Das Pressefoto des Jahres zeigt die Folgen von Trumps erbarmungsloser Migrationspolitik

Weinend schaut Yanela Sanchez dabei zu, wie ihre Mutter in Gewahrsam genommen wird. Das Foto gewann den World Press Photo Award 2019.

Das zweijährige hondurianische Mädchen weint, während ihre Mutter von US-Beamten durchsucht und in Gewahrsam genommen wird – das Foto gewann den World Press Photo Award 2019. Foto: John Moore, Getty Images

Bei der 62. Verleihung des World Press Photo Awards ist der US-Amerikaner John Moore mit dem Hauptpreis bedacht worden. Sein Gewinnerbild trägt den Titel Crying Girl on the Border. Das Foto entstand im Juni 2018 an der Grenze zwischen Mexiko und den USA. Es zeigt das weinende Kleinkind Yanela Sanchez, das dabei zusieht, wie ihre Mutter von US-amerikanischen Grenzer*innen in Gewahrsam genommen wird.

Yanela ist eines von Tausenden von Kindern, das auf diese Weise von US-amerikanischen Beamt*innen von ihren Eltern getrennt wurden. Oftmals wurden Eltern und Kinder in verschiedene Haftanstalten gebracht. Das Bild löste internationalen Protest gegen die erbarmungslose Politik der US-Behörden aus – infolgedessen US-Präsident Donald Trump die Verfahrensweisen änderte.

Die folgenden Fotos wurden ebenfalls für den Preis des World Press Photo des Jahres nominiert:

Neben dem besten Pressefoto gibt es noch verschiedene Kategorien, in denen Fotografien gekürt wurden: Beispielsweise gibt es die Kategorie „Umwelt“, „Langzeitprojekte“ oder „Nachrichten“. Die World Press Photo Foundation kürt jedes Jahr das beste Pressefoto. In der Jury sitzen 17 Männer und Frauen, die in verschiedenen Bereichen der Fotografie arbeiten.