Black History Month: Dieses Mädchen stellt ikonische Fotos von Schwarzen Frauen nach

Michelle Obama, Nina Simone, Angela Davis – eine US-Amerikanerin und ihre siebenjährige Tochter stellen ikonische Fotos nach, um auf Schwarze Kultur und Geschichte aufmerksam zu machen.

Im Februar wird nicht nur in den USA und Kanada, sondern auch seit einigen Jahren in Deutschland der Black History Month gefeiert. In unterschiedlichen Ländern auf der Welt gibt es vielseitiges Kultur- und Bildungsprogramm, um nicht nur auf die andauernde rassistische Ausgrenzung Schwarzer Menschen aufmerksam zu machen, sondern auch um die Bedeutung ihrer Geschichte für die jeweiligen Gesellschaften näher zu bringen.

Dazu haben sich die US-Amerikanerin Cristi Jones und ihre siebenjährige Tochter Lola etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Seit 2017 schlüpft Lola in verschiedene Rollen, um Fotos wichtiger Schwarzer Persönlichkeiten, meistens Frauen, detailgetreu nachzustellen: von der Garderobe über die Schminke bis hin zur Pose und Umgebung.

Mal sind es historische Fotos, mal Porträts von TV-Stars

Die Fotos werden über die Social-Media-Kanäle von Cristi geteilt und mit biografischen Angaben über die Persönlichkeiten ergänzt. Meist sind es historische Fotos, die sich im Kampf Schwarzer Menschen für Gerechtigkeit und Anerkennung ikonisch ins kollektive Gedächtnis eingebrannt haben, wie etwa das Polizeifoto der Bürgerrechtlerin Rosa Parks. Sie war 1955 in Alabama verhaftet worden, weil sie sich geweigert hatte, ihren Sitzplatz im Bus für einen weißen Fahrgast zu räumen.

Am elften Tag des diesjährigen Black History Month ehrten Lola und Cristi hingegen eine Persönlichkeit, die vielen US-Amerikaner*innen aus dem Fernsehen bekannt ist: die Autorin und Köchin Leah Chase, die als Königin der kreolischen Küche bezeichnet wird. Passend dazu hätten Lola und Cristi an diesem Tag Süßkartoffelkuchen nach Chases Rezept zubereitet. „Ich meine es völlig ernst, wenn ich sage, dass das der beste Süßkartoffelkuchen ist, den ich je hatte“, schreibt Cristi dazu.

So gelingt es Lola und Cristi, Schwarze Geschichte und Kultur in den USA auf vielfältige Art und Weise zu erzählen und zu bebildern. „Ich habe versucht, unterschiedliche Personen unterschiedlicher Herkunft abzubilden“, erzählte Cristi 2017 der Huffington Post. Lola würde es nicht nur gelingen, den Ausdruck und die Gefühle der Personen auf den Originalbildern nachzustellen, so Cristi. Es wäre für sie auch eine Art und Weise, ihre Tochter zu empowern und ihr die Auseinandersetzung mit „starken, positiven Vorbildern“ zu ermöglichen.

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