um 16 Uhr frei! Denn dann sprechen Herr Dr. Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse, Prof. Miriam Meckel und Influencerin Diana zur Löwen in einem kostenlosen Livestream auf ZEIT Campus über Die Arbeitswelt ist im Wandel: Wie findest du einen Job, der zu dir passt? Gemeinsam beantworten sie all die Fragen, die ihr vorab und währenddessen stellt. Melde dich jetzt an!

Der Wandel ist nicht plötzlich da, der Wandel, das sind wir

Wer also über den eigenen Ideal-Job nachdenken will, sollte sich in erster Linie fragen: Was ist mir wichtig? Worauf will ich nicht verzichten und was ist verhandelbar? Gleichzeitig ist es auch völlig klar, dass man die Antworten darauf im Zweifel noch nicht kennen kann und sich die Antworten auch ändern können. Deswegen sollten wir uns alle diese Fragen immer wieder stellen.

Fest steht: Es lohnt sich, mutig zu sein und sich bewusst zu fragen, wie man die durchschnittlich 38,7 Berufsjahre so verbringen will. Dazu gehört auch, sich bewusst zu machen, dass es vollkommen okay ist, eben nicht für seinen Job zu brennen. Aber merk dir: Du kannst es gestalten.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe How it works von Die Techniker und ZEIT Campus spricht Dr. Baas übrigens am 19.11.2020 um 16:00 Uhr in einem kostenlosen Live-Talk über das Thema Die Arbeitswelt ist im Wandel: Wie findest du einen Job, der zu dir passt? Mit dabei sind auch Prof. Miriam Meckel und Influencerin Diana zur Löwen. Gemeinsam beantworten sie all die Fragen, die ihr vorab und währenddessen stellt. Melde dich jetzt an!