„Apocalypse, that’s how it felt“ – Whatsapp-Interview mit einem Flüchtling aus Aleppo

Zaki hatte Glück. Seine Familie floh vor mehr als zwei Jahren aus Aleppo nach Konya in die Türkei. Jetzt wohnt der 24-Jährige in Istanbul und muss über Social Media mit ansehen, wie in seiner Heimatstadt Menschen erschossen werden.

Zaki stammt aus Aleppo. Irgendwann, so ist es sein Wunsch, will er in seine Heimat zurückkehren und sie "wieder aufbauen". © privat/Collage: ze.tt

Eigentlich studierte Zaki Maschinenbau und englische Übersetzung. In Aleppo, seiner Heimat. Als vor fünf Jahren der Syrien-Krieg begann, machte er sich erst nicht viel daraus. „Das wird sich schon wieder beruhigen“, dachte der damalige Teenager. Als sich jedoch auf seinem Uni-Campus die Patrone eines Scharfschützen direkt in die Wand neben seinem Kopf bohrt, weiß er, er muss weg.

Seine Familie floh nach Istanbul in die Türkei. Hier arbeitet Zaki mittlerweile als Manager eines Autoteile-Exporteurs in Istanbul. Noch bis vor einer Woche hatte er Kontakt zu Freund*innen und daheimgebliebenen Verwandten in Aleppo. Jetzt schreiben sie nicht mehr. Wir haben mit ihm über die Situation in seiner Heimatstadt gesprochen.

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