Auf YouTube klärt Barbie jetzt über Rassismus, White Privilege und Black Lives Matter auf

Seit fünf Jahren gibt es den Barbie-Vlog, die Videos sollen junge Mädchen empowern. In dem neuesten Video spricht die Kunstfigur über Rassismus, und wie man als weiße Person Schwarzen beistehen kann.

Barbie goes Aufklärung. Foto: Screenshot/Barbie

„Hallo ihr Lieben. Es findet gerade eine starke Bewegung statt. Millionen Menschen stehen auf und kämpfen jetzt gemeinsam gegen Rassismus. Das machen sie, weil Menschen zu oft und schon zu lange unfair behandelt wurden“, erklärt Barbie ihren Zuschauer*innen in ihrem neusten YouTube-Vlog. In dem Video spricht Barbie mit ihrer Freundin Nikki über Rassismus, die aktuellen Black-Lives-Matter-Proteste, Allyship und ihr eigenes White Privilege.

Die Barbie-Vlogs gibt es seit 2015 im Netz zu sehen. In den Videos spricht Barbie mit ihrem Publikum über alles, was gerade in ihrem Leben so vor sich geht. Dabei weiß Barbie wie jede gute Vloggerin, dass eine Mischung aus ernsten und lustigen Themen das Publikum bei Laune hält. Neben Vlogs, die sich mit mentaler Gesundheit und dem Überleben in der Corona-Quarantäne auseinandersetzen, lädt sie deshalb auch Vlogs hoch, auf denen sie mit ihrem Freund Ken tanzt oder Make-up aufträgt.

Der englischsprachige Barbie-Account hat über 9,7 Millionen Follower*innen – das Publikum: überwiegend junge Mädchen. Der Barbie-Vlog sei ein Teil der Firmenstrategie, Mädchen zu empowern, so Mattel die Firma, die hinter den Videos steckt. Das Rassismus-Video von ihr und Nikki wurde inzwischen schon fast 700.000 Mal geklickt und gehört damit zu den erfolgreichsten der Reihe.

Rassismus ist kein einfaches Thema

Über Rassismus zu sprechen sei nicht einfach, aber genau deshalb müssten sie es tun, erklärt Barbie schon zu Beginn des knapp dreiminütigen Clips. Ihre schwarze Freundin Nikki pflichtet bei: „Die Leute denken, dass bei mir alles in Ordnung ist, aber die Wahrheit ist, dass ich und so viele andere Schwarze Rassismus erleben, die ganze Zeit. Es ist wirklich verletzend,“ sagt sie.

Anschließend berichtet Nikki von ihren Erfahrungen mit Alltagsrassismus. So erzählt sie beispielsweise, wie sie und Barbie im letzten Monat einen Sticker-Verkaufswettbewerb am Strand starteten. Die beiden trennten sich irgendwann, um zu schauen, wer am meisten verkaufen konnte. „Während ich am Strand war, hat die Strandsecurity mich dreimal gestoppt“, berichtet Nikki. „Der Sicherheitsbeamte dachte, ich würde etwas Schlimmes tun, obwohl ich genau dasselbe tat wie sie [Barbie]“.

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Barbie, eine echte Ally

Barbie zeigt in dem kurzen viralen Clip, wie echte Allyship aussehen kann. Ally ist das englische Wort für Verbündete*r und bezeichnet eine Person, die marginalisierten Menschen im Kampf gegen Diskriminierung aktiv zur Seite steht. Anstatt ihrem Publikum zu erzählen, was sie als weiße Puppe für Rassismus hält, lässt Barbie ihre Schwarze Freundin Nikki zu Wort kommen. Barbie zeigt damit, wie weiße Privilegien genutzt werden können, um rassifizierten Menschen mehr Sichtbarkeit und Gehör zu verschaffen.

Auch die Privilegien selbst versucht sie gemeinsam mit Nikki zu dekonstruieren. Was genau ist das denn, dieses White Privilege? Für Barbie ist vor allem eines klar: Es ist nicht fair. „Weiße Menschen haben einen Vorteil ohne einen richtigen Grund, und Schwarze Menschen haben einen Nachteil, den sie nicht verdient haben“, erklärt sie dem Publikum.

Es sei wichtig, jetzt für einander einzustehen und auch andere Menschen auf das Problem aufmerksam zu machen. „Wenn wir nicht die Stimme erheben, akzeptieren wir, dass es so weitergeht“, erklärt Barbie eindrücklich. Zum Schluss appeliert Nikki deshalb nochmal an die Zuschauer*innen: „Wenn vor dir irgendwer unfair behandelt wird, dann steh‘ für diese Person ein. Wenn wir alle zusammenhalten, können wir etwas verändern.“

 

/cp