#BlueForSudan: Auf Social Media solidarisieren sich Menschen mit dem Protest im Sudan

Unter dem Hashtag #BlueForSudan färben User*innen ihre Profilbilder blau. Damit machen sie auf die Gewalt im Sudan aufmerksam.

Seit Anfang Juni herrscht im Sudan Ausnahmezustand. Obwohl die Pressefreiheit vor Ort enorm eingeschränkt ist, verbreiten sich Nachrichten über die gewaltsamen Auseinandersetzungen dank Social Media auf der ganzen Welt. Immer mehr Leute solidarisieren sich mit den Menschen im Sudan – und färben die Profilbilder ihrer Social-Media-Accounts blau ein. Es ist nicht nur ein Zeichen der Unterstützung, sondern soll auch Aufmerksamkeit auf die Geschehnisse lenken.

Anfang April war Diktator Omar Hasan Ahmad al-Baschir nach 30 Jahren an der Macht bei einem Militärputsch verhaftet und abgesetzt worden. Seitdem regiert das Militär. Hundertausende Menschen bildeten daraufhin ein Protestcamp vor dem Armeehauptquartier in der Hauptstadt Khartum, um für Demokratie und Freiheit zu demonstrieren. Dieses wurde vergangene Woche vom Militär brutal niedergeschlagen. Sudanesiche Ärzt*innen sprechen von einem Massaker. Sie berichten von Vergewaltigungen und Morden, hunderte Menschen starben.

Internetnutzer*innen auf der ganzen Welt wählten nun als Zeichen der Solidarität die Farbe Blau unter dem Hashtag #BlueForSudan. Es soll die Lieblingsfarbe des 26 Jahre alten Mohamed Mattar gewesen sein, der beim Versuch, zwei Frauen zu beschützen, vom Militär erschossen wurde. Laut Medienberichten färbten seine Freunde im Anschluss ihre Profilbilder blau und immer mehr solidarisierten sich mit ihnen. Die Internetgemeinde nennt die Farbe nun „Mattar Blue“.

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#blueforsudan

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