Auch Hunde können Divas, Spitzbuben oder Clowns sein

Diese Hunde menscheln. Ein Ehepaar fotografiert die Tiere in ihrer gesamten Emotionspalette und zeigt damit, wie ähnlich sie uns Menschen sein können.

Für Hundebesitzer*innen ist es selbstverständlich: Ihr Hund hat eine eigene Persönlichkeit. Eine, die über die Eigenschaften der jeweiligen Rasse hinausgehen. Eigenartige Ticks, Wesenszüge und Gewohnheiten, die jeden Hund so einzigartig wie eine Schneeflocke machen. Oskar sitzt zum Beispiel nur seitwärts im Damensitz, Lumpi jault für seinen Besitzer jeden Abend ein Gute-Nacht-Lied und wenn Daika ihr Gesicht entspannt, sieht es aus, als würde sie bis über beide Ohren strahlen.

Diese inneren Schneeflocken eines jeden Hundes möchte das Ehepaar Alexander Khokhlov and Veronica Ershova mit der Kamera einfangen. Der 35-jährige Khokhlov kommt ursprünglich aus Kalkutta in Indien und arbeitet gemeinsam mit seiner Frau als Werbe- und Kunstfotograf in Moskau. Durch ihr Fotoprojekt The Dog Show möchten sie zeigen, „dass Hunde mehr können, als bloß still dazusitzen, rumzuliegen und auf Kommando zu bellen.“ Daher porträtieren sie die Gesichter verschiedener Hunderassen und ihre teils verblüffend menschlichen Wesensmerkmale. Auf den Fotos sieht es dann so aus, als ob die Hunde traurig, stolz oder wütend wären. Oder als ob sie mitten in einem Lachkrampf steckten, etwas Spitzbübisches ausgeheckt hätten oder völlig desinteressiert wären.

Quelle: Alexander Khokhlov/YouTube

Die Fotos sind alle in Russland in einem angemieteten Fotostudio entstanden. Obwohl die meisten Hunde abgerichtet waren und manche sogar bereits Erfahrung in Hundeshows gesammelt hatten, war für es für die Fotograf*innen nicht immer einfach, die Hunde über die Länge eines Shootings ruhig zu halten. „Mithilfe von Leckerchen, dem Lieblingsspielzeug, vielen Streicheleinheiten und viel Geduld gelang es trotzdem“, erzählt Khokhlov. Damit der Hund still blieb und in die Kamera schaute, habe das Fotograf*innenteam allerdings mindestens drei weitere Personen und zwei Stunden Zeit benötigt.

Trotzdem: „Das Ergebnis eines solchen Shootings ist immer unvorhersehbar und verblüffend“, sagt Khokhlov. Wie sehr die Gesichtsausdrücke der Hunde den der Menschen ähneln, wurde den Fotograf*innen oft erst im Nachhinein bewusst. Eine besondere Botschaft hätten sie nicht. „Wir wollten den Betrachtern der Fotos einfach ein gutes Gefühl geben, ein bisschen Spaß haben und zeigen, dass süße Tiere absolut wie Menschen aussehen können.“

Making-of The Dog Show