Das sind die absurdesten Weihnachtstraditionen eurer Familien

Luftgewehre in Kinderhänden, Saufpartien, eingegipste Geschenke: ze.tt-Leser*innen haben anonym von ihren verrücktesten Familientraditionen zu Weihnachten erzählt. 

Riesiger Weihnachtsbaum? Jede Familie hat ihre absurden Traditionen zu Weihnachten. Foto: Unsplash I Spencer Backman | CC0-Lizenz

So wie jede Familie auf ihre eigene Art unglücklich ist (danke, Tolstoi), so unterscheidet sich auch das Weihnachtsfest in jedem Haushalt. Während für einige die Mitternachtsmesse der perfekte Abschluss eines besinnlichen heiligen Abends ist, lassen andere im trauten Familienkreis die Korken knallen und trinken gemeinsam bis in die Morgenstunden.

Wie die Legende vom Weihnachtsmann hinterfragt man die eigenen Weihnachtstraditionen auch lange nicht. Bis man Freund*innen und Bekannte von ihren Feiertagen erzählen hört. Wie? Die essen Blutwurst zu Weihnachten? Die hören immer den selben Schlager zur Bescherung? Unweigerlich kommt die Frage auf: Wie seltsam sind die eigenen Bräuche? Damit ihr Vergleichswerte habt, haben wir die absurdesten Familientraditionen der ze.tt-Leser*innen abgefragt. Damit es keinen Ärger mit der Familie gibt, konntet ihr uns anonym schreiben.

Alkohol – der Beginn und die Lösung aller Weihnachtsprobleme

  • „Sobald der „Pflichtteil“ des Weihnachtsabends beendet ist, wird der Schnaps ausgepackt, ein dämliches Pantomime-Familienspiel ausgepackt und der Abend endet meist feucht-fröhlich erst am nächsten Morgen. Das ist tatsächlich Tradition! Am 25. wird dann ausgeschlafen.“
  • „Während andere Familien am heiligen Abend in die Kirche gehen, gibt es bei meinen Eltern ein Sektfrühstück für alle Freunde. Um zwei Uhr sind alle stramm.“
  • „Saufen! Bis die Fetzen fliegen. Für den künstlich konstruierten ‚Weihnachtskoller‘. Ist ja auch scheiße, wenn’s zu harmonisch ist.“

Am Heiligen Abend gibt’s Nudelsuppe mit Würstel, ‚weil es das im Krieg auch gegeben hat‘.“

Kulinarische Eigenheiten

  • „Bei uns gibt es, seit meine Schwester und ich denken können, Hawaii-Toast an Heiligabend. Omnomnom!“
  • „Seit drei Jahren lade ich meine Eltern und Geschwister am 2. Weihnachtsfeiertag zum Essen ein und mache veganes Käsefondue, statt mit richtigem Käse. Allen schmeckt es und mein Vater denkt, ich mache einmal im Jahr eine Ausnahme. Der Rest der Familie schließt schon Wetten ab, wann er es endlich bemerken wird.“
  • „Am Heiligen Abend gibt’s Nudelsuppe mit Würstel, ‚weil es das im Krieg auch gegeben hat‘.“

Was wäre Weihnachten ohne Musik?

  • „Während des Christbaumschmückens läuft schon immer Rammstein – sonst kommt gar keine Weihnachtsstimmung auf!“
  • „Christliche Weihnachtslieder zu singen, obwohl niemand etwas mit Religion am Hut hat.“
  • „Jedes Jahr an Weihnachten holt mein Papa seine Heavy-Metal-Christmas-CD aus der Versenkung und rockt durchs Haus. Leider besteht die CD schon lange mehr aus Kratzern als allem anderen und es werden von Jahr zu Jahr mehr Remixe aus den Songs, weil sie einfach hängenbleiben.“
Giphy

Wow. Einfach nur Wow.

  • „Wir haben Lametta am Baum. Weil wir aber wissen, dass es nicht umweltfreundlich ist, handelt es sich um das gleiche Lametta seit über 30 Jahren, dass im Januar wieder ordentlich vom Baum gepflückt wird und in den Tageszeitungen der aktuellen bzw. vergangenen Jahre feinsäuberlich fürs nächste Mal aufbewahrt wird.“
  • „Grillen am 2. Weihnachtsfeiertag. Draußen. Bei jedem Wetter. Egal ob man mit Handschuhen das Besteck halten kann.“
  • „Trashige Verpackungen. Das Geschenk wird etwa mit Spachtelmasse eingegipst. Je komplizierter eingepackt und je länger man zum Öffnen braucht, umso lustiger ist es.“
  • „Meine kleine Schwester durfte früher (im Alter von etwa 6 Jahren) immer die Kerzen am Baum mit einem Luftgewehr ausschießen. Sehr weihnachtlich!“

[Außerdem auf ze.tt: Weihnachten soll nach Hause gehen!]

Wir weinen nicht, wir haben nur was im Auge!

  • „Meine Eltern werden von Jahr zu Jahr pragmatischer: ‚Weihnachtsgrußkarten an Freunde? Brauchen wir nicht!‘, ‚Weihnachtsbaum? Brauchen wir nicht!‘, ‚Weihnachtsschmuck? Brauchen wir nicht!‘, ‚Adventskranz? Brauchen wir nicht‘, ‚Adventskalender? Brauchen wir nicht!‘, ‚Geschenke? Brauchen wir nicht!‘  Jetzt fahren wir für vier Tage ins Wellness-Hotel. Hauptsache zusammen.“
  • „Wir pflegen seit ein paar Jahren eine eher schöne als absurde Tradition. Seit etwa fünf Jahren bereiten wir einer Familie oder einer Person, die ein schweres Jahr hinter sich hatte, eine anonyme Weihnachtsüberraschung. Viele Kleinigkeiten und Worte die Freude vorbereiten, stellen wir vor die Tür, verstecken uns und freuen uns über die überraschten Gesichter.“