Das kommt dabei raus, wenn du bei Minus 70 Grad versuchst, zu kochen

Cyprien Verseux arbeitet als Forscher in der Antarktis. Wie kalt es dort wirklich ist, zeigen seine eindrucksvollen Fotos von Kochversuchen im Freien.

Spaghetti-Eis. Screenshot: Twitter

Wenn draußen eisige Winde fegen und die Temperaturen in die Minusgrade absacken, hilft meist nur eins: Heizung an, in eine Decke kuscheln und tellerweise warmes Essen verputzen. Davon kann Cyprien Verseux wohl nur träumen: Der Franzose arbeitet nämlich in eisiger Kälte als Gletscherforscher und Astrobiologe im Station Dome Concordia, einer wissenschaftlichen Forschungsstation in der Antarktis. Die Station liegt in der größten Wüste der Welt, der nächste bewohnte Ort liegt knapp 600 Kilometer entfernt und es herrschen durchschnittlich Minus 50 Grad, im tiefsten Winter sogar bis zu Minus 80 Grad.

Außerdem auf ze.tt: Ein 175 Kilometer langer Riss zieht sich durch das Antarktis-Eis

In der Tageszeitung Die Welt erklärt Cyprien, woran er in der Station forscht: „Ich bin nicht im Laborkittel aus dem Ufo gestiegen, sondern beschäftige mich in meiner täglichen Arbeit mit der Herkunft und den Orten des Lebens im Universum. Unter anderem arbeite ich daran, menschliche Außenposten auf dem Mars so unabhängig wie möglich von der Erde zu machen.“ Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit schreibt er auf seinem Blog Mars La Blanche über das Leben in der Forschungsstation – und findet noch Zeit für Späße.

Auf seinem Twitter-Account postet er Fotos von Gerichten, die er zusammen mit seiner Kollegin Carmen Possnig im freien, bei etwa Minus 70 Grad, zubereitet hat. Die eisigen Gerichte, die dabei herausgekommen sind, sehen zwar nicht unbedingt genießbar aus, dafür aber echt beeindruckend und faszinierend:

Schnee au Chocolat

Raclette á la Concordia

Es heißt DAS Nutella-Eis!

Spaghetti-Eis. Wortwörtlich.

Streichzart? Eher kratzig!

Rührei(s)

Der Onlineplattform Bored Panda verrät Cyprien: „Wir haben meist zu Beginn des Winters keine frischen Lebensmittel mehr, weil wir keine Lieferungen von Anfang Februar bis Anfang November bekommen. Deshalb essen wir meist Gefrorenes, das wir draußen aufbewahren, weil die Temperatur dort eh immer unter dem Gefrierpunkt liegt.“