Bunt, fröhlich, laut: So war der Christopher Street Day in Berlin

Mehrere hunderttausend Menschen feierten und tanzten gemeinsam beim 41. Christopher Street Day in Berlin. Unsere Bilder der Parade zeigen: Es war ein Fest.

In diesem Jahr haben so viele Menschen wie noch nie an der Parade zum Christopher Street Day in Berlin teilgenommen. Bis zu einer Million Menschen haben sich laut Organisator*innen an dem Umzug beteiligt.

Der Demonstrationszug, der sich um 12.30 Uhr in Bewegung setzte, zog vom Ku‘damm bis zum Brandenburger Tor. 83 farbenfrohe Wagen verschiedener Vereine, Organisationen, Unternehmen und Parteien begleiteten die Demonstrierenden. Nach der abschließenden Kundgebung am Abend wird die Party bis in die Nacht hinein an Berlins Wahrzeichen weitergehen. Künstler*innen wie Sookee treten auf der Bühne auf.

Anlässlich des 50. Jahrestages des Stonewall-Aufstandes galt beim CSD in diesem Jahr das Motto „Every Riot starts with Your Voice“. In Gedenken an queere Vorkämpfer*innen wie Marsha P. Johnson, Karl Heinrich Ulrichs und Audre Lorde wollten die CSD-Veranstalter*innen dazu aufrufen, die eigene Stimme im Kampf um Gleichberechtigung zu nutzen. Diesem Aufruf kamen die Demonstrierenden auf zahlreichen Plakaten nach.

Aufgrund der Vielzahl von Teilnehmer*innen kam der Umzug dieses Jahr teilweise langsamer voran als geplant. Die U-Bahnstation Nollendorfplatz in Berlin-Schöneberg musste zeitweise wegen Überfüllung gesperrt werden.

Engagement gegen Rechts und für Geflüchtete

Wie in jedem Jahr veröffentlichten die Veranstalter*innen der Pride-Parade eine Reihe von Forderungen, die sich einerseits an die Politik, gleichzeitig aber auch an die Zivilgesellschaft richten. Dazu gehören unter anderem die Eröffnung eines Wohnzentrums für Lesben in Berlin, Bleiberecht für alle bedrohten Mitglieder der LGBTIQ*-Community und ein aktives Engagement gegen Rechts.

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