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Urlaub in Deutschland? Das sind die Geheimtipps

Rucksacktour durch Thailand? Easyjetten in Europas Hauptstädte? Macht Spaß. Und macht jede*r. Die größeren Abenteuer liegen heute oft vor der Haustür. Zum Beispiel im Ruhrgebiet. Da gibt’s Kunst und Industriecharme, Geschichte und Badespaß.

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Das Werksschwimmbad in der Zeche Zollverein gehör definitiv zu den Highlights, die du diesen Sommer gesehen haben musst. Foto: Jochen Tack

Lokal, regional, nachhaltig – das ist einer der großen Trends unserer Zeit. Wir verzichten immer öfter auf die fotogene Avocado und lernen in Hipster-Restaurants Weißkohl und Steckrübe neu zu schätzen. Nicht nur beim Essen lassen wir den Blick aus der Ferne aufs Nahe schweifen, auch beim Reisen merken wir immer mehr: Hier in Deutschland gibt es ziemlich viel Spannendes zu entdecken!

Laut der 35. Deutschen Tourismusanalyse der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen ist Deutschland mit Abstand unser häufigstes geplantes Reiseziel für 2019. 21 Prozent der Befragten gaben an, die Heimat erkunden zu wollen. Auf den nächsten Plätzen folgten Spanien mit sechs Prozent und Italien mit vier Prozent.

Unter den vielen deutschen Reisezielen, die sich für deinen nächsten Kurztrip anbieten, sticht eines besonders heraus: das Ruhrgebiet. Das Ruhrgebiet? Ja, genau! Kohle und Kumpel haben seinen Mythos einst begründet. Kunst und Kultur lassen ihn heute weiter leben.

Die Pott-Hotspots bequem per Rad oder ÖPNV erkunden

Am besten kannst du den Zauber des Ruhrgebiets auf der Route der Industriekultur erkunden. Auf etwa 400 Kilometern verbindet sie ehemalige Industriestätten, Siedlungen und tolle Panoramaausblicke. Highlight folgt da auf Highlight, und das Beste: Du kannst die Pott-Hotspots super bequem erkunden. Per Rad oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die Radwege zwischen den Industriedenkmälern sind sehr gut ausgebaut und ausgeschildert und verlaufen größtenteils abseits vom Autoverkehr. Zum Teil radelst du sogar auf szenischen ehemaligen Bahntrassen. Alternativ bietet sich die WelcomeCard Ruhr an. Du wählst einfach die Region, die dich am meisten interessiert – Ost, West oder Süd – und hast innerhalb dieses Bereichs dann komplett freie Fahrt mit dem ÖPNV.

Was du speziell im mittleren und östlichen Ruhrgebiet alles entdecken kannst, zeigen wir dir jetzt!

Symbol des Wandels: Von der Kohle zur Kultur

240 Millionen Tonnen – diese kaum vorstellbare Menge Steinkohle wurde hier von 1851 bis 1986 zutage gefördert. Wir befinden uns beim UNESCO-Welterbe Zollverein, einem der wichtigsten Industriedenkmäler Europas. Das Areal liegt im Norden Essens und umfasst die Zeche Zollverein und die Kokerei. Die Zeche Zollverein war zu ihrer Hochzeit die größte Steinkohlezeche der Welt, die Kokerei die größte ihrer Art in Europa.

Alles hier ist Stahl und Stein, rostbraun und rot. Also fast alles. Die Natur hat sich Teile des Geländes zurückerobert. Über die Jahrzehnte ist eine vielfältige Flora gewachsen, die mit den ehemaligen Industriestätten diesen unnachahmlichen Kontrast ergibt. Die volle Ladung Industrieromantik. Für die Szenerie alleine lohnt sich der Besuch. Spannend auch die Führung durch den Schacht XII, die dir einen Eindruck vermittelt, wie das Leben und Arbeiten unter Tage ablief.

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Falls du Inspirationen für deine eigene Wohnung suchst, bist du im Red Dot Design Museum in Essen genau richtig! Foto: Red Dot Design Museum

Die Geschichte des Produktdesigns, Open-Air-Kino und … baden!

Auf dem Gelände der Zeche Zollverein, 2001 zum UNESCO-Welterbe ernannt, geht übrigens noch mehr. Im renommierten Red Dot Design Museum kannst du Gebrauchsgegenstände aller Art bestaunen. Sessel, Waschmachinen, Lampen – über die Jahrzehnte hatten Produktdesigner unterschiedliche Ideen, wie solche Alltagsgegenstände aussehen sollen. In dem Museum bekommst du alles von Designikonen bis hin zu nicht so genialen Einfällen präsentiert. Auch sehr sehenswert sind das Choreographische Zentrum NRW PACT Zollverein und das Ruhr Museum.

Damit nicht genug. Wenn du nach all den Eindrücken etwas verschnaufen möchtest, wartet das Werksschwimmbad auf dich. Das ist tatsächlich ein Pool inmitten der alten Industrieanlagen, ein Kunstwerk aus zwei zusammengeschweißten Überseecontainern. Hier also Sonne tanken, Getränke schlürfen und dann: ab ins Open-Air-Kino nebenan!

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Was gibt’s im Sommer besseres als einen kühlen Pool? Einen Pool inmitten von eindrucksvollen Industrieanlagen wie hier im Werksschwimmbad. Foto: Jochen Tack/Stiftung Zollverein

Tanz und Theater in der Kreativwerkstatt

Eine halbe Bahnstunde von Essen entfernt liegt Dortmund, das gleich zwei Highlights zu bieten hat. Frage: Wann hast du das letzte Mal ein Theaterstück in einer Straßenbahnhauptwerkstatt gesehen? Genau! Im Kulturort Depot hast du jetzt die Möglichkeit. Das eindrucksvolle Gebäude wurde 1915/16 gebaut und hat beide Weltkriege überstanden. Heute beherbergt es einen bunten Blumenstrauß an Kreativen und Kreativem. Architekt*innen, Designer*innen und Künstler*innen arbeiten hier, Vereine und Gesellschaften haben sich niedergelassen. Es gibt Workshops, Märkte und sogar Tanz- und Theaterveranstaltungen.

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Das Depot in Dortmund ist der beste Ort für Kreative. Foto: Ravi Sejk

So schön kann eine Zeche sein

Apropos arbeiten: In Dortmund solltest du unbedingt beim Schloss der Arbeit vorbeischauen, wie die Zeche Zollern auch genannt wird. Ihren Spitznamen verdankt sie der wunderbaren Backsteinfassade, hinter der sich heute das LWL-Industriemuseum Zeche Zollern verbirgt. Die aufwendige Architektur ist kein Zufall. Die Zeche wurde Anfang des 19. Jahrhunderts als Symbol des Fortschritts und Wohlstands gebaut. Ihre Geschichte, und die der vielen Frauen und Männer, die hier Knochenarbeit verrichteten, erzählt das Museum. Vom Förderturm auf dem Gelände hast du einen tollen Ausblick über die Region.

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Industriecharme pur: Die Zeche Zollern strahlt in schönster Backstein-Fasson. Foto: Bande für Gestaltung

Wenn du jetzt denkst, noch mehr Industriecharme geht nicht, solltest du dir die Zeche Nachtigall nicht entgehen lassen. Sie ist die Wiege des Steinkohlebergbaus, denn hier fing alles an! In Witten wurde bereits vor 300 Jahren die erste Kohle gefördert. Damals konnte man sie noch waagerecht von den Hängen kratzen. Erst später musste man tiefe Schächte in den Boden schlagen, um an das schwarze Gold zu kommen. Wenn du nachempfinden willst, wie es unter Tage war, kannst du dich hier mit einem Helm und einer Grubenlampe bewaffnen und gemeinsam mit ehemaligen Bergleuten tief in einen echten Steinkohleflöz vorstoßen.

Urlaub auf den Spuren von Wilhelm II. und Ólafur Eliasson

Auch wenn du nicht aus dem Ruhrpott kommst, sind dir Städte wie Essen, Dortmund und Witten vermutlich ein Begriff. Aber wie steht es mit Waltrop und Unna? Die beiden Kleinstädte beherbergen echte Schätze der Industriegeschichte. Stell dir vor, es ist 1899 und ein tonnenschweres Frachtschiff soll 14 Meter in die Höhe gehoben werden. Wie soll das gehen? Die Antwort findest du im Schiffshebewerk Henrichenburg in der Nähe von Waltrop. Das technische Meisterwerk wurde vom Preußenkönig Wilhelm II. höchstpersönlich eröffnet. Heute ist die Anlage ein LWL-Museum, in dem du alles über das Werk selbst und das Leben der Binnenschiffer erfährst. Auch unbedingt mitnehmen: den Ausblick über den Dortmund-Ems-Kanal.

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Ein ganzer Urlaub an einem Wochenende: Im Ruhrgebiet erwartet dich Kultur. Zum Beispiel im Zentrum für internationale Lichtkunst in Unna. Foto: Floater

Östlich von Dortmund und eine gute Bahnstunde von Waltrop entfernt liegt Unna. Hier trifft Bierbraukunst auf Ólafur Eliasson. Und zwar in der Lindenbrauerei Unna. In ihren Gärkellern entstehen zwar heute keine Hopfengetränke mehr, doch deine Sinne werden anderweitig betört. Das Zentrum für Internationale Lichtkunst zeigt hier 13 Installationen bekannter Lichtkünstler*innen, darunter Eliasson und James Turrell. Hinzu kommen wechselnde Sonderausstellungen.

Weil diese ganze Liste aber nur einige Glanzstücke der Industriekultur zwischen Emscher und Ruhr abgedeckt hat, solltest du dich bald selbst einmal ins Ruhrgebiet begeben und auch all die anderen Sehenswürdigkeiten auskundschaften – mit dem Rad oder per ÖPNV! In den Industrieanlagen erlebst du echte Ruhrpottromantik und lernst Neues über die Industriegeschichte tief im Westen. Hier kannst du auf zahlreichen Festivals feiern, dich sportlich betätigen oder auch einfach nach fotogenen Hidden Places für deinen Insta-Feed suchen. Vielleicht läuft dir ja auch der*die eine oder andere echte Pottler*in ins Bild. Und das alles so nah beieinander und ganz ohne Flug!

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Plane deinen nächsten Kurztrip oder Urlaub doch doch einfach mal direkt vor deiner Haustür: Die Route der Industriekultur, auf der die Pott-Hotspots zu entdecken sind, wird dieses Jahr 20 Jahre alt. Das wird im Sommer natürlich ordentlich gefeiert! Mit Kinderfesten und Musikfestivals, Vorträgen und Führungen, und immer vor atemberaubender Industriekulisse. Klingt spannend? Hier erfährst du mehr zur Route der Industriekultur.