Beim 53. Super Bowl treten zum ersten Mal männliche Cheerleader auf

Am Sonntag findet der Super Bowl, das Finale der American-Football-Profiliga, statt. Zum ersten Mal in seiner Geschichte werden diesmal auch männliche Cheerleader am Spielfeldrand tanzen.

Arizona Cardinals v Los Angeles Rams

Foto: John McCoy/Getty Images

Am 3. Februar spielen die Los Angeles Rams und die New England Patriots um die Vince Lombardi Trophy, die 25.000 US-Dollar wertvolle Siegestrophäe des Super Bowls. Und egal, welches Team in Atlanta schlussendlich gewinnt, das Spiel wird so oder so in die Geschichte eingehen. Denn die Millionen Zuschauer*innen auf der ganzen Welt werden dort Quinton Peron und Napoleon Jinnies sehen, wie sie jubeln und tanzen.

Nicht auf dem Spielfeld, aber an der Seitenlinie. Peron und Jinnies sind zwei Männer und Teil der ansonsten weiblichen Cheerleader-Gruppe, die die Rams anfeuern werden. Damit sind sie die ersten männlichen Cheerleader in der Geschichte des Super Bowl der National Football League (NFL).

Auf Twitter, nachdem sich die Rams den Finaleinzug gesichert hatten, ließen die beiden ihre Freude spüren. „Seit Sonntag wache ich immer wieder auf und glaube, das ist alles ein Traum. Aber es ist kein Traum … WIR FAHREN ZUM SUPER BOWL!!!!“, schreibt Peron da.

Die beiden professionellen Tänzer sind seit vergangenem März Teil der Rams Cheerleader-Gruppe. „Ich habe bereits zuvor die Choreographie für Mädchen gemacht, die bei professionellen Teams getanzt haben. Ich habe bereits mit Mädchen getanzt. Ich dachte einfach ‚Warum nicht ich?'“, sagte er zu Good Morning America vergangenes Jahr, kurz nachdem er es ins Team geschafft hatte. Er musste sich gegen 74 andere Teilnehmer*innen beweisen.

Männliche Stuntmänner bei Cheerleader-Teams sind zwar keine Seltenheit, diese tanzen aber gewöhnlich nicht Seite an Seite mit den Cheerleader-Frauen. Peron und Jinnies werden das am ersten Februar diesen Jahres tun und haben bereits jetzt anderen Interessierten Mut gemacht. Der 25 Jahre alte Jesse Hernandez war von den beiden so inspiriert, dass er sein Glück beim New Orleans Saints‘ Saintsations Cheerleading Team versuchte. Erfolgreich.

Seine Mutter habe ihm einen Link zur Geschichte von Peron und Jinnies geschickt. Dazu die Worte: „It’s time to shine.“

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