Burger King riet Frauen, sich von Fußballern schwängern zu lassen

Die Fastfood-Kette Burger King hatte russischen Frauen Geld und Burger angeboten, wenn sie sich von berühmten Fußballspielern schwängern lassen. Nach einem Shitstorm rudert das Unternehmen nun zurück.

Der Fastfood-Riese Burger King bietet russischen Frauen Geld und Burger, wenn sie sich von berühmten Fußballspielern schwängern lassen. Nach einem Shitstorm rudert der Konzern nun zurück.

Burger King bietet Frauen Geld und kostenlose Burger, wenn sie sich von Fußballern schwängern lassen. © dpa

An der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland führt zur Zeit kaum ein Weg vorbei: Grölende Fans an jeder Ecke und natürlich schlachtet auch die Werbeindustrie die vierwöchige Großveranstaltung so gut wie möglich aus. Fan-Utensilien, Lebensmittel in Landesfarben und allerhand absurdes Zeug findet sich in den Läden. Der russische Ableger der internationalen Fastfood-Kette Burger King hat mit seiner letzten Werbeaktion allerdings komplett daneben gegriffen und ein Paradebeispiel für sexistische Werbung geliefert.

In dem russischen sozialen Netzwerk VKontakte postete Burger King eine Werbeanzeige, die russische Frauen dazu aufforderte, sich von berühmten Fußballspielern schwängern zu lassen: „Burger King bietet im Rahmen der sozialen Verantwortung allen Frauen, die sich von Weltfußballstars schwängern lassen, eine Belohnung. Jede von ihnen bekommt drei Million Rubel und eine lange Whopper-Versorgung.“ Mit dieser Aktion wolle man sicherstellen, dass kommende Fußball-Generationen in Russland nur die besten Gene bekommen. Den Post beendet Burger King mit der Aufforderung: „Vorwärts! Wir glauben an dich.“ Der Original-Post von Burger King ist online nicht mehr auffindbar, allerdings vergisst das Internet nie und User*innen haben den Screenshot mehrfach geteilt:

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Im Netz bescherte diese sexistische Werbung dem Fastfood-Riesen einen gehörigen Shitstorm, woraufhin Burger King die Werbeaktion wieder zurückzog. Das Wochenmagazin stern beruft sich auf eine Stellungnahme von Burger King, in der es heißt, dass die Aktion „nicht unsere Marke und unsere Werte repräsentiert und wir Schritte unternehmen, um sicherzugehen, dass so etwas nicht noch einmal passiert“.