Das müsste passieren, damit ihr am Arbeitsplatz Mittagsschlaf machen könntet

Ein Mittagsschlaf am Arbeitsplatz ist gesund und macht produktiv, sagen Expert*innen. Wir wollten von euch wissen, wie das in der Realität funktionieren kann.

mittagsschlaf arbeit

Ein Kissen wäre schon mal nicht schlecht. Foto: Bruse Mars / Unsplash | CC0

„Siesta Fiesta“ hat schon Dean Martin gesungen. Aber wenn es nach dem Deutschen Gewerkschaftsbund geht, soll nach dem Mittagsschlaf nicht unbedingt die nächste Party steigen – Angestellte sollen einfach nur ausgeruhter und produktiver wieder an die Arbeit gehen.

An deutschen Arbeitsplätzen bräuchten wir eine Siesta, sagte DBG-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach kürzlich der Saarbrücker Zeitung: „Die Belastungen steigen, viele Arbeitnehmer verkürzen inzwischen ihre Erholungspausen oder lassen sie ganz ausfallen. Aber Arbeiten ohne Pause geht an die Substanz und führt zu Überlastung, erst Recht bei großer Hitze.“

Auch Expert*innen und Wissenschaftler*innen betonen immer wieder die Vorteile für Arbeitgeber*innen und -nehmer*innen, wenn es Zeit und Raum zum Abschalten und für einen Power Nap im Büro gäbe.

Alfred Wiater von der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin erklärte laut Spiegel Online: „Nach sogenannten Power Naps, also kurzen Nickerchen, fühlt man sich körperlich fitter. Außerdem kann man im Schlaf verarbeiten, womit man sich zuvor beschäftigt hat.“

Mittagsschlaf im Job

Doch wie soll das funktionieren? Einfach den Kopf auf den Tisch legen, während um einen herum Kolleg*innen tippen und telefonieren? Wohl kaum.

Daher wollten wir von euch wissen: Wie müssten die Umstände sein und was müsste passieren, damit ihr am Arbeitsplatz tatsächlich einen Mittagsschlaf machen könntet?


Und das sind eure sehr unterschiedlichen Antworten:

Liegen wäre ganz nett…

„Wir müssten Platz für ein Sofa haben. Hab’s einmal auf dem Tisch in meiner Klasse versucht, war aber unbequem.“

„Dass die Hausmeister endlich die Haken an den Wänden befestigen, damit ich meine Bürohängematte aufhängen kann.“

„Da brauchen wir eigentlich nur einen Ruheraum. Dann würde ich das machen.“

„Mein Chef müsste endlich das Mitarbeiter*innen-Sofa organisieren.“

Siesta? Träum weiter!

„… überhaupt eine Pause haben.“

„Mittag müsste passieren.“

„Homeoffice!“

„Dass der Bus stehen bleibt oder die Fahrt ausfällt.“

„Der Notruf müsste ausfallen.“

„Stromausfall.“

„Ich müsste den Laden schließen.“

„Die Schüler*innen, die ich unterrichte, müssten auch schlafen.“

„Eine Arbeitsatmosphäre, die nicht darauf beruht, ständig beschäftigt zu sein oder so zu tun.“

ZZZZZzzzzzzZZZZZzzzzz

„Machen hier einige, wenn die Chefin nicht da ist…“

„Nix, einfach machen.“

„Kann ich. Mach ich auch. Super Sache!“

„Nichts, kann ich ja dank Homeoffice :-) Und 20 Minuten Augenschließen sind oft erfrischender als Mittagessen.“

Wozu Siesta? Es ist doch Fiesta!

„Ich müsste über den Mittag auf der Arbeit anwesend sein.“

„Mittagsschlaf ist bei mir zu Hause, weil ich nur bis Mittag arbeite.“

„Dazu müsste ich wieder arbeiten!“

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