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Darum solltest du Freund*innen außerhalb deiner Blase haben

Wir leben im Zeitalter der Individualisierung. Jede*r kann sich nach Herzenslust selbst verwirklichen. Ein Privileg, das uns oft eines vergessen lässt, wie Poetry-Slammer Dennis Kirschbaum weiß: Persönliche Freiheit braucht eine starke Gemeinschaft.

Gemeinschaft Z2x Berlin Dennis Kirschbaum

Wer sich gegen Vereinzelung und für Gemeinschaft einsetzen will, kann bei sich selbst anfangen. Foto: Unsplash | CC0

Es ist eines dieser Wörter, das ein bisschen heimelig klingt, ein bisschen altmodisch und angestaubt, definitiv nicht cool –  und dabei ist es aktuell wie eh und je. Gemeinschaft. Wenn wir heute von einer Gruppierung von Menschen sprechen, die aufeinander bezogen sind, sagen wir eher Community, so wie wir uns zum Lunch verabreden, nicht zum Mittagessen.

Dabei steckt in dem Begriff eine Idee, die ziemlich gut ist. Mit den Menschen in unserer Gemeinschaft verbindet uns etwas, wir teilen etwas, wir haben es: gemein. Und auch, wenn wir heute oft sehr atomisiert leben, jede*r in seiner*ihrer Bubble, bestrebt, sich optimal selbst zu verwirklichen, so tun wir dies immer noch auf das Basis von geteilten Werten und Institutionen.

Wir Menschen in den westlichen Industrienationen genießen auch deshalb ein historisches Ausmaß an individueller Freiheit, weil wir uns darauf verständigt haben, dass die Freiheit des*der Einen da endet, wo die des*der Nächsten beginnt. Weil jedem*r Bürger*in das Recht zugesichert ist, sich unabhängig von seiner*ihrer Religion, Herkunft oder Sexualität frei zu entfalten. Weil wir ein demokratisches Wahlrecht haben. Und so weiter.

Gemeinschaft Z2x Berlin Dennis Kirschbaum
Dennis auf der Bühne: Beim Z2X19 Festival am 1.9.2019 in Berlin slamte er gegen Vereinzelung. Foto: Sparkasse

In einer derartigen Gemeinschaft zu leben, bringt nicht nur jedem*r Einzelnen persönliche Vorteile. Es ist auch die Voraussetzung dafür, die Herausforderungen der Zukunft anzugehen, die wir nur im Kollektiv meistern können. Das machte der Poetry-Slammer und Anti-Rassismus-Trainer Dennis Sadiq Kirschbaum in seinem Vortrag beim diesjährigen Z2X-Festival in Berlin deutlich.

„Gemeinschaft kommt nicht von allein /Gemeinschaft kommt von schaffen / Darum lass uns gemeinsam aufraffen“, so dichtete der 29-Jährige in seinem Beitrag. Gemeinsam, sagt er, bewegen wir ganze Planeten.

„Gemeinschaft kommt nicht von allein /Gemeinschaft kommt von schaffen“ – Dennis Kirschbaum

Dennis Sadiq Kirschbaum, sein klingender Name ist gewissermaßen Programm. Er verweist auf eine europäisch-muslimisch-jüdische Herkunft und tatsächlich ist der angehende Lehrer ein Vermittler zwischen den Welten. Dennis ist zu DDR-Zeiten in Berlin-Mitte aufgewachsen. Der Nachname stammt von seinem Stiefopa, der nach dem Zweiten Weltkrieg in einem jüdischen Waisenhaus aufwuchs. Sadiq, sein zweiter Vorname, stammt aus dem Arabischen. Er bedeutet „der Treue und Loyale“.

Gemeinschaft Z2x Berlin Dennis Kirschbaum
Dennis Kirschbaum wurde schon als Kind ausgegrenzt und weiß, wie es ist, nicht dazuzugehören. Vielleicht kann er deshalb so empathisch mit seinen Workshop-Teilnehmer*innen umgehen. Foto: Sparkasse

Den Namen suchte sich Dennis aus, als er mit 15 Jahren zum Islam konvertierte – und Teil einer neuen Gemeinschaft wurde. Er hatte zu dem Zeitpunkt vielfach Erfahrungen mit Ausgrenzung und Mobbing gemacht: „Schon im Kindergarten ließen mich die anderen Kinder nicht mitspielen, weil ich anders aussah als sie.“ Diese Erfahrungen nutzt er heute, um anderen Opfern von Rassismus zu helfen. „Ich weiß, wie sich das anfühlt. Das hilft, wenn ich mit Jugendlichen spreche, die selbst betroffen sind.“ Dennis hält Vorträge an Schulen und Museen und organisiert Events wie das Speed-Dating Meet a Muslim. Dafür wurde er vom Bundesfamilienministerium und Bundesnetzwerk für Bürgerschaftliches Engagement 2019 zum Engagement-Botschafter ernannt.

Gemeinschaft heißt auch Gemeinsamkeiten erkennen

Teil dieses Engagement ist auch seine Arbeit als ausgebildeter Betzavta-Trainer. Das Programm wurde 1988 in Jerusalem entwickelt, um die Erziehung zur Demokratie in Israel zu fördern. Bei einer Übung geht es um die Dynamik, die in einer Gruppe entsteht, wenn sie sich selber Regeln geben soll, die für alle gelten. Wenn sie also das Miteinander bewusst gestalten sollen.

Gemeinschaft Z2x Berlin Dennis Kirschbaum
Im Betzavta-Workshop von Dennis bekommen die Teilnehmenden Strategien an die Hand, um „Regeln für eine gute Gemeinschaft“ zu finden. Foto: Sparkasse

Derartige Übungen führt Dennis auch mit Jugendlichen in Berlin durch. „Kürzlich habe ich mit palästinensischen Kids in einem Jugendtreff in Neukölln gearbeitet und die berichteten mir davon, dass sie nach unserem gemeinsamen Workshop jetzt jüdische Freunde im Kiez haben, das ist so eine schöne Geschichte.“ Brücken schlagen, Gemeinsamkeiten finden und Differenzen aushalten – das ist seine Mission.

Auch bei der Z2X-Konferenz führt er die Übung in einem Workshop durch. Während die Teilnehmer*innen die Regeln diskutieren, stellt er die Regel auf, dass jetzt laut Helene Fischer gehört werden muss. Allgemeines Entsetzen. Doch dann trauen sie sich, eine neue Regel aufzustellen: Niemand möchte hier Helene Fischer hören, also wird der Lautsprecher ausgeschaltet.

Nun hat Deutschland, hat die Welt größere Probleme als die Musik von Helene Fischer. Die Klimakrise, der Aufstieg populistischer Autokraten, die unabsehbaren Folgen der sich immer rasanter weiter entwickelnden digitalen Technologien – um nur einige zu nennen. Doch wir werden sie nur kollektiv lösen können, davon ist Dennis Sadiq Kirschbaum überzeugt.

Demokratie geht nicht ohne Gemeinschaft

In seinem Poetry-Slam-Beitrag beim Festival, der unter anderem von der Sparkassen-Finanzgruppe gesponsert wurde, spricht er von „Ich-lingen“, die „Egoismus für ein Menschenrecht halten“ und bloß zuschauen, was passiert, keinen Finger bewegen, wegschauen. Mut- und tatenlos, solange der eigene Lohnbeutel gefüllt ist. Eine Sicht auf die Gesellschaft, die man nicht teilen muss, und die einem doch aus dem Alltag allzu bekannt vorkommt.

Dennis setzt dieser Vereinzelung der Menschen ein entschiedenes Wir entgegen: „Wir sind das g-e-m vor deinem einsam“, so formuliert er es. Gemeinsam anpacken, gemeinsam diskutieren, sich gemeinsam gegenseitig aushalten, eben #GemeinsamAllemGewachsen – all das gehört für ihn zu einer zukunftsfähigen, starken Demokratie.

Die Errungenschaften unserer demokratischen Gesellschaften sind geschichtlich betrachtet noch sehr jung und alles andere als selbstverständlich. Milliarden Menschen weltweit kommen nicht in ihren Genuss – noch nicht, wenn es nach Aktivist*innen wie Dennis geht. Doch nur gemeinsam können wir es schaffen, die persönlichen Freiheiten, die für uns selbstverständlich sind, zu wahren und für mehr und mehr Menschen zu garantieren. Auf dass wir dem schönen, alten Wort Gemeinschaft neuen Glanz einhauchen.

Beschäftigt dich unser zukünftiges Zusammenleben genauso wie Dennis? Die Sparkassen-Finanzgruppe engagiert sich unter dem Motto Gemeinsam allem gewachsen in verschiedenen Projekten für ein gemeinschaftliches Zusammenleben. Sie ist übrigens die größte gewerbliche Arbeitgeberin und Ausbilderin in Deutschland. 40 Millionen Menschen in Deutschland haben ein Konto bei der Sparkasse. Drei von vier Unternehmen arbeiten mit einer Sparkasse oder Landesbank zusammen.